Entscheidungsvorlage - VO/0651/07

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

„Der Unterricht hat sich gewandelt, die Menschen haben sich in ihren Erwartungen und Ansprüchen verändert, Schule wird immer stärker zum Lebensort. Deshalb müssen auch unsere Schulgebäude endlich den neuen Anforderungen angepasst werden.“ So Barbara Sommer, Ministerin für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein Westfalen beim Kongress „Schulraum – Lebensraum!“ der Architektenkammer NRW am 22. März 2007 in Düsseldorf.

 

Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport hatte in seiner Sitzung am 14. November 2006 bereits im Sinne dieses Leitgedankens der Ministerin die Verwaltung einstimmig beauftragt, die Einrichtung einer gemeinsamen Mensa im Schulzentrum zu planen und eine Finanzierung darzustellen, um eine möglichst schnelle Umsetzung zu erreichen. Die von verschiedenen Planern vorgestellten Ideen zum Bau einer zentralen Mensa im Schul- und Sportzentrum sind in den Fachausschüssen diskutiert worden und am 6. November 2007 hat der Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr beschlossen, dem Rat zu empfehlen, den Auftrag zur Planung einer zentralen Mensa im Schul- und Sportzentrum an das Architekturbüro Dr. Schrammen aus Mönchengladbach zu vergeben (siehe Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil). Bei den Gesprächen mit den Schulleitern (Frau Viethen von der Realschule Wegberg, Herr Schreier von der Hauptschule, demnächst Ganztagshauptschule und Herr Meersmann vom Gymnasium) wurde von diesen ein sehr dringender Bedarf für den Bau einer Mensa im Schul- und Sportzentrum mehrfach erläutert. Herr Meersmann hat für das Gymnasium folgende vorsichtige Schätzung abgegeben:

 

Schuljahr 2007/2008

180 Kinder an 5 Tagen

bis zu 40 pro Tag

           

 

Schuljahr 2011/2012

1000 Kinder an 5 Tagen

bis zu 200 pro Tag

 

Die Prognose bezieht sich ausschließlich auf den Bedarf am Gymnasium Wegberg. Erfahrungen an Schulen, die bereits eine Übermittag-Betreuung eingeführt haben, zeigen, dass rund 1/3 aller Schülerinnen und Schüler ein Mittagessen in einer Schulmensa zu sich nehmen. Im Schulzentrum Wegberg (Grundschule, Hauptschule, Realschule und Gymnasium) werden zurzeit rund 3000 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Hiervon  werden jedoch die Schülerinnen und Schüler der Grundschule nicht in der zentralen Mensa betreut werden. Erfahrungsgemäß nutzen auch Lehrerinnen und Lehrer Schulmensen. Laut Runderlass des Ministeriums für Schule und Weiterbildung vom 25. Januar 2006, welcher sich mit Ganztagsschulen in der Primarstufe und Sekundarstufe I /neue erweiterte Ganztagshaupt- und Ganztagsförderschulen beschäftigt, ist den Schülerinnen und Schülern die Einnahme eines Mittagessens oder eines Mittagsimbisses zu ermöglichen. Gleiches beinhaltet auch der Runderlass des Kultusministeriums vom 24.06.1992 zur Einführung der 5-Tage-Woche an Schulen, dort ist unter Abs. 2.4 vermerkt, dass während der Mittagspause für die Schülerinnen und Schüler, die in der Schule bleiben, Speisen und Getränke für eine einfache Mahlzeit zum Kauf angeboten werden sollen. Bei der Notwendigkeit zum Bau einer zentralen Mensa sollte auch beachtet werden, dass durch die Abschaffung der 13. Klassen im Gymnasium die Nachmittagsunterrichtsstunden bei Beibehaltung der 5-Tage-Woche zunehmen werden. Neben diesen schulischen Aspekten sollte auch beachtet werden, dass heute in vielen Familien beide Elternteile arbeiten müssen bzw. arbeiten möchten. Hier ist auch der Schulträger gefordert und muss die notwendigen Räumlichkeiten für eine ausreichende Übermittag-Betreuung zur Verfügung stellen.

 

Herr Dr. Steiner von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Heinsberg hat in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung am 27. November 2007 das Leitbild für den Kreis Heinsberg vorgestellt. Er führte aus, dass angesichts der demographischen Entwicklung und einer zunehmenden Alterung unserer Gesellschaft, Menschen unter 40 Jahren und vor allem junge Familien mit Kindern zunehmend zu einem hart umkämpften „knappen Gut“ – gerade auch im Wettbewerb mit anderen Regionen – werden. Er führte weiter aus, dass der Kreis sich dieser Entwicklung bewusst ist und entsprechend handeln wird. Das Label „Familienfreundlichkeit“ wird im Kreis Heinsberg als Markenzeichen verstanden – als starker Faktor im Standortwettbewerb mit anderen  Regionen. Er sprach von einem Wettbewerb der Gebietskörperschaften um junge Familien.

 

Um in diesem Wettbewerb bestehen zu können, ist die optimale Ausstattung und Instandhaltung von Kindergärten und Schulen erforderlich.

 

 

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

Siehe Tagesordnungspunkt im nichtöffentlichen Teil.

 

Alternativen:

-          keine Vorschläge der Verwaltung –

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Rat beschließt, für das Schul- und Sportzentrum eine Mensa auf der Grundlage des Entwurfs des Architekturbüros Dr. Schrammen zu errichten.

 

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