27.01.2009 - 2.1 Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2009
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2.1
- Ausschuss:
- Haupt- und Finanzausschuss (HF)
- Datum:
- Di., 27.01.2009
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 18:30
- Anlass:
- planmäßige Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Empfehlungsvorlage
- Federführend:
- Finanzwirtschaft
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Zum Beratungsgang
einigt der Haupt- und Finanzausschuss sich darauf, dass die Fraktionen in der
Reihenfolge CDU, SPD, FDP, und GRÜNE ihre Fragen und Anträge zur
Haushaltsentwurf stellen und der Ausschuss jeweils unmittelbar hierüber
entscheidet. Abschließend soll ein Beschlussvorschlag an den Rat formuliert
werden. Die Vorsitzende weist im Zusammenhang mit einem Antrag des Ratsherrn Pillich
zur Geschäftsordnung darauf hin, dass Ratsherr Nießen, der dem Ausschuss nicht
angehört, sich wegen seiner vorliegenden Anträgen „Jugendbeihilfen“
und „Radweg Beecker Straße“ an der Beratung beteiligen könne. Der
Ausschuss ist damit einverstanden, dass die Teilnahme an der Beratung aufgrund
des indirekten Zusammenhanges mit dem Gesamthaushalt nicht zu eng gesehen
werden soll.
Eingangs der Beratung
weist Bürgermeisterin Klein darauf hin, dass insbesondere die voraussichtliche
Erhöhung der Kreisumlage zu einer Änderung des Gesamtergebnisplanes auf einen
Jahresfehlbedarf von nunmehr rund 1.4 Mio Euro führe, der durch eine
entsprechend höhere Inanspruchnahme der Ausgleichsrücklage gedeckt werden
müsse. Die Bürgermeister der kreisangehörigen Städte und Gemeinden hätten
vereinbart, das Jahr 2009 zu nutzen um wirksame Ansätze für eine künftige
Reduzierung der Kreisumlage zu suchen und hierüber mit dem Landrat zu
verhandeln.
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Anträge der CDU-Fraktion |
Haushaltsmittel für Instandsetzungen
Ratsherr
Pillich trägt vor:
„Der
von der Verwaltung eingebrachte Haushaltsentwurf für das Jahr 2009 endete
ursprünglich mit einem Fehlbetrag von 1.156.225 €. In der Zwischenzeit
hat der Kreis Heinsberg mitgeteilt, dass sich die Kreisumlage zusätzlich erhöht
und der Fehlbetrag im Wegberger Stadthaushalt damit auf 1.337.305 €
ansteigt, nachdem im vergangenen Jahr noch 236.000 € Gewinn
erwirtschaftet werden konnte.
Trotz
intensiver Überarbeitung des nunmehr dritten Haushaltsentwurfes nach den
Grundsätzen des „Neuen kommunalen Finanzmanagements“ (NKF) durch
die CDU Fraktion konnte der bilanzierte Verlust aufgrund der hohen Abgaben an
den Kreis nicht aufgefangen werden. Zum Ausgleich des Haushalts muss die
Ausgleichsrücklage gemäß § 75 Abs. 2 der Gemeindeordnung NRW in Anspruch
genommen werden.
Im
Ergebnis ist der Haushalt 2009 durch diese Entnahme aus der Ausgleichsrücklage
ausgeglichen. Einer Verabschiedung des Haushaltes 2009 steht somit nichts mehr
im Wege. Allerdings sieht die CDU-Fraktion die Möglichkeit, den Fehlbetrag
deutlich zu reduzieren, indem die zusätzlich zum Ansatz des vergangenen Jahres
veranschlagten 710.000 € für Instandhaltungen unter bestimmten Auflagen
aus dem Haushaltsentwurf gestrichen werden. Die im Haushalt für vorgesehene
Instandhaltungsmaßnahmen verbleibenden Mittel in Höhe von rund 1 Mio. €
können sofort eingesetzt werden, da der im Haushalt 2008 für das
Finanzplanungsjahr 2009 mit beschlossene Ansatz als Rahmenwert bestehen bleibt.
Der
Fehlbetrag für das Jahr 2009 reduziert sich unter Berücksichtigung der von der
CDU-Fraktion eingebrachten Anträge somit von 1.337.305 € auf 627.305
€, die aus dem Bestand der Ausgleichrücklage in Höhe von 8.881.702
€ ausgeglichen werden können.
Die
Erhöhung um 710.000 € für Instandhaltungen wird aus dem Haushaltsentwurf
für das Jahr 2009 gestrichen. Gleichzeitig wird die Verwaltung beauftragt,
folgende Punkte zu klären:
- Erstellung eines
Instandhaltungskonzeptes für die öffentlichen Gebäude
- Erstellung einer
Prioritätenliste für die umzusetzenden Maßnahmen
- Überprüfung der
Eröffnungsbilanz, ob ausreichende Rückstellungen für Gebäudesanierungen
gebildet worden sind
Unabhängig
von den vorgenannten Punkten wird die Verwaltung beauftragt zu prüfen,
inwieweit alle für die Bildung der Sonderposten bilanzierungspflichtigen
Sachverhalte (Investitionsfördermaßnahmen) erfasst worden sind. Den aus den
Abschreibungen resultierenden Aufwendungen könnten entsprechende Erträge aus
der Auflösung von Sonderposten gegenübergestellt werden, wodurch
haushaltsentlastende Effekte im laufenden Jahr sowie in der mittelfristigen
Ergebnisplanung erzielt werden könnten. Die Überprüfung sollte im Hinblick auf
eine mögliche Anpassung der Eröffnungsbilanz unter Einschaltung des
Wirtschaftsprüfers erfolgen.
In
diese Denkrichtung passt auch die Tatsache, dass durch das Konjunkturpaket II
mögliche Zuwendungen an die Stadt zu erwarten sein werden, deren Höhe und
Qualität heute noch nicht feststehen. Hier haben wir die dringende Bitte an die
Verwaltung, alle erforderlichen Schritte rechtzeitig einzuleiten, um einen
möglichst hohen Anteil aus der Zuteilungsmasse bekommen zu können.
Auswirkungen
auf den städtischen Haushalt 2009 wird es aber mit Sicherheit geben, da die in
Aussicht gestellten Fördergelder noch in diesem Haushaltsjahr kassenwirksam
verausgabt werden müssen. Die Frage der Verteilung zwischen Bund, Ländern und
Kommunen ist immer noch nicht abschließend geklärt.
In
der Diskussion ist auch eine pauschale Zuweisung, gerade für kleinere und finanzschwache
Kommunen. Dies hätte den Vorteil, dass möglicherweise kein städtischer
Eigenanteil beigesteuert werden müsste, wie es andererseits beim sog.
Antragsverfahren der Fall wäre.
Ingesamt
geht es um die Verteilung von 2,8 Milliarden €, die für die Renovierung
von Schulen, Kindergärten aber auch für Straßenbauprojekte eingesetzt werden
sollen. Also genau da, wo auch in Wegberg Handlungsbedarf besteht.
Unter
den geschilderten Rahmenbedingungen ist es durchaus vertretbar, die
zusätzlichen Aufwendungen bei den Instandhaltungen aus dem Haushaltsentwurf
2009 zum gegenwärtigen Zeitpunkt herauszunehmen.“
Auf
Nachfrage bestätigt Kämmerer Storms, dass die beantragte Herausnahme der
veranschlagten Mehrausgaben für Instandsetzungen von 710.000 € bzw. ein
Herunterfahren auf die Ansätze des Jahres 2008 finanztechnisch umsetzbar sei.
Der
Antrag der CDU-Fraktion wird von den übrigen Fraktionen und von Ratsherrn
Nießen heftig kritisiert. Sie begründen ihren Widerstand gegen den CDU-Antrag übereinstimmend
mit der dringenden Notwendigkeit von Instandhaltungen an öffentlichen Gebäuden,
insbesondere an Schulen und Kindergärten.
Ratsherr Groß weist
ausdrücklich darauf hin, dass der CDU-Antrag dem Konjunkturprogramm II entgegen
stehe, weil dieser zusätzliche Maßnahmen zur Belebung der Wirtschaft und
zum Erhalt der Arbeitsplätze anstoßen soll. Er kündigt an, dass er den Vorgang
rechtlich überprüfen lassen werde, falls die CDU ihn mit Mehrheit durchsetzen
werde. Im Übrigen sei nach seiner Ansicht das Haushaltsdefizit durch die
Mehrheitsfraktion und die Verwaltung verursacht worden. Beispielhaft nenne er
das Krankenhaus, die Entschädigungszahlung bezüglich des Supermarktes
Fußbachstraße und den fehlenden Ratsbeschluss zum Erlass des Erbpachtzinses des
Krankenhauses. Bezogen auf letzteren Punkt gab es eine Auseinandersetzung
zwischen Bürgermeisterin Klein und Ratsherrn Groß, in deren Verlauf er sie als
„Lügnerin“ bezeichnete, weil es keine Ratsbeschlüsse zum Verzicht
auf die Erbpachtzahlungen gäbe. Bürgermeisterin Klein weist darauf hin, dass es
Konsens in den früheren Räten gewesen sei, dass auf Erbpachtzins verzichtet
werde. Das werde auch Ratsherr Thelen bestätigen können. Diesen Hinweis habe
sie in den letzten Monaten mehrfach gegeben und gebeten, in dieser Frage den
Ehrenbürgermeister einmal einzuschalten.
Ratsherr
Kersten wendet sich ebenfalls entschieden gegen den Antrag der CDU-Fraktion.
Aus seiner Sicht ist insbesondere bei den Instandsetzungsarbeiten in den
Vorjahren schon viel zu sehr gespart worden.
Auch
Ratsherr Böhm unterstreicht für die FDP-Fraktion die dringende Notwendigkeit
der von der Verwaltung veranschlagten Mittel. Er hält den CDU-Antrag für
„Trickserei“.
Ratsherr
Nießen ist der Meinung, dass der CDU-Antrag gegen den Sinn des
Konjunkturprogramms gerichtet sei. Die momentane wirtschaftliche Situation
erfordere die Beibehaltung des Ansatzes im Haushaltsentwurf; auch die Gemeinde
sei in der Pflicht, zusätzliche Investitionen zu tätigen.
Ratsherr
Pillich verteidigt den CDU-Antrag und vertritt die Auffassung, dass der Ansatz
von 1 Mio €, der nach der Rücknahme der 710.000 € verbleibe, im
Moment ausreichend sei. Die CDU-Fraktion sei bereit, durch einen
Nachtragshaushalt evtl. später, wenn die genauen Zahlen des Landes vorlägen,
die 710.000 € wieder einzusetzen. Er weist auf Zusammenhänge mit NKF hin.
Außerdem sei der Antrag seiner Fraktion an Bedingungen geknüpft.
Ratsherr
Thelen hält den Antrag der CDU-Fraktion für „Augenwischerei“. Es
werde auf diese Weise versucht, den Haushaltsausgleich zu erzwingen.
Bürgermeisterin
Klein macht deutlich, dass laut Antrag ein Herausnehmen des Betrages in Höhe
von 710.000 € für die CDU nicht den Verzicht auf diese Mittel bedeute.
Sie weist noch einmal darauf hin, dass das Konjunkturprogramm II nur für
„zusätzliche Maßnahmen“ eingesetzt werden dürfe.
Die
Abstimmung ergibt 12 Ja-Stimmen und 9 Nein-Stimmen. Der Antrag ist damit
angenommen.
Zuschuss zum Deutschen Mühlentag (Seite
140, 04 01 00)
Eingangs
der Beratung begründet Ratsherr Pillich eingehend den schriftlichen Antrag der
CDU-Fraktion vom 04.12.2008, der vom Rat in der Sitzung am 16.12.2008 an den
Haupt- und Finanzausschuss verwiesen worden ist.
Die
Sprecher der übrigen Fraktionen sowie Ratsherr Nießen machen übereinstimmend
deutlich, dass der Antrag grundsätzlich unterstützt werden könne, wenden sich
allerdings gegen das Verfahren, dass ohne Antrag des Veranstalters, ohne
Verwendungsbeschreibung und ohne einen Kosten- und Finanzierungsplan, wie es
von anderen Vereinen regelmäßig verlangt werde, hier ein pauschaler Betrag von
5.000 € gezahlt werden soll.
Ratsherr
Pillich erläutert, dass zunächst lediglich die Veranschlagung des
Haushaltsansatzes beantragt werde. Die verwaltungsmäßige Abwicklung könne
anschließend wie gewohnt vom zuständigen Fachbereich durchgeführt werden.
Die
Abstimmung über den Antrag ergibt 13 Ja-Stimmen und 9 Nein-Stimmen. Der Antrag
ist damit angenommen.
Zuschüsse der Stadt für kirchliche Büchereien (Seite
142, 04 06 00, 5318000)
Die Zuschüsse an die
Pfarrbüchereien – so Ratsherr Pillich – seien seit 2001 nicht mehr
angepasst worden. Dies und die Tatsache, dass die ehrenamtlichen Leiterinnen
mit begrenzten Mitteln ein beachtliches und sehr sinnvolles Angebot aufrecht
erhalten, habe die CDU-Fraktion veranlasst, eine Erhöhung des Haushaltsansatzes
von 1.120 € auf 2.000 € zu beantragen.
Der Antrag wird
einstimmig angenommen.
Jugendbeihilfen (Produkte 08 02 00
„Sport“ und 04 01 00 „Musik“ u. a.)
Ratsherr Pillich
weist auf den schriftlichen Antrag der CDU-Fraktion vom 17.11.2008 hin, der
eine Erhöhung der Jugendbeihilfen um 1 € pro Jugendlichen beinhaltet.
In diesem
Zusammenhang weist auch Ratsherr Nießen auf seinen schriftlichen Antrag vom
07.12.2008 hin, die Beihilfen für die Förderung der Jugendarbeit zu erhöhen.
Sein Antrag sehe eine 50 %-ige Anhebung des derzeitigen Satzes von 3,80 €
um 1,90 € auf 5,70 € vor.
Ratsherr Kersten
unterstützt die Anträge. Die SPD-Fraktion werde sich für den höchstmöglichen
Satz aussprechen. Er bitte die Verwaltung, dem Ausschuss für Bildung, Kultur,
Soziales und Sport demnächst über die Fördermodalitäten zu berichten.
Die Vorsitzende lässt
über den Antrag von Ratsherrn Nießen als den weitestgehenden Antrag abstimmen.
Die Abstimmung ergibt 12 Ja-Stimmen, 8 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung. Der
Antrag ist damit angenommen. Eine weitere Abstimmung über den Antrag der
CDU-Fraktion ist nicht erforderlich.
Der Haupt- und
Finanzausschuss schlägt dem Rat damit vor, den Betrag für die Förderung der
Jugendarbeit durch die Vereine von derzeit 3,80 € um 1,90 € auf
künftig 5,70 € festzusetzen.
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Anträge und Fragen der SPD-Fraktion |
Zu Seiten 34/35, 01 11 01 Rechtsangelegenheiten,
5431900 Sachverständigen- und Gerichtskosten
Ratsherr Kersten
bezweifelt, dass der Haushaltsansatz von 10.000 € ausreichend sei. Erster
Beigeordneter Schneider erläutert, dass der Ansatz geschätzt sei. Sollten die
Mittel nicht ausreichen, müssten die Mehrkosten im Rahmen des Gesamthaushaltes
gedeckt werden.
Zu Seiten 132/133, 03 02 02 Lernmittelfreiheit
Ratsherr Kersten
beantragt, die Elternanteile in Höhe von rund 73.000 € zu erlassen bzw.
von der Stadt zu übernehmen. Entsprechende Deckungsvorschläge könnten vorgelegt
werden.
Die Abstimmung über den
Antrag ergibt 5 Ja-Stimmen, 16 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung. Der Antrag
ist damit abgelehnt.
Zu Seiten 134/135, 03 02 03 Fördermaßnahmen für
Schüler, 5279100 „Kein Kind ohne Mahlzeit“
Ratsherr Kersten
fragt, ob der veranschlagte städtische Anteil von 7.000 € ausreichend
sei. Erster Beigeordneter Schneider erläutert, dass es sich um Zuschüsse für
Kinder von Eltern mit geringem Einkommen handele. Die Mittel würden
voraussichtlich ausreichen. Sofern wider Erwarten ein Mehrbedarf entstehen sollte,
werde die Verwaltung dem Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport
berichten.
Zu Seiten 140/141, 04 01 00 Kommunale kulturelle
Veranstaltungen
Ratsherr Kersten
beantragt, die Eintrittspreise für die Tourneetheater-Veranstaltungen mit
Ausnahme des Kindertheaters kostendeckend zu erheben. In Zusammenhang damit
sehe die SPD-Fraktion den „Umbau“ der zentralen Schulbibliothek im
Gymnasium in eine öffentliche Bibliothek. Um einen behindertengerechten Zugang
zu schaffen, wäre an einen Umzug ins Erdgeschoss zu denken. Die SPD-Fraktion
schlage vor, hierzu eine Beratung im Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales
und Sport vorzubereiten.
Techn. Beigeordneter
Fabry weist darauf hin, dass das Gymnasium über einen Aufzug verfüge.
Die Sprecher der
übrigen Fraktionen sprechen sich gegen eine Änderung der Eintrittspreise für
Theaterveranstaltungen aus.
Die Abstimmung über
diesen Antrag ergibt 5 Ja-Stimmen und 17 Nein-Stimmen.
Zur Frage der
Schulbibliothek schlägt Bürgermeisterin Klein vor, hierüber im Zusammenhang mit
dem Sanierungskonzept für das Gymnasium und auf der Grundlage des
Konjunkturpaketes II, das ausdrücklich „zusätzliche Maßnahmen“
fördert, zu beraten. Dies wird von Ratsherrn Groß bekräftigt. Erster Beigeordneter
Schneider gibt zu bedenken, dass ein „Umzug“ der Bibliothek
erhebliche Auswirkungen auf den Umbau der derzeitigen Räume zu einem sog.
Selbstlernzentrum haben würden, weil einige Maßnahmen bereits „in
Angriff“ genommen worden seien.
Zu Seiten 158/159, 05 03 03 Hilfen nach dem AsylBLG
Ratsherr Kersten
erinnert daran, dass über die künftige Unterbringung der Asylbewerber noch
nicht abschließend beraten und entschieden sei. Techn. Beigeordneter Fabry
erläutert, dass nach geltender Beschlusslage zunächst das Ergebnis der
Verhandlungen mit dem Bundesamt für Immobilienaufgaben über die Zukunft des
Gebäudes Heiderstraße 200 vorliegen müsse.
Zu Seiten 210/211, 09 01 02 Kommunale Bauleitplanung,
5279200 Planungskosten
Die SPD-Fraktion
– so Ratsherr Kersten – begrüße ausdrücklich die Erhöhung des
Haushaltsansatzes zu Gunsten einer Machbarkeitsstudie für die Konversion der
britischen Militärflächen. Er bitte, auch den Bereich des Petrol-Depots mit
einzubeziehen. Techn. Beigeordneter Fabry bestätigt dies und ergänzt, dass die
Untersuchung sich s. E. auch auf den zum Stadtgebiet von Wegberg gehörenden
Bereich des Hauptquartiers Mönchengladbach (Nähe Holtmühle) eingehen müsse.
Zu Seiten 256/257, 12 01 01 Straßen, Wege, Plätze
Ratsherr Kersten
beantragt eine Erhöhung der Haushaltsansätze für die Instandhaltung von Straßen
von 140.000 € auf 200.000 € (5221100 und 5221200).
Techn. Beigeordneter
erinnert diesbezüglich an die Beratungen über die Haushalte der Vorjahre. Auch
im vorliegenden Haushaltsentwurf reiche der Ansatz für die Erfüllung der
Verkehrssicherungspflicht, nicht aber für eine werterhaltende Instandsetzung
der Straßen. Dennoch schlage er vor, den Ansatz jetzt nicht zu verändern,
sondern die Ergebnisse des in Auftrag gegebenen Straßenkatasters abzuwarten.
Daraus würde der erforderliche Investitionsbedarf erkennbar werden.
Die Abstimmung über
den Antrag ergibt 6 Ja-Stimmen und 16 Nein-Stimmen. Der Antrag ist damit
abgelehnt.
Zu Seiten 286/207, 14 01 01 Lokale Agenda
Ratsherr Kersten
beantragt eine Erhöhung des Haushaltsansatzes bei 5279000 (Projekt
Energieberatung) von 7.500 € auf 10.000 € vor.
Der Antrag wird bei 6
Ja-Stimmen und 16 Nein-Stimmen abgelehnt.
Zu Seiten 292/293, 15 01 01 Wirtschaftsförderung,
Stadtmarketing
Die SPD-Fraktion
– so Ratsherr Kersten – halte nach wie vor den Einsatz eines
externen Sachverständigen für Wirtschaftsförderung für dringend notwendig und
beantrage deshalb die Erhöhung des Haushaltsansatzes bei 5279600 (Aufwand
Wirtschaftsförderung von 3.000 € auf 50.000 €.
Der Antrag wird bei 5
Ja-Stimmen und 17 Nein-Stimmen abgelehnt.
Zu Seiten 296/297, 15 01 02 Maßnahmen der
Stadtentwicklung
Ratsherr Kersten
erinnert an das Ziel, als „fahrradfreundliche Stadt“ anerkannt zu
werden. Hierfür müsse das Radwegekonzept umgesetzt werden. Die SPD-Fraktion
beantrage deshalb eine Erhöhung des Haushaltsansatzes bei 5221000 (Umsetzung
des Radwegekonzeptes) von 3.000 € auf 6.000 €.
Der Antrag wird bei 5
Ja-Stimmen und 17 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung abgelehnt.
Zu Seiten 302/303, 15 02 00 Tourismus –
Visitor-Center Wildenrath
Er habe den Eindruck
– so Ratsherr Kersten -, dass im Visitor-Center Wildenrath seit Monaten
keine Aktivitäten mehr erkennbar seien. Mit Blick auf den Mietkostenanteil der
Stadt in Höhe von 5.120 € bitte er, dies zu prüfen. Bürgermeisterin Klein
kündigt an, die Angelegenheit in einem Gespräch mit dem Geschäftsführer der
Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises, das für den morgigen Tag
vereinbart sei, anzusprechen.
Zu Seite 339, Baumaßnahme „Anbau Rollstuhlrampe
Rathaus“
Auf entsprechende
Nachfrage von Ratsherrn Kersten erläutert Techn. Beigeordneter Fabry, dass die
Maßnahme in Anbetracht dessen, dass das Rathaus von Rollstuhlfahrern auch über
den rückseitigen Aufzug barrierefrei erreicht werden könne, zu Gunsten von
anderen dringenden Maßnahmen (z. B. an Schulen) bisher zurückgestellt worden
sei.
Zu Seite 345, Baumaßnahme „Herrichtung
Ramachers Mühle zur Begegnungsstätte“
Ratsherr Kersten
macht auf die voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 1,2 Mio €
aufmerksam. Nach seiner Erinnerung sei man ursprünglich von 820.000 €
ausgegangen.
Zu Seite 355, Sanierungsmaßnahmen GS Klinkum
Auf Nachfrage von
Ratsherrn Kersten erinnert Techn. Beigeordneter Fabry an das im Ausschuss für
Städtebau, Umwelt und Verkehr vorgestellte Sanierungskonzept. Ob es umgesetzt
werden soll, sei an die Frage geknüpft, ob Klinkum zukünftig Grundschulstandort
bleibe. Diesbezüglich habe der Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und
Sport entschieden, die Entwicklung der Schülerzahlen in den nächsten zwei
Jahren intensiv zu beobachten. Da keine akute Gefahrensituation bestehe und die
dringlichen Brandschutzmaßnahmen durchgeführt worden seien, könne dieser
Zeitraum abgewartet werden.
Zu Seite 367, Sanierungsmaßnahmen BGZ
Ratsherr Kersten
beantragt, zu dem übertragenen Haushaltsansatz aus 2008 in Höhe von 50.000
€ in diesem Haushaltsjahr weitere 25.000 € zu veranschlagen.
Der Antrag wird bei 6
Ja-Stimmen und 16 Nein-Stimmen abgelehnt.
Zu Seite 377, Baumaßnahme Errichtung Mensa
Schulzentrum
Auf Nachfrage von
Ratsherrn Kersten teilt Techn. Beigeordneter Fabry mit, dass die Landesmittel
in Aussicht gestellt worden seien. Die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn
liege vor.
Zu Seite 387, Baumaßnahme Neubau Turnhalle BGZ
Ratsherr Kersten
beantragt, die Baumaßnahme auf frühestens 2010 zu verschieben.
Techn. Beigeordneter
Fabry rät dringend dazu, die Maßnahme nicht weiter zu verschieben. Schon heute
müsse die Halle bei bestimmten Windstärken gesperrt werden. Auch Ratsherr
Pillich plädiert dafür, das Gebäude so bald wie möglich durch einen Neubau im
Schulzentrum zu ersetzen. Herr Fabry ergänzt, dass sowohl mit der Mensa als
auch mit der neuen Turnhalle in diesem Jahr begonnen werden könne, ohne den
Schulbetrieb zu stark zu beeinträchtigen.
Wegen der
Gefahrensituation an der Turnhalle BGZ zieht Ratsherr Kersten den Antrag
zurück.
Zu Seite 391, Sanierungsmaßnahmen Gymnasium
Ratsherr Kersten
fordert die baldige Vorlage eines verbindlichen Sanierungskonzeptes. Techn.
Beigeordneter Fabry kündigt für die nächste Sitzung des Ausschusses für
Städtebau, Umwelt und Verkehr die Vorstellung des Sanierungskonzeptes durch das
Planungsbüro Gronau an. Die Vorstellung werde sich auch auf die erforderlichen
inneren Instandsetzungen beziehen und vorschlagen, in welchen Teilabschnitten
die Gesamtmaßnahme durchgeführt werden könne.
Zu Seite 399, Sanierungsarbeiten Grundschule
Wildenrath
Ratsherr Kersten
bezweifelt, dass der Haushaltsansatz für eine Sanierung des Schulschwimmbades
ausreiche. Die SPD-Fraktion spreche sich ausdrücklich für den Erhalt des
Schwimmbades aus. Bürgermeisterin Klein bestätigt, dass dies auch Wunsch und
Wille der Verwaltung sei, sofern sich die Sanierung finanziell darstellen
lasse.
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Antrag der FDP-Fraktion |
Zu Seite 296, 15 01 02 Maßnahmen zur Stadtentwicklung
Mit Bezug auf den
Antrag der FDP-Fraktion vom 09.06.2008 beantragt Ratsherr Schwan, beim Produkt
15 01 02 einen Haushaltsansatz in Höhe von 28.500 € für den sächlichen
und personellen Aufwand zur Erlangung der RAL Zertifizierung der Stadt Wegberg
einzurichten.
Die Abstimmung über
den Antrag ergibt 3 Ja-Stimmen, 18 Nein-Stimmen und 1 Stimmenthaltung. Der
Antrag ist damit abgelehnt.
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Frage der Fraktion Bündnis 90/DIE
GRÜNEN |
Ratsherr Groß weist
auf verschiedene anstehende Dachsanierungen an Schulen hin und regt an,
Solaranlagen mit einzubauen.
Techn. Beigeordneter
Fabry erläutert, dass seit einigen Jahren bei jeder Dachsanierung geprüft
werde, ob der Einbau einer Solaranlage technisch möglich und finanziell
vertretbar sei. Ein Beispiel sei die Photovoltaikanlage auf dem Dach des
Baubetriebshofes, die mit hohem Wirkungsgrad und wirtschaftlichem Erfolg
eingesetzt werde.
Ratsherr Groß bittet
um entsprechende Informationen an den Ausschuss für Städtebau, Umwelt und
Verkehr.
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Antrag von Ratsherrn Heinz Nießen |
Grundinstandsetzung des Radweges entlang der Beecker
Straße
Ratsherr Nießen begründet
eingehend seinen schriftlichen Antrag vom 07.12.2008, der vom Rat in der
Sitzung am 16.12.2008 an den Haupt- und Finanzausschuss verwiesen worden ist.
Der äußerst schlechte Grundzustand des Radweges führe mittlerweile dazu, dass
die Radfahrer auf die Straßenfahrbahn ausweichen.
Abgesehen von der
dringend notwendigen Grundsanierung dieses stark befahrenen Radweges beobachte
er seit einiger Zeit, dass etliche Fahrradwege durch Pflanzenüberwuchs von
beiden Seiten immer schmaler geworden seien. Er bitte, sich auch dieses
Problems anzunehmen.
Seitens der
CDU-Fraktion unterstützt Ratsherr Pillich den Antrag, dies insbesondere auch
wegen der Verkehrssicherungspflicht der Stadt. Um feststellen zu können, welche
Einzelmaßnahmen erforderlich sind und wie sich der Finanzbedarf darstellt,
bittet er die Verwaltung, eine Beratung im Ausschuss für Städtebau, Umwelt und
Verkehr vorzubereiten.
Technischer
Beigeordneter Fabry kündigt eine Beratung im Fachausschuss im ersten Halbjahr
2009 an. Ratsherr Nießen erklärt sich hiermit einverstanden. Eine Abstimmung
ist nicht erforderlich.
Beschluss:
Der Haupt- und Finanzausschuss schlägt dem Rat vor, die
Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2009 auf der Grundlage des vorgelegten
Entwurfes und unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der heutigen Beratung
zu erlassen.
Der
entsprechend den Beschlüssen des Haupt- und Finanzausschusses geänderte Entwurf
der Haushaltssatzung ist dieser Niederschrift als Anlage beigefügt.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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