05.06.2018 - 1.3 Elternbefragung zur Schulform hier: Antrag der ...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zunächst ergänzt Ratsfrau Dahmen-Langela den Antrag ihrer Fraktion „Die Linke“ um eine Pressemitteilung, die sie im Ausschuss vorliest und die diesem Protokoll als Anlage beiliegt.

Frau Day erklärt, dass die SPD die Schulform Gesamtschule grundsätzlich positiv sehe. Sie sei aber für Wegberg nicht zielführend, da es hier ein gutes, drei-gliedriges Schulsystem gebe und mit einer zusätzlichen Gesamtschule mindestens 2 Schulen verloren gingen. Außerdem hält sie es nicht für bürgerfreundlich, eine Befragung durchzuführen, wenn die Stadt sich eine Gesamtschule gar nicht leisten könne.

Sie äußert den Wunsch, dass sich Wegberg mit Erkelenz in Verbindung setze und über eine Verbundschule diskutiert werde.

Auch Ratsherr Arndt bestätigt, dass es unter den Grünen viele Gesamtschul-Anhänger gebe; er sieht die Diskussion aber ähnlich wie Frau Day zum jetzigen Zeitpunkt als kontraproduktiv, da man mit der Werbung und den Medienkonzepten auf einem guten Weg sei. Außerdem glaubt er sogar, dass alle 3 Schulen geschlossen werden müssten, somit wäre der Preis zu hoch für die gute Arbeit, die an den Schulen geleistet wird. Eine Elternbefragung sieht auch er kritisch, da nur 2 Jahrgänge befragt würden, die dann über die Zukunft des Wegberger Schulsystems entscheiden würden.

Frau Esser spricht sich für eine Befragung aus, da damit der Elternwille erforscht werde.

Ratsherr Nießen sieht hingegen keinen Grund für eine Befragung, da sich das 3-giedrige System in Wegberg etabliert habe und gut funktioniere. Er glaubt auch, dass sich der „Run“ auf die Gesamtschulen durch die Wiedereinführung von G9 relativieren werde. 

Dieser Argumentation folgt auch die CDU-Fraktion. Lt. Ratsherrn G. Schmitz wäre eine Befragung ein Zeichen an die Bevölkerung, dass Rat und Verwaltung einen Anlass hätten oder sehen würden, etwas zu ändern. Er sieht die Aufgabe des Schulträgers vielmehr darin, das bestehende System zu stärken und den Eltern aufzuzeigen, wo dessen Stärken und Vorteile liegen.

Abschließend bestätigt Frau Karneth, dass die Einrichtung einer Gesamtschule zugleich „der Tod“ für alle drei bestehenden weiterführenden Schulen im Schulzentrum wäre, da die gesetzlichen Anforderungen an eine Gesamtschule immens hoch seien. Beispielsweise sei vorgeschrieben, dass eine Gesamtschule bis zur zehnten Jahrgangsstufe mindestens vierzügig zu führen sei; man brauche also mindestens 1000 Schülerinnen und Schüler plus Oberstufe; zum Vergleich: das Maximilian-Kolbe-Gymnasium habe aktuell rund 700 Schülerinnen und Schüler.

 

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Abstimmungsergebnis:

Zustimmung: 21 (CDU, SPD, Bündnis90/Die Grünen, FDP, AFW)

Ablehnung: 2 (Die Linke, Freie Wähler)

Enthaltung: 0

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Beschluss:

Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport beschließt, eine Elternbefragung zur Schulform nicht durchzuführen.

 

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Anlagen

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.wegberg.de/public/to020?TOLFDNR=16926&selfaction=print