11.02.2025 - 5 Mobilitätsplan / SPNV-Nahverkehrsplan 2025 des ...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Frau Neudek führt aus, dass vor kurzem bereits Stellung zur zweiten Offenlage des übergeordneten Regionalplans genommen worden sei. Mit dem Mobilitätsplan sei jetzt auf regionaler Ebene zu entscheiden, ob es eine direkte Gleis-Verbindung nach Roermond geben soll. Um den Ratsmitgliedern ausreichende Informationen zur Entscheidung vorzulegen, habe sie recherchiert. Die im Mobilitätsplan beschriebene Trassierung würde mittig durch das Naturschutzgebiet " de Meinweg" laufen. Eine Nahverkehrsverbindung könne auch alternativ durch (Elektro-) Schnellbusse realisiert werden, wenn auch unattraktiver als die Direktverbindung. Die Niederländer, hier die Gemeinden Roerdalen und Roermond haben eine negative Stellungnahme zur Trassierung abgegeben. Sie wollen das Naturschutzgebiet generell schützen, haben aber auch Bedenken gegenüber einer erwachsenden Güterverkehrsverbindung. Der Rat müsse sich nun für Wegberg die Frage stellen, was man bereit ist, hierfür zu opfern.

Herr Arndt berichtet, dass der Rat der Stadt Wegberg sich in der Vergangenheit immer einig gewesen sei, dass ein Personennahverkehr begrüßt werde, ein Güterverkehr allerdings strikt abgelehnt werde.

Herr Bonitz schließt sich seinem Vorredner an und erklärt, dass auch seine Fraktion sich nicht die Möglichkeit nehmen lassen wolle, einen Personennahverkehr in Richtung Roermond zu ermöglichen.

Herr Nelsbach macht ebenfalls deutlich, dass hiermit nicht der Weg für den Güterverkehr freigegeben werden dürfe. Der Eiserne Rhein müsse verhindert werden.

Herr Pape berichtet, dass der Bürgermeister aus Roermond zu Gast war, dieser sei gegen einen Personennahverkehr zwischen Wegberg und Roermond. Auch er befürchte so, den Weg für einen Güterverkehr freizumachen. Herr Pape berichtet weiter, dass auch Kollegen aus der Landes- und Bundespolitik gewarnt haben.

Frau von den Driesch begrüßt es, dass Frau Neudek mit einer neuen Perspektive auf die Thematik schaut. Auch sie habe Bedenken vor einem möglichen Güterverkehr.

 

Herr Cassel meldet für seine Fraktion Beratungsbedarf an und bittet um eine Sitzungsunterbrechung.

Die Sitzung wird daraufhin für fünf Minuten unterbrochen.

 

Herr Cassel meldet sich nach der Sitzungsunterbrechung zu Wort und erklärt, dass die Ausführungen nachvollziehbar seien und es sicherlich Pro und Contra gebe. Seine Fraktion werde daher nicht einheitlich abstimmen.

Herr Bonitz macht nochmals deutlich, dass seine Fraktion gegen den Beschlussvorschlag der Verwaltung ist.

Herr Nießen führt aus, dass seine Fraktion für eine Vernetzung mit den benachbarten Niederlanden sei. Aber auch er spricht sich klar gegen den Eisernen Rhein aus.

Herr Becker ist ebenfalls der Auffassung, dass man sich die Chance des Personennahverkehrs nicht nehmen lassen solle.

Herr Buchholtz erläutert, dass die Strecke durch Wegberg dann eine Betriebserlaubnis habe. Dadurch sei das Risiko hoch, dass auch ein Güterverkehr komme.

Auch Herrn Drückhammer sind die Risiken zu hoch.

 

Die Sitzung wird, um einen einheitlichen angepassten Beschlussvorschlag zu kreieren, erneut für 5 Minuten unterbrochen.

Herr Pape verließt den Beschlussvorschlag.

 

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Abstimmungsergebnis:

Zustimmung: 17

Ablehnung: 13

Enthaltung: 1

 

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Beschluss:

Der Rat spricht sich für die Reaktivierung der ehemaligen Bahntrasse, bezüglich Personenverkehr Richtung Roermond aus. Der Eiserne Rhein wird abgelehnt.

 

Online-Version dieser Seite: http://ratsinfo.wegberg.de/public/to020?TOLFDNR=23979&selfaction=print