Entscheidungsvorlage - VO/0086/18
Grunddaten
- Betreff:
-
Grenzlandringbad Wegberg hier: Untersuchungsergebnis und weitere Verfahrensweise
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Bildung und Soziales
- Finale Freigabe:
- Pint, Gerd
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Tourismus, Kultur, Sport und Verkehr (TKSV)
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Entscheidung
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17.04.2018
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Der Rat hatte am 19.12.2017 die Entscheidung zur Auftragsvergabe „Beratungsleistung Hallenbad“ an sich gezogen und beschlossen, diesen Auftrag an die Firma Altenburg Unternehmensberatung GmbH aus Düsseldorf zu vergeben. Mit diesem Beratungsauftrag sollte –entsprechend dem Diskussionsverlauf in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport am 15.11.2016- erreicht werden, einerseits das Grenzlandringbad zu erhalten aber auch anderseits den Zuschussbedarf zu senken.
Die Firma Altenburg Unternehmensberatung GmbH hat nach diesen Vorgaben und auf der Grundlage belastbarer Daten, die die Verwaltung zusammengestellt hat, die Situation um das Grenzlandringbad untersucht. Das Untersuchungsergebnis liegt für die Ausschussmitglieder in Form eines Strategiekonzeptes dieser Vorlage digital bei.
Herr Dietmar Altenburg wird in der Sitzung das Ergebnis seiner Untersuchung in einem Power-Point-Vortrag dem Ausschuss vorstellen und die ermittelten Handlungsempfehlungen erläutern. Hiernach besteht die Möglichkeit Fragen zu stellen.
Das Gutachten zeigt im Ergebnis ein Einsparpotential auf. Es wird aber auch dargestellt, dass das erzielbare Potential begrenzt ist und eine angemessene Bezuschussung weiter erforderlich sein wird. Die Verwaltung beabsichtigt, die Handlungsempfehlungen aufzugreifen und dem Ausschuss in der nächsten Sitzung konkrete Vorschläge zur Umsetzung zu unterbreiten. Insbesondere die Punkte Eintrittsgelder, Vereinsbeteiligungen und Schulverrechnungsbeträge sollen hierbei aufgegriffen werden.
In der Sitzung des Rates am 20.12.2016 war beschlossen worden, einen runden Tisch „Zukunft des Hallenbades“ unter Beteiligung der DLRG, der Freien Schwimmer, des Stadtsportverbandes und Vertretern der Politik einzurichten. Ziel des Rundes Tisches sollte es sein, alternative Betreiberformen auf Umsetzungsmöglichkeiten hin zu bewerten. Dabei sollte auch eine mögliche Vermietung von Teilen des Gebäudes (z.B. ehemalige Cafeteria) weiterverfolgt werden. Diese Verfahrensweise hat sich aus Sicht der Verwaltung durch das Gutachten erledigt, da hier alle möglichen Betreiberformen und auch die Verwertung der Räume der ehemaligen Cafeteria beleuchtet und bewertet werden.
In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Vergaben am 08.11.2016 wurde über den Rückbau der Turnhalle an der Realschule unter Vorlage VO/3807/16 beraten und beschlossen. Die Turnhalle ist zwischenzeitlich entsprechend dem Beschluss aufgegeben, die Toilettenanlage wird noch solange genutzt, bis die Toilettenanlage im Gebäude der Realschule renoviert ist. Die Turnhalle, die einen großen Instandsetzungsaufwand gehabt hätte, konnte nur aufgegeben werden, weil das Hallenbad existiert. Nur durch Anrechnung der dort von den Schulen genutzten Bad-Zeiten können die Sportstunden, die durch Lehrplan festgelegt sind, im Innenring gewährleistet werden.
Für die Wegberger Schülerinnen und Schüler muss es weiter möglich sein, das Schwimmen zu erlernen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die erforderlichen Kenntnisse zu vermitteln und so einen wirksamen Schutz gegen den Ertrinkungstod sicherzustellen. Dies kann nur durch öffentliche Stellen und in Zusammenarbeit mit den Vereinen und Schulen erreicht werden. Wie eine Befragung der Nachbarstädte ergeben hatte, ist eine Verlagerung von Schul- und Vereinsschwimmen in andere Bäder nicht möglich.
Auch aus touristischer Sicht ist ein Hallenbad weiter sinnvoll. Ganz aktuell hat sich z.B. eine Gruppe mit rund 450 Kindern zu einem mehrtägigen Aufenthalt in Wegberg entschieden. Nicht zuletzt auch deshalb, weil hier der Besuch des Schwimmbades außerhalb der Öffnungszeiten als „Event“ möglich gemacht wurde. Auch die Kombination Wohnmobilstellplatz und Hallenbad wird von den Besuchern gerne in Anspruch genommen.
Das Hallenbad gehört als Teil der sozialen Infrastruktur -wie ein guter Schulstandort oder eine gute Versorgung mit Kindertagesstättenplätzen- zu den sogenannten weichen Standortfaktoren.
Die Verwaltung spricht sich daher weiter für einen Erhalt des Grenzlandringbades aus.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Ausschuss für Tourismus, Kultur, Sport und Verkehr nimmt das Gutachten zur Kenntnis und spricht sich weiter für den Erhalt des Hallenbades aus. Die Verwaltung wird beauftragt, die Regelungen der Verrechnungsbeträge für Schulen und Vereine und der Eintrittsgelder zu überarbeiten und in einer Vorlage aufzubereiten Die weiteren Handlungsempfehlungen sollen geprüft und ebenfalls in einer Vorlage aufbereitet und in die Beratung eingebracht werden.
