29.10.2019 - 5.2 Anfrage der FDP-Fraktion gemäß § 17 der Geschäf...

Beschluss:
zur Kenntnis genommen
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Wortprotokoll

Herr Stock verliest folgende Mitteilung:

 

Beantwortung zur Anfrage der FDP-Fraktion TOP 5.2

 

 

Die FDP-Fraktion hat mit Datum vom 09.10.2019 folgende Fragen zum Thema „Nitritbelastung“ gestellt:

 

Frage 1:

Liegen der Verwaltung Werte der Nitratbelastung des Grundwassers vor?

 

Antwort des Kreiswasserwerkes zur Frage 1:

Im Grundwasser in der Region Wegberg sind Belastungen mit Nitrat in unterschiedlichen Konzentrationen festzustellen.

Hierbei ist zu unterscheiden aus welcher Entnahmetiefe Analysenwerte bestimmt werden und aus welchen Brunnen das Wasser gefördert wird.

Bei Hausbrunnen können zum Teil relativ hohe Werte auftreten, da Einflüsse aus menschlicher Tätigkeit direkten Einfluss auf die Qualität des Wassers haben können.

Die zur Trinkwasserversorgung genutzten Brunnen sind zu unterscheiden in Flach- und Tiefenbrunnen.

Bei den Flachbrunnen ist der Einfluss der Landwirtschaft durch eine höhere Konzentration bei einigen Inhaltsstoffen, wie z.B. Nitrat, festzustellen, in Tiefenbrunnen nicht.

Um den Eintrag zu vermindern, wurden Kooperationen mit den im Einzugsgebiet wirtschaftenden Landwirten gegründet.

Durch eine Kontrolle des Reststickstoffs im Boden nach der Ernte, durch eine gezielte Düngeberatung und die Anwendung neuester Techniken, soll der Eintrag von Stickstoff vermindert werden.

 

 

Frage 2:

Wenn ja, wie haben sich diese Werte seit dem Jahr 2010 verändert?

 

Antwort des Kreiswasserwerkes zur Frage 2:

Es zeigt sich, dass die Nitratwerte im Grundwasser in den letzten 10 Jahren nicht mehr angestiegen sind und stagnieren bzw. fallen.

Während vor 10 Jahren noch Werte über 50 mg/l gemessen werden konnten, variieren die Werte heute im Schnitt zwischen 20 und 40 mg/l.

Zur Trinkwasseraufbereitung wird beim Kreiswasserwerk in Uevekoven das Wasser aus Flach - und Tiefenbrunnen gemischt.

Hierdurch kann der Bevölkerung im Stadtgebiet, die vom Wasserwerk Uevekoven aus versorgt werden, ein Trinkwasser mit einem Nitratwert von zur Zeit ca. 10 mg/l Trinkwasser geliefert werden.

Im Versorgungsgebiet des Wasserwerkes Arsbeck enthält das gelieferte Trinkwasser kein Nitrat, da in Arsbeck ausschließlich Tiefenbrunnenwasser zur Versorgung genutzt wird.

 

 

Frage 3:

Welche sind die nach Kenntnis der Verwaltung wichtigen Gründe, für die erhöhten

Nitratkonzentrationen im Grundwasser?

 

-          Eine Beantwortung erfolgte bereits mit der Beantwortung zu Frage 1 und 2.

 

 

Frage 4:

Hat die Verwaltung Erkenntnisse, ob auf Ackerflächen im Stadtgebiet sogenannte Importgülle aufgebracht wird? 

 

Antwort des Direktors der Landwirtschaftskammer NRW als Landesbeauftragter zu Frage 4:

„Nein“

Der Direktor der Landwirtschaftskammer NRW als Landesbeauftragter führt hierzu aus:

„Selbstverständlich können wir als Kontrollbehörde etwas zu Gülle-Importen aus den Niederlanden sagen. Pauschal können wir die Aussage treffen, dass auch auf landwirtschaftlichen Flächen im Stadtgebiet Wegberg Gülle aus den Niederlanden ausgebracht wird. Das Thema ist aber zu vielschichtig, als dass man aus dieser Tatsache zwingend etwas ableiten könnte, wie z. B. überhöhte Nmin-Werte. In der Anfrage ist z. B. nicht berücksichtigt, dass Betriebe in Wegberg auch Gülle aus Betrieben aus anderen Gemeinde des Kreises Heinsberg, aus den Kreisen Kleve, Viersen o. a. aufnehmen. Nicht nachvollziehbar ist auch, warum sich die Anfrage ausschließlich auf Ackerflächen bezieht. Entscheidend für eine Reduzierung der Nitratgehalte im Grundwasser ist die Einhaltung der Rechtsvorschriften zur Düngung.

Die Frage ist also nicht geeignet, mit einer Antwort die Nitrat- bzw. Gülle-Problematik umfassend darzustellen.“

 

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Beschluss:

Der Rat nimmt Kenntnis.

 

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.wegberg.de/public/to020?TOLFDNR=18587&selfaction=print