10.03.2009 - 1.4 Maximilian-Kolbe-Gymnasium hier: Vorstellung Fa...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1.4
- Datum:
- Di., 10.03.2009
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 18:30
- Anlass:
- planmäßige Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Empfehlungsvorlage
- Federführend:
- Erste Beigeordnete / Dezernat III
- Beschluss:
- zur Kenntnis genommen
Wortprotokoll
Mit Unterstützung seines Sohnes stellt Herr Gronau sen. am
Beamer die Möglichkeiten einer Sanierung und einer energetischen Aufwertung der
Fassade am Gymnasium Wegberg vor. Er führt aus, dass zur Bauzeit des
Schulgebäudes energiesparende Maßnahmen noch keine wesentliche Rolle gespielt
hätten und deshalb der Schwerpunkt einer Sanierungsaufgabe insbesondere in
diesem Bereich zu sehen sei.
Durch die angedachten Maßnahmen werde der architektonische
Rahmen des Gebäudes nicht wesentlich verändert.
Die Bestandsanalyse zeige insbesondere folgende Mängel auf:
- nicht
funktionierender Sonnenschutz
- Fenster
ohne thermische Trennung
- vorgehängte
Stahlbeton-Fertigteile
- Korrosionsschäden
an den Stahlbeton-Fertigteilen
- schlechte
Wärmedämmung der Außenhülle - daher hohe Energiekosten
- Graffiti-Schäden
Die Entwurfs-Grundsätze benennt Herr Gronau wie folgt:
1.) Energetische Optimierung der Gebäudehülle.
2.) Materialien mit Schutz vor Vandalismus.
3.) Eingriffe in die tragende Gebäudestruktur
vermeiden.
4.) Charakteristik des Gesamtobjekts nach den
ursprünglichen Entwurfsgedanken möglichst beibehalten.
5.) Gestalterische Auflockerung der Fassade durch
Materialwechsel.
6.) Wirtschaftliche Lösung.
Für die Fassadensanierung schlägt Herr Gronau die Anwendung
von zwei verschiedenen Materialien vor. Dies seien zum einen das
kostengünstigere Wärmedämmverbundsystem (WDVS), ein System zur Außendämmung,
das in verschiedenen Dämmstärken auf bestehende Stahlbeton-Fertigteile
angebracht werde, und zum anderen der Plattenbaustoff “Trespa”, der
in Sockel- und Klinkerbereichen zum Einsatz komme.
Nach der Vorstellung seines Konzeptes stellt er sich für
Rückfragen zur Verfügung.
Ratsherr Pillich begrüßt das Konzept und schlägt vor, sowohl
die Schülervertretung und die Elternorgane als auch die Lehrerschaft
einzubinden, um eine möglichst hohe Akzeptanz zu gewährleisten. Die Sanierung
der Schule habe für seine Fraktion oberste Priorität.
Begrüßenswert sei die Nutzung von Synergieeffekten sowie die
Inanspruchnahme von Energieeinsparprojekten.
Technischer Beigeordneter Fabry teilt mit, dass die Frist
für den bei der Bezirksregierung in Köln zu stellenden Antrag auf Fördermittel
aus dem Konjunkturpaket des Bundes der 31.03.sei, und dieser Termin dürfe nicht
verpasst werden. Sollte es keine Förderung geben, werde man die Maßnahmen “abschnittsweise”
durchführen.
Ratsfrau Zimmermann vermisst eine Gesamtkonzeption mit
Darlegung der geplanten Maßnahmen und der einzelnen Kosten. Diesbezüglich
verweist der Technische Beigeordnete Fabry auf ein bereits zu einem früheren
Zeitpunkt durch das Büro Gronau vorgelegte Sanierungskonzept mit
Kostenschätzung aus dem Jahre 2007. Dieses Konzept, so Herr Gronau, sei auch
Grundlage für den jetzigen Maßnahmekatalog gewesen. Was genau mit welchem
finanziellen Aufwand gemacht werde, bleibe noch im Detail zu erörtern.
Ratsherr Kersten bittet um nähere Angaben zu den
Fensteranlagen sowie zum zeitlichen Ablauf der Maßnahme. Außerdem erfragt er,
mit welchen Beeinträchtigungen im Unterrichtsablauf zu rechnen sei.
Herr Gronau schlägt vor, dass die Fenster ein Aluprofil mit
einem Wärmedurchgangswert von 1,1 erhalten. Beim Aus- und Einbau fallen diverse
Zusatzarbeiten an, die dann an Umfang zunehmen, wenn die neuen Fensteranlagen
mit weiteren Zusatzeinrichtungen versehen werden sollten (Sonnenschutzmaßnahmen
- evtl. elektronisch - Stromversorgung).
Man könne davon ausgehen, dass durch diese Maßnahme für
einige Klassen eine Ersatzraumbereitstellung notwendig werde.
Der zeitliche Ablauf der Maßnahme hänge von der
Bereitstellung der Fördergelder ab.
Eine weitere Frage von Ratsherrn Kersten, ob es sich lohne,
über eine andere Dachform nachzudenken, verneint Herr Gronau. Nach dem Stand
der Technik könne man davon ausgehen, dass die heutigen Flachdächer durchaus
eine störungsfreie Funktion von bis zu 20 Jahren erfüllten. Somit könne er
keine andere Empfehlung geben.
Zum Ende der Aussprache schlägt Ratsherr
Pillich vor, dem Planer Freiräume zur Entwicklung von Konzepten zu belassen und
den Förderantrag auf den Weg zu bringen. Über Details ließe sich dann immer
noch sprechen.
