23.09.2008 - 3 Bericht der Bürgermeisterin gemäß § 3 der Gesch...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 3
- Ausschuss:
- Rat der Stadt Wegberg
- Datum:
- Di., 23.09.2008
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 19:00
- Anlass:
- planmäßige Sitzung
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Bürgermeisterin Klein
teilt dem Rat folgendes mit:
Aktionswoche
„Für uns ab 50“
Am 30. September
sowie vom 13. – 16. Oktober 2008 findet die 5. Aktionswoche unter dem
Motto „Für uns ab 50“ mit zahlreichen Angeboten und Aktionen statt.
Der Flyer ist dem
Protokoll beigefügt.
Datensicherheit
beim Umgang mit melderechtlichen Daten
Die Daten, die im
Meldeprogramm erfasst werden, werden nicht auf dem städtischen Server, sondern
bei der regio it aachen gespeichert und sind dort durch entsprechende
Sicherheitssysteme vor unberechtigten Zugriffen geschützt.
Grundsätzlich wird zwischen zwei verschiedenen
Arten von Melderegisterauskünften unterschieden. Zum einen gibt es die einfache
Meldeauskunft, bei der nach § 34 Meldegesetz NRW Auskunft über den Vor- und
Familiennamen, den Doktorgrad und die Anschrift einzelner bestimmter Einwohner
erteilt werden darf.
Der Antrag muss bei der Meldebehörde
schriftlich gestellt werden. Der Antragssteller muss den Betroffenen mit Vor-
und Familiennamen sowie mindestens zwei weiteren Daten, die im Meldeprogramm
gespeichert sind, bezeichnen können.
Die Auskunft wird nur erteilt, wenn
anhand der Suchmerkmale die Person eindeutig identifiziert werden kann.
Soweit jemand ein berechtigtes Interesse
glaubhaft macht, darf ihm zusätzlich zu den Daten, die in der einfachen
Meldeauskunft bekannt gegeben werden,
eine erweiterte Melderegisterauskunft erteilet werden.
Dieses Interesse liegt vor bei:
- Verfolgung
von Rechtsansprüchen,
- Erhebung von
Klagen (ladungsfähige Anschriften der Prozessbeteiligten),
- Einziehung
von Forderungen,
- Bonitätsprüfung
von Kreditempfängern,
- Ahnenforschung,
muss aber trotzdem sorgfältig mit den
schutzwürdigen Interessen des Einwohners, über den Auskunft erteilt werden
soll, abgewogen werden.
Bei der erweiterten Meldeauskunft
bekommt der Anfragende zum Beispiel Auskunft über das Geburtsdatum oder den
Geburtsort.
Es kann jede Privatperson oder
öffentliche Stelle eine Meldeauskunft beantragen. Bei der einfachen
Meldeauskunft fällt eine Gebühr von 7,00 € und bei der erweiterten eine
Gebühr von 10,00 € an.
Öffentlich-rechtliche Stellen wie zum Beispiel Krankenkassen
oder Gewerkschaften erhalten die Auskunft gebührenfrei.
Ratsfrau Feger
erkundigt sich, bezüglich einer Weitergabe von Meldedaten durch die Stadt an
die West Energie und Verkehr. Dies wird vom Ersten Beigeordneten Schneider
verneint, auf eine evtl. Weitergabe von personenbezogenen Daten durch andere
Behörden (Finanzamt u.a.) habe die Stadt jedoch keinen Einfluss.
Birke im Stadtpark
Am Freitag, dem 05.09.2008 ist gegen 17.15 Uhr im
Schwalmauenpark in Wegberg eine ca. 21 Meter hohe Birke umgestürzt und hat
dabei eine Frau erschlagen.
Durch einen öffentlich bestellten und vereidigten
Sachverständigen für Baumpflege und Verkehrssicherheit von Bäumen ist im
Auftrag der Stadt Wegberg, in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft
Mönchengladbach sowie der Kriminalpolizei Heinsberg, eine Beweissicherung
durchgeführt und die Ursache für den Umsturz der Birke ermittelt worden.
Der Standort der Birke befand sich oberhalb der
Uferböschung der Schwalm. Die Birke war Bestandteil einer durchgehenden
Baumreihe und von daher windgeschützt. Die letzten Baumkontrollen sind im
Zeitraum vom 31. März bis 17. April 2008 durch einen geschulten Mitarbeiter des
Baubetriebshofes durchgeführt worden. Die Kontrollen wurden dokumentiert. Es
wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.
Der Sachverständige konnte die Ursache für den Sturz
der Birke eindeutig feststellen. Sämtliche Wurzeln und der gesamte Wurzelstock
weisen eine Holzfäule auf. Dies ist eine Zersetzung oder ein Abbau des Holzes,
durch Pilze verursacht. Die Birke war arttypisch belaubt. Die Blätter waren
grün und haben ebenfalls keine Auffälligkeiten gezeigt. An den Baumteilen
oberhalb des Erdbodens konnten keinerlei Hinweise auf die morschen Wurzeln im
Erdreich festgestellt werden. Es waren keinerlei Fruchtkörper von Pilzen auf
dem Wurzelteller oder am Stamm ersichtlich.
Von außen war weder an der Birke noch am Boden das
geringste Anzeichen auf die Wurzelfäule erkennbar. Häufig bilden sich
Fruchtkörper am Stamm oder an den Wurzelanläufen. Im Fall der umgestürzten
Birken waren keine Fruchtkörper sichtbar.
Bürgermeisterin Klein teilt ferner mit, dass sie und
Herr Beigeordneter Fabry die Familie besucht und im Namen der gesamten Stadt
den Hinterbliebenen ihr Mitgefühl und ihre Anteilnahme über den tragischen
Unglücksfall zum Ausdruck gebracht haben.
Dem Wunsch der Hinterbliebenen auf Übersetzung des
Gutachtens ins Englische werde entsprochen. Auch der Anfrage der Familie
hinsichtlich der Aufstellung einer Gedenkplatte am Unfallort sei zugestimmt
worden.
Ratsherr Groß bittet um Beantwortung der beiden nachstehenden Fragen:
a)
Wozu ist eine
Kennzeichnung diverser Bäume im Stadtgebiet erfolgt?
b)
Ist der
Grundwasserspiegel im Stadtgebiet so nachhaltig gestiegen, dass die Wurzeln in
ständig nassem Boden standen und hier evtl. die Ursache für den Umsturz zu
suchen ist?
Bürgermeisterin Klein teilt hierzu mit, dass aufgrund der festgestellten
Pilzerkrankung an der Birke eine Überprüfung verschiedener anderer Bäume in der
näheren Umgebung erfolgt sei und weitere Überprüfungen der Standsicherheit der
Bäume stattfinden würden.
Die Ursache für den Umsturz der Birke im Park sei jedoch eindeutig auf
den Pilzbefall zurückzuführen.
Der Grundwasserspiegel im Stadtgebiet
sei nachweislich gestiegen, daher seien seit mehreren Jahren
entsprechende Hinweise in die Bebauungspläne aufgenommen worden. Ob dies auch
Auswirkungen auf Bäume habe, könne sie nicht beantworten, werde aber die Frage
an Herr Beigeordneten Fabry weitergeben.
Ratsherr Nießen greift die seitens der Stadt bestehende
Verkehrssicherungspflicht mit dem Hinweis auf, dass sich diese ausschließlich
auf städtische Grundstücke beziehe. Er fragt an, wie denn mit dieser Gefahr bei
Wander- und Radwegen umgegangen werde, die entlang privater Grundstücke
verliefen und sowohl von Bürgern als auch Besuchern der Stadt genutzt würden.
Er möchte wissen, wie eine Vermeidung der evtl. von auf angrenzenden
Pritvatgrundstücken stehenden Bäumen ausgehenden Gefahren möglich sei.
Bürgermeisterin Klein weist daraufhin, dass dies Aufgabe des jeweiligen
Grundstückseigentümers sei. Soweit durch Mitarbeiter des Außendienstes Probleme
festgestellt würden, werde der jeweilige Grundstückseigentümer hierauf
hingewiesen. Aufgrund des bei der Stadt in diesem Bereich vorhandenen Personals
(lediglich 1 Baumkontrolleur) habe die Stadt keine Kapazitäten um auch die auf
Privatgrundstücken befindlichen Bäume zu prüfen. Sie werde aber die Frage an
Herrn Beigeordneten Fabry weitergeben insbesondere wegen des touristischen
Schwerpunktes.
Ratsfrau Lindt weist daraufhin, dass die Bäume entlang des
Feltenbergweges eine größere Menge Altholz aufwiesen. Bürgermeisterin Klein
sichert eine Weitergabe dieser Information an die Verwaltung zu.
Bericht aus der
Mitgliederversammlung des Heinsberger Tourist-Service e. V. (HTS) vom 19.
August 2008
Die
Mitgliederversammlung hatte insbesondere folgende Ergebnisse:
- Sämtliche
Infomaterialien können von den Mitgliedern direkt beim HTS bezogen werden.
- Auf der
Internetseite des HTS ist umfangreiches Bildmaterial einzusehen.
- Bericht über das
„Integrierte Ländliche Entwicklungskonzept“ (ILEK) der
Gemeinden Waldfeucht, Gangelt und Selfkant. Die Landesförderung von 1 Mio
€ ist genehmigt. Es sei der Zweckverband Region Selfkant gegründet
worden.
- Eine
„Freizeitkarte Kreis Heinsberg“ ist in Planung.
- Der HTS koordiniert
Events, z. B. Kunsttour.
- Er berät inhaltlich
und konzeptionell bei Existenzgründungen.
- Der HTS nimmt an
Messen teil und führt Einzelrepräsentationen und Fahrradmärkte (z. B.
NRW-Tage in Wuppertal) durch.
- In der
Freizeitregion Heinsberg ist ein zunehmendes Gästeaufkommen zu
verzeichnen.
Das Protokoll der
Sitzung ist der Niederschrift beigefügt.
Eiserner Rhein /
Mitteilung Dautzenberg
Auf der Homepage des
Bundestagsabgeordneten Leo Dautzenberg wurde eine Pressemitteilung zum
„Eisernen Rhein“ veröffentlicht. Diese ist der Niederschrift
beigefügt.
Im Anschluss an die Mitteillungen erkundigt sich Ratsherr Kersten mit
Bezug auf den Antrag der SPD-Fraktion vom 22.4.2008, ob der Verwaltung etwas im
Bezug auf die Fällung von drei Bäumen in der Kurve zwischen Harbeck und Merbeck
(L126) bekannt sei.
Bürgermeisterin Klein teilt mit, dass ihr hierüber nichts bekannt sei;
sie sichere aber eine Prüfung zu.
Ratsherr Schwan erkundigt sich nach dem aktuellen Sachstand bezüglich
der Mensa.
Bürgermeisterin informiert die Ratsmitglieder darüber, dass die
Planungsunterlagen der Verwaltung vorlägen. Zur Zeit bemühe sich die Verwaltung
um geeignete Betreibermodelle.
Ferner möchte Ratsherr Schwan wissen, wann mit einem Baubeginn gerechnet
werden könne. Bürgermeisterin Klein teilt mit, dass mit dem ersten Spatenstich
noch Ende diesen Jahres gerechnet werde.
Ratsherr Groß bittet um eine kurze Mitteilung des Sachstandes bezogen
auf die Möglichkeit der Errichtung einer Bürgerstiftung für das
Begegnungszentrums sowie die Belegung der Ramachers Mühle.
Bürgermeisterin Klein informiert darüber, dass die von Herrn Lennartz begonnene Recherche aufgrund
seiner Erkrankung zunächst von Herrn Arndt fortgesetzt werde. Es habe
zwischenzeitlich einen Kontakt hierzu mit der Bezirksregierung in Köln gegeben.
Bezogen auf die Verdeutlichung des Konzeptes der Stiftung sei in den nächsten
14 Tagen mit näheren Angaben zu rechnen.
Ferner teilt Bürgermeisterin Klein mit, dass der Auftrag des Rates
hinsichtlich einer Kontaktaufnahme mit Herrn Bonitz, dem Vorsitzenden der
Interessengemeinschaft BGZ, ausgeführt worden sei. Dieser habe geantwortet,
dass zunächst ein Gespräch der Nutzer des BGZ mit den Fraktionen erfolgen
solle. Dieses werde am 15. Oktober 2008 stattfinden.
Ratsherr Groß erkundigt sich, ob es bereits feste Vereinbarungen zur
Nutzung der Ramachers Mühle gebe. Bürgermeisterin Klein antwortet, dass sich
bisher der Historische Verein, der Verkehrs- und Verschönerungsverein und der
„Flöck op“ für eine Nutzung der Ramachers Mühle interessiert hätten.
Anlagen
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