Entscheidungsvorlage - VO/2667/14
Grunddaten
- Betreff:
-
Einführung einer Jahreskarte für das Grenzlandringbad hier: Antrag der FDP-Fraktion vom 29.09.2013
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Bildung und Soziales
- Finale Freigabe:
- Pint, Gerd
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BiKSS)
|
Entscheidung
|
|
|
|
28.01.2014
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Auf den Antrag der FDP-Fraktion vom 29.09.2013 und die Mitteilung des Bürgermeisters in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport am 19.11.2013 wird verwiesen.
Nach Beauftragung durch den Ausschuss hat die Verwaltung sich bei den umliegenden Städten hinsichtlich einer Jahreskarte für die Schwimmbäder erkundigt und erfahren, dass lediglich in der Stadt Heinsberg eine Saisonkarte (4 Monate) zum Preis von 79,00 € (Erwachsene) bzw. 30 € (Jugendliche) erhältlich ist, die zum Eintritt in das jeweilige Bad berechtigt. Insbesondere in den Freibädern (Oberbruch und Kirchhoven) ist noch ein Kassendienst eingerichtet, der die Karte bei Eintritt prüft. Andere Kommunen im Kreis Heinsberg und die Stadt Mönchengladbach bieten keine Jahreskarten an.
Die Verwaltung sieht bei der Umsetzung weiter das bereits dargestellte Problem, dass die Jahreskarten nicht personalisiert ausgegeben werden können. Für die Kontrolle wäre zusätzliches Personal nötig, da der Kassenautomat eine personenbezogene Karte nicht auswerten kann. Dieses Personal würde das Jahresergebnis des Grenzlandringbades weiter belasten.
Vor dem Hintergrund, dass die Einführung einer Jahreskarte ohne größeren Kostenaufwand nicht möglich ist, und der Tatsache, dass das jetzige Angebot der Zehnerkarten bereits einen deutlichen Nachlass einräumt, der sich –gemessen an den Angeboten im Kreis Heinsberg- auf sehr niedrigem Niveau bewegt, schlägt die Verwaltung vor, auf eine Einführung einer Jahreskarte zu verzichten. Das Ziel der Kundenbindung wird bereits durch die sehr soziale Preisgestaltung und das gute Angebot des Grenzlandringbades erreicht. Sozial schwächere Familien blieben vom Angebot einer Jahreskarte auch ausgeschlossen, da die wenigsten Bürger dieses Personenkreises den erforderlichen Betrag in bar und in einer Summe aufbringen könnten.
Derzeit stellt sich die Situation der Eintrittsgelder und Ermäßigungen bei den Nachbarkommunen wie folgt dar:
Grund | Erka Bad Erkelenz | Freizeitbad Hückelhoven | Parkbad Wassenberg | Hallenbad Heinsberg | Grenzlandringbad Wegberg |
Einzelkarte Erwachsene | 3,50 € | 3,00 € | 3,50 € | 3,00 € | 3,50 € |
-ermäßigt | 2,50 € | -/- | -/- | -/- | 1,20 € |
Einzelkarte Jugendliche | 1,50 € | 2,00 € | 2,50 € | 1,50 € | 1,20 € |
-ermäßigt | -/- | -/- | -/- | -/- | -/- |
Zehnerkarten Erwachsene | 30,00 € | 30,00 € (12-er Karte) | 30,00 € | -/- | 20,00 € |
Zehnerkarten Jugendliche | 12,00 € | 18,00 € (12-er Karte) | 20,00 € | -/-
| 8,00 € |
Wertkarten | -/- | Wertkarte 60 € zum Preis von 48 € | -/- | Wertkarte 30,00 € zum Preis von 25,00 € und 15,00 € zum Preis von 13,00 € | Wertkarte 32,00 € (Ersparnis ca. 9,00 €) und Familienwertkarte 32,00 € (Ersparnis 12,50 €) |
In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am 04.06.2013 hat die FDP-Fraktion um Vorschläge der Verwaltung gebeten, wie das Defizit im Bereich „Sonderbudget Bäder“ reduziert werden kann. Hierbei wurde ausdrücklich eine tageweise Schließung des Bades ausgeschlossen.
Die Verwaltung prüft durch den Betriebsleiter und den zuständigen Fachbereich stetig eine Einnahmenverbesserung und Ausgabensenkung im Hallenbad, damit ein Zuschussbedarf so gering wie möglich gehalten werden kann. Der Zuschussbedarf der letzten Jahre stellt sich wie folgt dar:
2010 472.024,46 €
2011 512.538,76 €
2012 704.083,86 € (vorläufig)
Im Jahresergebnis 2012 schlägt die erfolgte umfangreiche Dachsanierung mit Kosten von ca. 240.000 € zu Buche, die den Zuschussbedarf deutlich erhöht.
Es wurden bereits viele technische und organisatorische Maßnahmen ergriffen, die die Effizienz gesteigert haben. Energetische Sanierungen, Contractmanagement (Pumpen und Heizung), Optimierungsansätze beim Personaleinsatz, Wirtschaftlichkeitsprüfungen und Verbesserung des Angebotes sind geprüft und umgesetzt worden. Weitere Effizienzsteigerungen und Einsparungsmöglichkeiten sieht die Verwaltung derzeit nicht. Durch diese Maßnahmen ist es trotz enormer Preissteigerungen im Bereich der Energie und steigenden Personalkosten gelungen, den Zuschussbedarf in etwa auf gleichem Niveau zu halten (bereinigt um die Aufwendungen Dachsanierung).
Der Verwaltung ist bewusst, dass der jährliche Zuschussbedarf den Haushalt belastet. Das Grenzlandringbad ist jedoch eine Einrichtung, die für den Schulbetrieb und auch für das Vereinswesen von großer Bedeutung ist und aus der gesamtgesellschaftlichen Aufgabenstellung her nicht kostendeckend betrieben werden kann. Dass das Grenzlandringbad Wegberg in seiner sehr guten Qualität und Hygiene kostensparend betrieben wird, wurde so auch bereits von der NEW AG, die die Bäder in der Stadt Mönchengladbach betreibt, bestätigt. Ansätze zur Kostenoptimierung werden im laufenden Betrieb weiter geprüft und bei Möglichkeit unmittelbar umgesetzt. Das Angebot des Grenzlandringbades soll aber in seiner Qualität und unter Berücksichtigung der bisherigen Rahmenbedingungen nicht verändert werden. Die Besucherzahlen der letzten Jahre bestätigen die gute Akzeptanz des Grenzlandringbades, gerade unter dem Gesichtspunkt, dass in zwei Nachbarstädten neue Bäder gebaut wurden.
Besucher:
2011 78.497 (2 Monate geschlossen)
2012 87.532
2013 88.031
