06.02.2018 - 1.2 Masterplan für den Siedlungsschwerpunkt Wegberg...

Beschluss:
geändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

Eingangs dieses Tagesordnungspunktes begrüßt der Ausschussvorsitzende Herrn Prof. Hall von der Firma ASTOC.

 

Herr Prof. Hall bedankt sich für die Einladung und die Möglichkeit den aktuellen Stand hinsichtlich des Masterplanes präsentieren zu können.

Hierzu merkt er einführend an, dass ein Masterplan keinen fertigen Plan zum Ergebnis habe. Es handele sich vielmehr um einen Prozess zur Klärung von Möglichkeiten, der Untersuchung verschiedener Szenarien und der Beteiligung verschiedener Gruppierungen.

Der Masterplan solle nicht nur der Schaffung von Siedlungsflächen zur Bebauung mit Einfamilienhäusern dienen. Hier solle vielmehr auch bei auswärtigen Familien ein Interesse für Wegberg geschaffen werden und auch andere Wohnformen unter Berücksichtigung von sich verändernden Anforderungen an die Lebensmodelle (u.a. Demografischer Wandel, mehr Ältere, kleinere Familien) entwickelt werden.

 

Es folgt eine Erläuterung des aktuellen Standes des Masterplanes anhand der Folienpräsentation.

Herr Prof. Hall geht hierbei insbesondere auf den Ablauf, die erfolgten Anregungen und die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung ein.

Die Präsentation ist der Niederschrift beigefügt.

 

Der Ausschussvorsitzende bedankt sich bei Herrn Prof. Hall für die Erläuterungen und bittet die Ausschussmitglieder ggf. Fragen an diesen zu richten.

 

Herr Dr. Arndt erkundigt sich zu verkehrstechnischen Untersuchungen hinsichtlich der Mittelachse bzw. Parallelachse.

Herr Schmelich teilt mit, dass hierzu in der kommenden Sitzung des WBUV eine separate Beratungsvorlage eingebracht werden solle.

 

Die sachkundige Bürgerin Höhne richtet die nachfolgenden Fragen an die Verwaltung:

 

1.

Ist eine Leerstandserhebung erfolgt?

2.

Wurden ausreichende Kindergartenplätze berücksichtigt?

3.

In der letzten Präsentation ist die Kreuzung Masseeiker Str. / Grenzlandring als rückgebaut dargestellt worden. Diese Entwicklung sei in den heutigen Folien nicht mehr enthalten gewesen. Wie werde hiermit umgegangen?

 

Herr Prof. Hall beantwortet die Fragen wie folgt.

 

 

 

Zu 1.

Im Rahmen des Masterplanes ist keine Leerstandserhebung erfolgt.

Zu 2.

Im Bereich der Fläche Wegberg Nord („Mosaik-Fläche“) sind bereits zwei Kindergärten vorhanden. Im Rahmen der weiteren Planungen sei parallel zu einer Wohnbauentwicklung der Flächen auch die erforderliche Infrastruktur zu entwickeln.

 

Zu Frage 3 erläutert der Techn. Beigeordnete Thies, dass es aus dem Zeitraum 1977 – 1986 ältere Unterlagen zu Verkehrsuntersuchungen gäbe. Da sich Wegberg aber in der nachfolgenden Zeit massiv entwickelt habe, seien die neueren Verkehrsströme nicht berücksichtigt. Er beabsichtige, sich die vorhandenen Unterlagen anzusehen und zu prüfen, in wieweit diese noch Gültigkeit hätten. Die Ergebnisse würden in der nächsten Fachausschusssitzung präsentiert. Die Vergabe von Aufträgen für neue Verkehrsuntersuchungen (Beschlussvorschlag Nr. 2 der Verwaltung) sollte bis dahin zurückgestellt werden.

 

Ratsfrau Otten äußert, dass nach dem Verständnis der CDU-Fraktion im Bereich des Gebietes H (Gerichhausener Feld) der Fokus insbesondere auf altengerechtes Wohnen ausgerichtet sei. Dies sei nach Ansicht ihrer Fraktion eine zu einseitige Ausrichtung, es sollten hier auch Familien berücksichtigt werden.

Herr Prof. Hall entgegnet, dass diese eingeschränkte Ausrichtung für diesen Bereich im Masterplan nicht vorgesehen sei. Das Gebiet H sei für ein gemischtes Wohnen vorgesehen (Wohnen in verschiedensten Formen und kleine Gewerbenutzung), hierbei wolle man sowohl für Familien aber u.a. auch für ältere Menschen, den jeweiligen Bedürfnissen entsprechenden Wohnraum anbieten.

 

Ratsherr Bonitz weist darauf hin, dass die am 13.07.2017 erfolgte Bürgerbeteiligung seitens der Öffentlichkeit rege besucht worden sei. Er spreche sich aus diesem Grunde dafür aus, die Bürger auch über die heute erfolgte Präsentation zu informieren.

Bürgermeister Stock stimmt dieser Anregung zu. Auch er halte es für sinnvoll, die Öffentlichkeit über den aktuellen Stand zu informieren. Diese solle in geeigneter Form über die weitere Entwicklung in Kenntnis gesetzt werden. Ggf. könne anstelle des entfallenen Beschlussvorschlages Nr. 2 hierzu ein Beschluss getroffen werden.

 

Da seitens der Ausschussmitglieder keine weiteren Fragen bestehen, bedankt sich der Ausschussvorsitzende bei Herrn Prof. Hall für sein Kommen sowie den erfolgten Vortrag und verabschiedet diesen.

 

 

Ratsherr Nießen erkundigt sich, ob sich der Beschlussvorschlag Nr. 3 auf alle im Rahmen des Masterplanes untersuchten Flächen beziehe.

Bürgermeister Stock erläutert, dass sich dieser nicht nur auf die Flächen des Masterplanes, sondern generell auf alle Flächen beziehe.

 

Aus den Reihen des Ausschusses wird eine separate Abstimmung zu den drei Beschlussvorschlägen gewünscht.

 

Der Ausschussvorsitzende ruft sodann die Beschlussvorschläge getrennt voneinander zur Abstimmung auf. Hierbei wird durch ihn, aufgrund der Beratung im Ausschuss, ein neuer Beschlussvorschlag zu Nr. 2 formuliert.

Reduzieren

 

Abstimmungsergebnis zum Beschlussvorschlag Nr. 2:

einstimmig

 

 

Abstimmungsergebnis zum Beschlussvorschlag Nr. 3:

einstimmig

 

Reduzieren

Beschluss zu Nr. 1:

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Umwelt und Vergabe nimmt die Ausführungen zum Masterplan für den Siedlungsschwerpunkt zur Kenntnis.

 

 

Beschluss zu Nr. 2:

Die Verwaltung wird beauftragt, eine Präsentation der heute vorgestellten Ergebnisse für die Öffentlichkeit vorzubereiten und diese entsprechend zu informieren.

 

 

Beschluss zu Nr. 3

Die SEWG wird beauftragt, entsprechend des Beschlusses des Ausschusses für Grundstücke und Beteiligungen vom 28.09.2017, unter Berücksichtigung der Ergebnisse des Masterplanes, ein aktives Baulandmanagement zu erarbeiten und die Ergebnisse im öffentlichen Teil der Sitzung des Fachausschusses am 03.07.2018 vorzustellen.

 

Reduzieren

Anlagen