Entscheidungsvorlage - VO/0328/19

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Mit Datum vom 10.10.2019 stellte die SPD-Fraktion den Antrag: „ Die Verwaltung wird beauftragt zu überprüfen, ob die städtischen „Dogstations“ künftig mit biologisch abbaubaren Hundekotbeuteln bestückt werden können.“

 

Die Verwaltung hat daraufhin 3 Angebote bei entsprechenden Anbietern eingeholt.

 

Alle drei angebotenen biologisch abbaubaren Hundekotbeutel bestehen aus unterschiedlichen Materialien.

Ein Hersteller verwendet Biokunststoff, der andere Hersteller Zuckerrohr und der dritte Hersteller verwendet Maisstärke in Verbindung mit natürlichen Ölen.

Preislich liegen die Angebote für die biologisch abbaubaren Hundekotbeutel deutlich höher als für die bisher verwendeten Kunststoffbeutel. Der Preis würde sich um das zweieinhalb- bis vierfache erhöhen.

Alle Anbieter machen darauf aufmerksam, dass durch biologisch abbaubare Hundekotbeuel der Anschein erweckt werden könnte, dass der Hundekot mit diesen Beuteln in der Umwelt entsorgt werden kann oder sogar kompostierbar sei (Biotonne).

Da der Hund aber ein Fleischesser ist, kann es vorkommen, dass der Kot krankheitserregende Keime enthält, welche für Mensch und Tier gefährlich sein können.

Hundehaufen sind also als Restabfall zu entsorgen. Oberstes Ziel bleibt weiterhin eine ordnungsgemäße Entsorgung des Hundekots. Die Verwendung biologisch abbaubarer Beutel ist in erster Linie eine „Plastikvermeidungsmaßnahme“ für den Fall, dass die Hundekotbeutel unsachgemäß in die Umwelt gelangen.

 

Ein Anbieter machte auch darauf aufmerksam, dass aktuell eine Herstellung von 100 % zersetzungsfähigen Beuteln technisch nicht machbar ist. Der sogenannte „abbaubare Bio-Beutel“ bestehe leider nicht nur aus nachwachsenden Rohstoffen. Er enthalte auch PE-Anteile, um die Nässe- und Reißfestigkeit des Beutels zu erhöhen. In Kompostieranlagen müssten solche Beutel mühsam entfernt werden.

Laut dem Umweltbundesamt sind biobasierte Kunststoffe noch längst nicht umweltfreundlicher als herkömmliche Kunststoffe.

https://www.umweltbundesamt.de/themen/tueten-aus-bioplastik-sind-keine-alternative

 

Die Verwaltung möchte auf Grund der deutlich höheren Preise, der Tatsache, dass Hundekot nicht kompostiert werden darf und die Umweltbilanz biologisch abbaubarer Hundekotbeutel nicht eindeutig positiv ausfällt, von der Beschaffung biologisch abbaubarer Varianten absehen.

 

Eine gute vor allem auf Nachhaltigkeit ausgelegte Alternative zu den biologisch abbaubaren Hundekotbeuteln stellen Beutel dar, die aus recycelten Materialien stammen. Für die Herstellung dieser Hundekotbeutel werden keinerlei Neufolien verarbeitet, sondern der Kunststoff hierfür wird durch Wiederverwertung von entsorgtem Plastik gewonnen.

Hierfür wurden auch Angebote bei den drei Firmen eingeholt.

Eine Firma bietet diese Beutel als ihr Grundmodell an. 250.000 Beutel kosten 1.733,83 € brutto.

Das günstigste Angebot für die herkömmlichen Hundekotbeutel liegt bei 1.492,26 €. (Dies ist der gleiche Preis, für den im Februar 2019 Hundekotbeutel bestellt wurden.)

Also würden hier nur geringe Mehrkosten in Höhe von 241,57 € anfallen.

 

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Haupt- und Finanzausschuss beauftragt die Verwaltung, zum jetzigen Zeitpunkt von einer Umstellung auf biologisch abbaubare Hundekotbeutel abzusehen.

 

Der Haupt- und Finanzausschuss beauftragt die Verwaltung vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeit und des sehr guten Preis-/ Leistungsverhältnisses beim nächsten Auftrag Hundekotbeutel aus recycelten Materialien zu bestellen.

 

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Anlagen

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