Mitteilungsvorlage - VO/3528/16
Grunddaten
- Betreff:
-
Quartiersentwicklung Wegberg
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Büro des Bürgermeisters
- Finale Freigabe:
- Esser, Lothar
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Stadtentwicklung und -planung (STEP)
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Entscheidung
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05.04.2016
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Sachverhalt
Sachverhalt:
A Bericht zum Sozialraum-Monitoring
Das Geographische Institut der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen stellte in einer gemeinsamen Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales sowie des Jugendhilfeausschusses des Kreises Heinsberg am 09.11.2015 die Ergebnisse des ersten Sozialraum-Monitoring für den Kreis Heinsberg vor. Der Bericht kann auf der Internetseite des Kreises Heinsberg abgerufen werden.
Nach Auffassung des Kreises bietet der Bericht „eine belastbare Grundlage dafür, um im Rahmen von Sozialraumorientierung ein jeweils maßgeschneidertes integriertes Handlungskonzept für Sozialräume zu entwickeln, das ggfs. in einen wirkungsorientierten Steuerungskreislauf implementiert werden kann.“
Die Verwaltung hat in der Vorlage zur Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und –planung am 29.09.2015 darüber informiert, dass die Stabsstelle Demografischer Wandel und Sozialplanung beim Kreis Heinsberg die Ergebnisse präsentieren wird.
B Revitalisierung der Innenstädte kleiner Mittelzentren – Entwicklung von Bewertungsansätzen und Ableitung von Empfehlungen für die Stadt Wegberg
Sicherung und Ausbau des Wirtschafts- und Gewerbestandortes Wegberg ist eines der strategischen Ziele, die der Rat der Stadt Wegberg am 16.06.2015 beschlossen hat.
Innerhalb der „Lokalen Ökonomie“ als Handlungsfeld der Quartiersentwicklung hat Herr Ralf Jackels aus Wegberg auf Einladung des Bürgermeisters in Absprache mit dem Ausschuss für Stadtentwicklung und –planung im Herbst letzten Jahres die Erkenntnisse aus seiner Masterarbeit unter dem Thema „Revitalisierung der Innenstädte kleiner Mittelzentren – Entwicklung von Bewertungsansätzen und Ableitung von Empfehlungen für die Stadt Wegberg“ vorgestellt. Aus den von Herrn Jackels aufgezeigten Handlungsempfehlungen ergeben sich neben den Empfehlungen für den Einzelhandel auch Ansatzpunkte für die Verwaltung. Beispielsweise sind hier die Ausschilderung des Stadtzentrums, der Parkplätze, aber auch eine konzeptionelle Anpassung des Wochenmarktes genannt. Die Verwaltung möchte die Empfehlungen mit den Beteiligten besprechen und entsprechende Konzepte entwickeln.
C Bildung von Quartiersinitiativen
Die Veränderungen beginnen vor Ort, in den gewachsenen Ortsstrukturen, in den Stadtteilen. So versteht die Stadtverwaltung Arbeit im Quartier. Unter Umständen kann es bei speziellen Fördermaßnahmen erforderlich werden, den Begriff noch enger zu fassen und auf spezielle Straßenzüge oder abgegrenzte Wohnbereiche zu beschränken. Für die weitere praktische Arbeit setzt die Verwaltung aber bei den einzelnen Ortschaften im Stadtgebiet an. Die Quartiersarbeit für die Innenstadt / Wegberg-Mitte ist ein eigenständiges Handlungsfeld.
Ein Ansatzpunkt praktischer Arbeit ist, dass sich die vor Ort Aktiven in „Quartiersinitiativen“ zusammenschließen. Beispielhaft findet man folgende Aufgabeninhalte solcher Initiativen:
Entwicklung von kooperativen Verfahren, die Grundstücks- und Immobilieneigentümer, Dienstleister, Handel und Gewerbe, Nutzerinnen und Nutzer im Projektgebiet, sowie Dritte im eigenverantwortlichen und koordinierten Handeln unterstützen
Initiierung privatwirtschaftlicher Aktivitäten und Investitionen, insbesondere um günstige Rahmenbedingungen für private Investitionen zu schaffen
Verbesserung der Aufenthaltsqualität mit Hilfe von investiven Maßnahmen, insbesondere zur Gestaltung des öffentlichen Raums
Erprobung von Maßnahmen und Instrumente freiwilliger Partnerschaften vor Ort
Schaffung beispielhafter und innovativer Konzepte zur Quartiersentwicklung
Stärkung der Nutzungsvielfalt, Wettbewerbsfähigkeit, Vitalität und Identifikation
Vermeidung / Beseitigung von Gebäudeleerstand
Die Stabsstelle für Quartiersentwicklung kann auf vorhandene Strukturen wie beispielsweise die Dorfausschüsse zurückgreifen und möchte das Gespräch mit den vor Ort engagierten Vereinen und Personen suchen. Sie wird hierbei bei den gesamten Handlungsfeldern der Quartiersentwicklung ansetzen (siehe hierzu den Bericht zur Quartiersentwicklung im Ausschuss für Stadtentwicklung und –planung vom 29.09.2015, TOP 1.12).
Finanz. Auswirkung
Kosten und Finanzierung:
Die Personalaufwendungen für die Quartiersentwicklung sind im Haushalt 2016 beim Produkt 09.02.01 Städtebauliche Sanierung und Entwicklung veranschlagt worden. Für die Präsentationen des Kreises Heinsberg entstehen keine zusätzlichen Aufwendungen.
Die mit den beabsichtigten Maßnahmen verbundenen Kosten werden zu gegebener Zeit in den Beratungsvorlagen ausgewiesen.
Alternativen:
Keine
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
1. | Der Ausschuss für Stadtentwicklung und –planung nimmt die in der Sitzung präsentierten Ergebnisse zum Sozialraum-Monitoring zur Kenntnis und beauftragt die Verwaltung konkrete Handlungsvorschläge zu erarbeiten und dem Ausschuss vorzustellen |
2. | Der Ausschuss für Stadtentwicklung und –planung beauftragt die Verwaltung damit, die Handlungsempfehlungen für die weitere Entwicklung der Innenstadt auf Umsetzbarkeit zu überprüfen und dem Ausschuss ggfs. Vorschläge hierfür zu unterbreiten. |
3. | Der Ausschuss für Stadtentwicklung und –planung nimmt die von der Verwaltung mitgeteilten Aktivitäten für die weitere praktische Quartiersarbeit (Quartiersinitiativen) zur Kenntnis. |
