17.03.2009 - 1.4 Breitbandversorgung im Stadtgebiet Wegberg; Vor...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 1.4
- Ausschuss:
- Haupt- und Finanzausschuss (HF)
- Datum:
- Di., 17.03.2009
- Status:
- gemischt (Sitzung abgeschlossen)
- Uhrzeit:
- 18:30
- Anlass:
- planmäßige Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- SEWG
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zu diesem
Tagesordnungspunkt begrüßt Bürgermeisterin Klein Herrn Gregor
Theißen, Key Account Manager des Bereiches Vertrieb der T-Mobile Deutschland
GmbH.
Herr Theißen
informiert die Anwesenden mittels einer Power-Point-Präsentation über den
aktuellen Stand der Breitbandverkabelung im Stadtgebiet Wegberg. Die
Präsentation ist der Niederschrift als Anlage beigefügt.
Im Anschluss an die
Präsentation erkundigt sich der Erste Beigeordnete Schneider zum Stand der
Breitbandversorgung des Gewerbegebietes Wildenrath.
Herr Theißen
erläutert, dass im Gewerbegebiet Wildenrath zurzeit allenfalls eine Kapazität
von maximal 1,5 MBit/sec. zur Verfügung stehe. Um in Wildenrath incl. des
Gewerbegebietes eine Versorgung mit 6 bis 16 MBit/sec. zur Verfügung stellen zu
können, seien durch die Telekom Investitionen von ca. 200.000 € zu
tätigen. Hierbei bestehe jedoch eine Deckungslücke von 63.000 €. Die
evtl. mittels einer Kooperationsvereinbarung gedeckt werden könnten. Allein auf
das Gewerbegebiet bezogen (ohne den Ortsteil Wildenrath) betrage die
Deckungslücke 20.000 €.
Einen ähnlichen
Engpass gebe es im Bereich Beeck, Beeckerheide, Schönhausen. Dort könnte von
den 560 Telefonanschlüssen 42 Haushalten gar kein DSL zur Verfügung gestellt
werden. Den anderen Haushalten stehe eine Bandbreite von 384 KBit bis 6 MBit
zur Verfügung. Um eine Verbesserung der dortigen Infrastruktur zu erzielen, seien
Investitionen von 260.000 € seitens der Telekom erforderlich. Hier
bestehe ebenfalls eine Deckungslücke, und zwar in Höhe von 80.000 €, auch
dieser Betrag sei ggf. über eine Kooperation abdeckbar.
Bürgermeisterin Klein
möchte von Herrn Theißen wissen, wer denn die Kosten hinsichtlich der
Deckungslücke tragen solle. Dieser antwortet, dass die Mittel im Falle einer
Umsetzung von der jeweiligen Kommune zu tragen seien. Alternativ gebe es noch
Finanzierungsmöglichkeiten mittels der Erbringung von Bauleistungen seitens der
Kommune, durch garantierte Kundenzahlen oder Einmalzahlungen der Kunden.
Er führt weiter aus,
dass immer wenn im Breitbandbereich keine Wirtschaftlichkeit gegeben sei, die betreffenden
Kommunen durch die Telekom hinsichtlich einer Finanzierung angesprochen würden.
Erster Schritt bei einer beabsichtigten Umsetzung sei dann die Meinungsbildung
und Entscheidungsfindung in der Kommune, danach erfolge der Entwurf eines Kooperationsvertrages,
gefolgt von dessen Abschluss. Mit der Umsetzung der vereinbarten Maßnahme sei
in einem Zeitraum von 6 Monaten nach Unterzeichnung des Vertrages zu rechnen.
Alternativ gebe es
zwar die Möglichkeit DSL per Satellit mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis
zu einem MBit und einem Uploadvolumen von 128 KBit zu nutzen. Hierfür sei eine
einmalige Investition des Kunden von 100,00 € für die Hardware
erforderlich. Die laufenden Kosten betrügen ca. 40,00 € mtl. Er merkt hierzu
an, dass dieses Übertragungsvolumen jedoch allenfalls für einen Privatanwender
und nicht für eine gewerbliche Nutzung ausreichend sei.
Bürgermeisterin Klein
bedankt sich zum Abschluss des Vortrages bei Herrn Theißen für dessen
Erläuterungen und bittet ihn noch evtl. Fragen aus dem Rat zu beantworten.
Ratsherr Pillich bittet um Auskunft, warum die Deckungslücken
nicht im Rahmen der Preiskalkulation der Firma T-Mobile gedeckt werden können.
Herr Theißen erläutert, dass zwar eine Verpflichtung zur Versorgung mit Telefonanschlüssen
bestehe, es aber keinen Anspruch auf eine Versorgung mit Breitband gebe. Ein
Ausbau erfolge daher in diesem Bereich nur, wenn dies unter Berücksichtigung
der zu erwartenden Anschlüsse wirtschaftlich sei.
Ratsherr Kersten
berichtet von Erdarbeiten in Wildenrath bei denen seiner Ansicht nach auch ein
Glasfaserkabel verlegt worden sei. Herr Theißen entgegnet, dass seitens der
Telekom keine Verlegung von Glasfaserkabeln in Wildenrath erfolgt sei.
Ratsherr Kersten
erkundigt sich, ob mit der Firma Siemens hinsichtlich einer Nutzung des durch
die Firma realisierten Breitbandzuganges durch weitere im Gewerbegebiet
angesiedelte Unternehmen gesprochen worden sei.
Herr Schmitz teilt
mit, dass ein Gespräch mit der Firma Siemens stattgefunden habe, es aber keine
Möglichkeiten hinsichtlich einer Nutzung des Zugangs durch andere dort
angesiedelten Firmen gebe.
Ratsherr Gellissen
erkundigt sich, ob im Bereich des Gewerbegebietes Wildenrath nicht andere
Anbieter für eine DSL-Versorgung in Frage kämen. Herr Schmitz informiert den
Rat darüber, dass zwar Gespräche mit einem anderen Anbieter stattgefunden
hätten, dieser aber bisher nicht mehr reagiert habe. In jedem Falle hätte dieser
Anbieter keine 16 MBit zur Verfügung stellen können.
Bürgermeisterin Klein
bittet die dem Ausschuss vorliegende Vorlage zur Kenntnis zu nehmen und sichert
eine Prüfung der Fördermöglichkeiten zu.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
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1
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(wie Dokument)
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1,4 MB
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