Entscheidungsvorlage - VO/4252/17

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Die SPD-Fraktion hat mit Datum vom 30.06.2017 den als Anlage beigefügten Antrag gem. § 2 der Geschäftsordnung des Rates gestellt: „Sharing Economy“.

Sharing Economy ist ein Begriff für Firmen und Geschäftsmodelle und bezieht sich auf das Bereitstellen von Gütern, Dienstleistungen und Wissen, bei denen der Gemeinschaftskonsum im Mittelpunkt steht. Ziele und Merkmale des Sharing Economy sind, dass die nachgefragten Güter nicht zum eigenen Hab und Gut werden, sondern diese nur vorübergehend durch Dritte bereitgestellt werden. Teilen gehört zu den Grundlagen einer Gesellschaft. Es schafft gemeinsame Werte, die jeder Einzelne nicht erbringen kann. Dabei zu unterscheiden sind Angebote, die auf die Erzielung von Gewinnen ausgerichtet sind aber auch Angebote von Unternehmen oder Menschen, die damit ein soziales Engagement verbinden und kostenfrei sind.

Die Nachfrage nach Gütern im Bereich „Sharing Economy“ wird vor allem durch soziale Netzwerke und soziale Medien wie z.B. die Homepage eines Unternehmens oder speziell eingerichtete Sharing Plattformen verbreitet. Gerade junge Menschen nutzen das Angebot. Beispielhaft sind die Unterkunftsplattformen Airbnb und Couchsurfing, die in rasanter Weise in den vergangenen beiden Jahren ihr Angebot und die Nachfrage erweitern konnten.

Auch das Teilen von Kraftfahrzeugen ist zu einem bedeutenden Sektor geworden, wie z.B. Mitfahrplattformen wie pendlernetz.de oder pendlerportal.de. Autos für kurze Zeit zu mieten auch direkt an der Straße (Free-Floating) ist mittlerweile zumindest in den größeren Städten über kommerzielle Angebote (z.B. Snappcar oder drivy.de) möglich. Auch im medialen Bereich finden Sharing Angebote immer mehr Zustimmung (z.B. Spotify, Netflix, Apple Music etc.) 

Wie weit verbreitet die „Sharing Economy“ in NRW sind, welche Chancen und Risiken sie birgt und welche politischen Schlussfolgerungen sich daraus ergeben, hat das NRW Wirtschaftsministerium in 2016 durch das Institut der deutschen Wirtschaft untersuchen lassen. Die Nachfrage wird in den kommenden Jahren weiter steigen. In NRW werden zwischen 1 Mio. bis 6,7 Mio. Nutzer gezählt. Der sinnvolle und wichtige Vorgang des Teilens ist nicht ohne Kritik. Gerade Unternehmen sehen in privaten Angeboten oftmals eine Konkurrenz, da durch ein „Teilen“ weniger Waren gekauft werden. Aber gerade unter dem Aspekt der endlichen Ressourcen und aus Umweltgründen ist Sharing Economy ein wichtiger Bestandteil in unserer Gesellschaft und sollte weiter ausgebaut werden.

Um das wichtige Thema in unserer Stadt aufzugreifen, schlägt die Verwaltung vor, auf der Homepage der Stadt und damit auch auf der gespiegelten Wegberg APP unter der Rubrik „Leben in Wegberg“ einen zusätzlichen Reiter mit der Bezeichnung „Sharing Economy“ einzustellen. Hier soll zunächst eine Begriffserläuterung erfolgen mit dem Hinweis, dass Sharing Economy eine wichtige ökonomische Aktivität ist, die es gilt auch in unserer Stadt weiter auszubauen. Es sollen die Angebote, die es bereits in der Stadt gibt, aufgeführt werden. Hierzu gehören die City-Trödelmärkte in den Sommermonaten in der Innenstadt, Flohmärkte in der Stadt, Second-Hand-Angebote, Fundsachenversteigerungen, Kleiderkammern, Möbellager.

Gleichzeitig soll auch in einer allgemeinen Information auf die Profit-Angebote von überregionalen Unternehmen hingewiesen werden. Die unterschiedlichen Sektoren, wie z.B. Unterkunftsangebote, Mobilität, Dienstleistungen, Finanzdienstleistungen, Güter und Medien sollen als Oberbegriff erwähnt werden. Aufgrund der Neutralität der Stadt wird auf eine Nennung von Firmen oder deren Homepage verzichtet.

Die Verwaltung schlägt weiter vor darauf hinzuweisen, dass auch neue non profit Sharing-Angebote der Verwaltung mitgeteilt werden können, die nach Prüfung entsprechend auf der Homepage eingepflegt werden.

 

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

Keine. Die Erstellung der zusätzlichen Informationen auf der Homepage erfolgt im Rahmen der regelmäßigen Pflege der Homepage durch die Verwaltung.

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss beschließt, die von der Verwaltung vorgeschlagene Umsetzung des Themas „Sharing Economy“ auf der Homepage und App der Stadt vorzunehmen. Neben einer begrifflichen Erläuterung und dem Hinwies auf die Wichtigkeit dieser Bewegung sollen entsprechende bestehende Angebote dargestellt werden. Neue non profit Angebote, von denen die Verwaltung erfährt, werden künftig ergänzt.  

 

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Anlagen

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