Mitteilungsvorlage - VO/0517/07
Grunddaten
- Betreff:
-
Mitteilungen
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Bildung und Soziales
- Finale Freigabe:
- Pint, Gerd
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BiKSS)
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Kenntnisnahme
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14.08.2007
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Sachverhalt
1.1 Antrag auf Gewährung eines Personalkostenzuschusses für
das Mütterzentrum “Regenbogen” für Frau und Familie e.V., Wegberg
Am 01. August 2007 ist ein Antrag auf weitere Gewährung des
Personalkostenzuschusses für das Jahr 2007 bei der Verwaltung eingegangen.
Zur weiteren Bearbeitung des Antrages bedarf es jedoch noch
der Vorlage konkreter Zahlen für der Ermittlung des Zuschussbedarfes.
Nach Vorlage
dieser Zahlen wird die Verwaltung
eine Beschlussvorlage fertigen.
1.2 Ausbau des Kindergarten Arsbeck zum Familienzentrum
Zu Beginn des Jahres 2006 hat das Familienministerium die
Jugendämter aufgefordert geeignete Kindertageseinrichtungen zu benennen, die an
einer Pilotphase zur Umwandlung zu Familienzentren teilnehmen wollten. In
dieser Pilotphase, die wissenschaftlich begleitet wurde, nahmen damals landesweit 251 Einrichtungen
teil. In der Zwischenzeit ist ein Verfahren zur Erteilung eines Gütesiegels
erarbeitet worden. Dieses Siegel soll die hohen Qualitätsansprüche an ein
Familienzentrum verifizieren.
Anfang des Jahres hat das Kreisjugendamt auf Antrag der
Verwaltung und auf Beschluss des Jugendhilfeausschusses des Kreises Heinsberg
dem Land NRW vorgeschlagen, auch die Kindertageseinrichtung in Arsbeck-Büch mit
in das Programm aufzunehmen. Auch die Kirchengemeinde St. Peter und Paul hat
für die Einrichtungen Rabennest und Rathausplatz einen Antrag auf Einrichtung
eines Familienzentrums gestellt. Hier sollen die zwei Einrichtungen in
Kooperation die Aufgaben eines Familienzentrums wahrnehmen.
Das Kreisjugendamt hat auch diesen Antrag in das Verfahren
eingebracht, so dass nun die Einrichtung von zwei Familienzentren im Bereich
der Stadt Wegberg geplant ist.
Die Einrichtung von Familienzentren wird vom Land NRW mit
jährlich 12.000,-- gefördert, so dass
nach derzeitigem Kenntnisstand nicht mit Kosten für die Stadt Wegberg gerechnet
wird.
Die Verwaltung wird über die weitere Entwicklung berichten.
1.3 Umwandlung
von Grundschulen zu “Offenen Ganztagsgrundschulen”
Wie mehrfach beraten, sollen die Grundschulen Wildenrath und
Merbeck zu “Offenen Ganztagsgrundschulen” ausgebaut werden. In den
Grundschulen Wegberg und Arsbeck soll jeweils eine weitere Gruppe eingerichtet
werden. Die Planungen hierzu sind bereits beschlossen.
Wie die Verwaltung berichtet hat, ist sehr kurzfristig vom
zuständigen Ministerium angekündigt worden, die beantragten Zuschussmittel zu
kürzen. Hierbei ist eine Kürzung von 30 - 50% der beantragten Mittel genannt
worden.
Nunmehr ist auf Nachfrage der Verwaltung mitgeteilt worden,
dass der Antrag der Stadt Wegberg auf Zuteilung von 460.000 Fördermittel voraussichtlich um 30% gekürzt
wird, so dass mit einer Förderung in Höhe von 322.000 zu rechnen ist. Die geringere Kürzung des
Zuschusses wurde nur dadurch erreicht, dass die Verwaltung den Antrag noch vor
dem 19.01.2007 bei der Bezirksregierung eingebracht hat. Alle Anträge, die
später eingereicht wurden, werden um 50 % gekürzt oder gänzlich abgelehnt.
Es wird erwartet, dass die entsprechenden
Zuwendungsbescheide des Landes noch im August dieses Jahres eingehen werden.
Unmittelbar hierauf wird mit der Umsetzung der Planungen begonnen werden.
Die ausgefallenen Landesmittel sollen nach derzeitigen
Erkentnissen durch einen Teil der für die Sanierung der Grundschule Klinkum
vorgesehenen Investitionsmaßnahme (S. 67 im Finanzplan) gedeckt. Auch werden
weitere Einsparpotentiale bei den Maßnahmen geprüft und angestrebt.
1.4 Offene Ganztagsgrundschule (OGS) - Staffelung der
Beiträge
Verschiedentlich ist eine Staffelung der Beiträge zur
Offenen Ganztagsgrundschule gefordert worden. Die Erfahrungen der letzten Jahre
hat gezeigt, dass es für Eltern niedriger Einkommensstufen sehr schwierig ist
den moderaten Beitrag zur OGS im Bereich der Stadt Wegberg aufzubringen.
Insbesondere ist dies der Fall, wenn gleich mehrere Kinder einer Familie an der
OGS teilnehmen.
Die Verwaltung ist derzeit damit beschäftigt ein Modell der
gestaffelten Beiträge zu entwickeln. Bislang hat der erhöhte Verwaltungsaufwand
und die damit verbundenen Kosten, die dann zusätzlich durch Elternbeiträge
finanziert werden müssten, dazu geführt, eine Staffelung der Beiträge
abzulehnen. Nunmehr hat die Verwaltung mit dem Kreisjugendamt in dieser Sache
Kontakt aufgenommen. Grundsätzlich wäre das Kreisjugendamt bereit eine
einkommensabhängige Beitragsprüfung für die Stadt Wegberg durchzuführen. Die
Kosten hierfür würden dann mit der Stadt Wegberg auch spitz abgerechnet und
durch Elternbeiträge finanziert werden.
Die Verwaltung wird auf dieser Grundlage verschiedene
Modelle entwickeln, die dann im Ausschuss für Bildung Kultur, Soziales und
Sport beraten werden sollen.
Für das Schuljahr 2007/2008 soll es unabhängig von den zu
entwickenden Modellen noch bei dem vereinbartem Beitrag von 56,-- bleiben, da die Betreuungsverträge mit den
Eltern bereits geschlossen sind und die Eltern hierauf vertrauen können. Eine
Änderung soll nach den Beratungen zum Schuljahr 2008/09 umgesetzt werden.
1.5 Kinderbildungsgesetz - KiBiz
Am 22. Mai 2007 hat die Landesregierung den
"Gesetzentwurf zur frühen Bildung und Förderung von Kindern
(Kinderbildungsgesetz)" verabschiedet und dem Landtag zugeleitet. Mit dem
Kinderbildungsgesetzes sollen vielfältige Verbesserungen für Kinder und Eltern
- mehr Geld, mehr Betreuung, mehr Bildung für Kinder und Eltern- erreicht
werden. Auch die Vereinbarkeit von Familie und Beruf soll damit verbessert
werden. Am 01.01.2008 soll dieses neue Gesetz in Kraft treten und ab dem
Kindergartenjahr 2008/09 in den Betreuungseinrichtungen umgesetzt werden.
In dem neuen Gesetz sind auch neue Formen der Betreuung
angedacht, die wesentlich flexibler als bislang eine Betreuung sicherstellen
sollen. Die unterschiedlich strukturierten Betreuungsgruppen sollen jeweils
mit unterschiedlichen Öffnungszeiten
bedarfsgerecht angeboten werden. Die Anfangs- und Endzeiten kann jede
Einrichtung flexibel gestalten.
Das Kreisjugendamt ist nun gefordert diese neue Struktur
bedarfs- und kostengerecht umzusetzen. Zu diesem Zwecke soll noch in diesem
Jahr eine genaue Bedarfsabfrage bei den Eltern von Kindern im Alter von 0-5
Jahren erfolgen. Diese Umfrage ist in Vorbereitung.
Die Verwaltung beabsichtigt die Entwicklung in der nächsten
Sitzung des Ausschuss für Bildung Kultur, Soziales und Sport zu diskutieren,
soweit bis dahin verlässliche Daten und Beschlüsse der Landesregierung
vorliegen.
1.6 Zuschussantrag des TC Arsbeck Büch
Der TC Grün-WeißArsbeck e. V. hat mit Datum vom 16. Juli 2007 einen Antrag
auf Zuschuss zu den Betriebskosten des vereinseigenen Heimes gestellt. Die
Verwaltung beabsichtigt diesen Zuschussantrag im Sinne der vergleichbaren
Regelungen mit anderen Sportvereinen zu behandeln.
Hierzu fehlen der Verwaltung jedoch die erforderlichen
Unterlagen, die vom Verein angefordert werden sollen.
Nach Vorlage der erforderlichen Unterlagen wird in der
nächsten Sitzung des Ausschuss für Bildung Kultur, Soziales und Sport eine
entsprechende Vorlage eingebracht.
