Entscheidungsvorlage - VO/0651/07
Grunddaten
- Betreff:
-
Errichtung einer gemeinsamen Mensa im Schulzentrum; Grundsatzentscheidung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Erste Beigeordnete / Dezernat III
- Finale Freigabe:
- Fabry, Rudolf
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Wegberg
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Entscheidung
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18.12.2007
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Sachverhalt
Sachverhalt:
„Der
Unterricht hat sich gewandelt, die Menschen haben sich in ihren Erwartungen und
Ansprüchen verändert, Schule wird immer stärker zum Lebensort. Deshalb müssen
auch unsere Schulgebäude endlich den neuen Anforderungen angepasst
werden.“ So Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des
Landes Nordrhein Westfalen beim Kongress „Schulraum –
Lebensraum!“ der Architektenkammer NRW am 22. März 2007 in Düsseldorf.
Der
Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport hatte in seiner Sitzung am
14. November 2006 bereits im Sinne dieses Leitgedankens der Ministerin die
Verwaltung einstimmig beauftragt, die Einrichtung einer gemeinsamen Mensa im
Schulzentrum zu planen und eine Finanzierung darzustellen, um eine möglichst
schnelle Umsetzung zu erreichen. Die von verschiedenen Planern vorgestellten
Ideen zum Bau einer zentralen Mensa im Schul- und Sportzentrum sind in den
Fachausschüssen diskutiert worden und am 6. November 2007 hat der Ausschuss für
Städtebau, Umwelt und Verkehr beschlossen, dem Rat zu empfehlen, den Auftrag
zur Planung einer zentralen Mensa im Schul- und Sportzentrum an das
Architekturbüro Dr. Schrammen aus Mönchengladbach zu vergeben (siehe
Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil). Bei den Gesprächen mit den
Schulleitern (Frau Viethen von der Realschule Wegberg, Herr Schreier von der
Hauptschule, demnächst Ganztagshauptschule und Herr Meersmann vom Gymnasium)
wurde von diesen ein sehr dringender Bedarf für den Bau einer Mensa im Schul-
und Sportzentrum mehrfach erläutert. Herr Meersmann hat für das Gymnasium
folgende vorsichtige Schätzung abgegeben:
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Schuljahr
2007/2008 |
180 Kinder an 5 Tagen |
bis zu 40 pro Tag |
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Schuljahr
2011/2012 |
1000 Kinder an 5 Tagen |
bis zu 200 pro Tag |
Die
Prognose bezieht sich ausschließlich auf den Bedarf am Gymnasium Wegberg.
Erfahrungen an Schulen, die bereits eine Übermittag-Betreuung eingeführt haben,
zeigen, dass rund 1/3 aller Schülerinnen und Schüler ein Mittagessen in einer
Schulmensa zu sich nehmen. Im Schulzentrum Wegberg (Grundschule, Hauptschule,
Realschule und Gymnasium) werden zurzeit rund 3000 Schülerinnen und Schüler
unterrichtet. Hiervon werden jedoch die
Schülerinnen und Schüler der Grundschule nicht in der zentralen Mensa betreut
werden. Erfahrungsgemäß nutzen auch Lehrerinnen und Lehrer Schulmensen. Laut
Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 25. Januar 2006,
welcher sich mit Ganztagsschulen in der Primarstufe und Sekundarstufe I /neue
erweiterte Ganztagshaupt- und Ganztagsförderschulen beschäftigt, ist den
Schülerinnen und Schülern die Einnahme eines Mittagessens oder eines
Mittagsimbisses zu ermöglichen. Gleiches beinhaltet auch der Runderlass des
Kultusministeriums vom 24.06.1992 zur Einführung der 5-Tage-Woche an Schulen,
dort ist unter Abs. 2.4 vermerkt, dass während der Mittagspause für die
Schülerinnen und Schüler, die in der Schule bleiben, Speisen und Getränke für
eine einfache Mahlzeit zum Kauf angeboten werden sollen. Bei der Notwendigkeit
zum Bau einer zentralen Mensa sollte auch beachtet werden, dass durch die
Abschaffung der 13. Klassen im Gymnasium die Nachmittagsunterrichtsstunden bei
Beibehaltung der 5-Tage-Woche zunehmen werden. Neben diesen schulischen
Aspekten sollte auch beachtet werden, dass heute in vielen Familien beide
Elternteile arbeiten müssen bzw. arbeiten möchten. Hier ist auch der
Schulträger gefordert und muss die notwendigen Räumlichkeiten für eine
ausreichende Übermittag-Betreuung zur Verfügung stellen.
Herr
Dr. Steiner von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Heinsberg hat
in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am
27. November 2007 das Leitbild für den Kreis Heinsberg vorgestellt. Er führte
aus, dass angesichts der demographischen Entwicklung und einer zunehmenden
Alterung unserer Gesellschaft, Menschen unter 40 Jahren und vor allem junge
Familien mit Kindern zunehmend zu einem hart umkämpften „knappen
Gut“ – gerade auch im Wettbewerb mit anderen Regionen –
werden. Er führte weiter aus, dass der Kreis sich dieser Entwicklung bewusst
ist und entsprechend handeln wird. Das Label
„Familienfreundlichkeit“ wird im Kreis Heinsberg als Markenzeichen
verstanden – als starker Faktor im Standortwettbewerb mit anderen Regionen. Er sprach von einem Wettbewerb der
Gebietskörperschaften um junge Familien.
Um
in diesem Wettbewerb bestehen zu können, ist die optimale Ausstattung und
Instandhaltung von Kindergärten und Schulen erforderlich.
