Entscheidungsvorlage - VO/3608/16

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes hatte die FDP-Fraktion vorgeschlagen, dass in Zusammenarbeit mit der Schulleitung des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums neue Betreibermodelle der Schulbibliothek erarbeitet werden sollen. Dabei sollte das Ziel sein, die Personalkosten in diesem Bereich deutlich zu reduzieren. Nach Meinung der FDP-Fraktion sind Schülergenossenschaften, eine Selbstverwaltung der Schülervertretung, Elterninitiativen u.Ä. zur Sicherstellung der Aufgaben einer Schulbibliothek denkbar. Zur Finanzierung eines neuen Betreibermodells könne nach Ansicht der FDP-Fraktion ein Teil der Personalkosten-Einsparung als Betriebskostenzuschuss auch zukünftig gezahlt werden, um so ein Modell darstellbar zu gestalten.

 

In den Haushalten 2015 und 2016 sind Kennzahlen zur Schulbibliothek vermerkt, die ohne entsprechende Erläuterungen zu falschen Schlüssen führen können. So ist z.B. die Kennzahl „Zuschussbedarf je Entleihung inkl. Personalkosten“ eine Größe, die keinerlei Aussagekraft besitzt. Dies wäre nur der Fall, wenn es sich bei den Ausleihungen um das Kerngeschäft der Schulbibliothek handeln würde. Dies ist jedoch nicht so.

 

Die Schulbibliothek ist in den Räumen des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums untergebracht, steht aber allen Kindern und Jugendlichen offen, die im Schulzentrum unterrichtet werden. Die Bibliothek unterhält einen Medienbestand von über 10.000 Medien, die katalogisiert zur Ausleihe, zur Ansicht, für Recherchen und für Facharbeiten vorgehalten werden. Die Unterrichtskonzeption sieht vor, innerhalb des Fachunterrichtes bei speziellen Fragen entsprechende Recherchen durchzuführen. Hierzu werden kleine Arbeitsgruppen während des Unterrichtes in die Bibliothek geschickt, die mit einem Ergebnis vor Ende der Stunde wieder in der Klasse erscheinen und dieses präsentieren. Die Notwendigkeit einer Bibliothek –insbesondere für eine gut ausgestattete Oberstufe- wird soweit auch von der beantragten Fraktion nicht in Frage gestellt. Dies ist ein unbedingter Standortfaktor für das Gymnasium im Schulzentrum.

 

Die Mitarbeiterinnen der Schulbibliothek haben über eine Buchausleihe hinaus weitere Aufgaben im Rahmen einer Präsenzbibliothek:

 

  • Sicherstellen der Öffnungszeiten,
  • Überwachung des angeschlossenen Selbstlern- und Recherchezentrum für elektronische Medien mit 30 PC-Einheiten,
  • Organisation der Grundschulbibliothek in der Erich Kästner Grundschule mit „Bücherkistenversand an die übrigen Grundschulen“
  • Einführung der Fünftklässler in die Buchausleihe,
  • Hilfestellung bei der Buchauswahl,
  • Organisation der Fernleihe für Facharbeiten (Kooperation mit der Stadtbücherei Erkelenz),
  • Beschaffung neuer Medien in Absprache mit den Schulleitungen und
  • Organisation von Projekten in der Bibliothek.

 

In den Nachbarkommunen mit eigenem Gymnasium ist eine ähnliche Konstellation der Bibliotheksbetreuung eingerichtet. So sorgen in Erkelenz und in Hückelhoven ebenfalls städtische Mitarbeiter –dort auch mit mehr Stundenanteilen- für den Betrieb einer Schulbibliothek.

 

Von der Schulleitung des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums wurde berichtet, dass es im Jahr 2014 bereits zu erheblichen Elternprotesten gekommen war, als die Bibliothek während einer Stellenbesetzungssperre nicht besetzt war. Seinerzeit hat es seitens der Schule bereits eine Initiative gegeben, Eltern zur ehrenamtlichen Mitarbeit in der Bibliothek zu bewegen. Diese ist leider ohne Erfolg geblieben. Eine Mitarbeit als reine „Aufsicht“ und ohne Verantwortung für den Medienbestand und die Organisation der Schulbibliothek wird als nicht zielführend angesehen.

 

Die Bibliothek ist im Konzept des Maximilian-Kolbe-Gymnasium stark verwurzelt. Flüchtlinge, die dort an Sprachkursen teilnehmen, können während der Öffnungszeit auch Selbstlernprogramme benutzen.

 

Auch Schülerinnen und Schüler, die zu Hause keinen Zugang zum Internet besitzen, können dort außerhalb der Schulzeiten und in Pausen Projekte vorbereiten und Recherchen anstellen. Dies wird in hohem Maße auch wahrgenommen.

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

Durch den Beschluss ergeben sich keine unmittelbaren Aufwendungen.

 

Alternativen:

Alternativen werden von der Verwaltung nicht vorgeschlagen.

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport schlägt dem Rat vor, die Schulbibliothek in der bisherigen Form weiter zu betreiben.

 

Soweit personelle Veränderungen in der Schulbibliothek eintreten oder sich andere Alternativen zur jetzigen Betreiberform ergeben, soll die Verwaltung Organisationsänderungen mit den beteiligten Schulen diskutieren.

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