Entscheidungsvorlage - VO/0338/19
Grunddaten
- Betreff:
-
Theaterabonnement der Stadt Wegberg Weitere Entwicklung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Bildung und Soziales
- Finale Freigabe:
- Pint, Gerd
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Haupt- und Finanzausschuss (HFA)
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Entscheidung
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03.12.2019
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Am 10.07.2018 hatte der Rat entschieden, die Preise für das Theaterabonnement der Stadt auch in Bezug auf die Leistungsstunden im Bauhof und in der Verwaltung kostendeckend anzupassen und den Konsolidierungsbeitrag der HSK Maßnahme von 8.000,00 € auf 13.000,00 € neu festzusetzen.
Durch die hierdurch erforderliche Preisanpassung ist die Zahl der Abonnenten deutlich von 310 auf 241 zurückgegangen. Auch der Einzelkartenverkauf hat sich von 327 Stück auf 115 Stück verringert. In der Folge kam es zu deutlich geringeren Einnahmen, so dass im abgelaufenen Abonnement nicht einmal der bislang erzielte Konsolidierungsbeitrag erreicht werden konnte. Hierüber wurde bereits im Fachausschuss berichtet.
Nach den vorliegenden aktuellen Zahlen für die abgelaufene Saison (2018/2019) ist die Prognose der Einnahmen für die nun laufende Saison (2019/20) angepasst worden. Im Haushaltsplanentwurf 2020 sind daher Einnahmen beim Produkt 04 01 00 in Höhe von 23.500,00 € vorgesehen. Für die Spielsaison 2017/18 waren noch Einnahmen in Höhe von 34.488,00 € erzielt worden.
Mit Stimmenmehrheit hatte der Haupt- und Finanzausschuss in seiner Sitzung am 09.04.2019 die Verwaltung beauftragt, folgende Prüfungen als Alternative zum bisherigen Theaterabonnement durchzuführen:
- „Bedarfsprüfung eines Bustransfers zu auswärtigen Veranstaltungen“
Um beurteilen zu können, ob die Wegberger Abonnenten als Alternative eine organisierte Theaterfahrt in eine andere Stadt als Angebot wahrnehmen würden, hat die Verwaltung bei der ersten Veranstaltung des Theaterabonnements der Spielzeit 2019/2020 am 06.11.2019 eine schriftliche Abfrage durchgeführt.
Von den insgesamt 255 Besucherinnen und Besuchern haben 153 den Fragebogen ausgefüllt. 2 Fragebögen sind noch verspätet nachgereicht worden. 117 Abonnenten haben angegeben, kein Interesse an einem organisierten Besuch von Veranstaltungen in Nachbarstädten zu haben.
38 Abonnenten haben grundsätzliches Interesse geäußert, aber sehr unterschiedliche Aussagen zu möglichen Veranstaltungsorten getroffen. 26 dieser 38 Besucherinnen und Besucher wären bereit, zusätzlich zum Eintrittspreis auch die Kosten eines Bustransfers zu zahlen.
Zu den Veranstaltungsorten gab es folgende Präferenzen der 38 Abonnenten mit grundsätzlichem Interesse (Mehrfachnennungen waren möglich):
Rheydt 35 Personen
Brüggen: 2 Personen
Erkelenz und Hückelhoven: 1 Person
Düsseldorf, Essen, Aachen, Köln: 2 Personen
Wegberg: 7 Personen
Folgende Kommentare wurden zusätzlich auf den Fragebögen vermerkt:
- „Die Stadt Wegberg hat eine Verpflichtung zur Förderung der Kultur“
- „Wir gehen dahin, weil es in Wegberg ist“
- „Weil man nicht fahren muss“
- „Das Konzept muss überarbeitet werden, damit wieder mehr Besucher kommen“
- „Es benötigt mehr Werbung, auch junge Leute müssen begeistert werden!! Mehr Außenwerbung für kulturelle Veranstaltungen“
- „Kultur ist nie kostendeckend“
- „Wegberg entwickelt sich zur Schlafstadt“
- „Der Vorschlag von auswärtigen Theaterbesuchen wäre keine Alternative – das Theater wurde systematisch kaputt gemacht“
- „Wegberg kriegt auch alles kaputt“
- „Es gilt das Forum zu nutzen“
- „Das Forum muss ausgelastet werden, die Kosten fallen ohne die Theateraufführungen noch höher aus“
Eine Abonnentin hat einen Brief eingereicht, in dem sehr ausführlich für eine Beibehaltung des Abos in der bisherigen Form plädiert wurde. Dieser Brief liegt der Vorlage als Anlage bei.
Fazit:
Eine organisierte Teilnahme an auswärtigen Veranstaltungen erscheint aufgrund des geringen und unterschiedlichen Interesses nicht umsetzbar.
- „Prüfung Zusammenarbeit mit den Nachbarstädten Erkelenz und Hückelhoven“
Mit den Nachbarstädten wurde Kontakt aufgenommen. Hierbei wurde jedoch klar, dass jede Stadt ihr eigenes Konzept zur Durchführung von Theater-Veranstaltungen hat. Die Nachbarstädte gaben an, dass die Vorstellungen gut besucht seien und die Theaterkarten auch subventioniert würden. So kostet beispielsweise eine Abonnementkarte für 6 Veranstaltungen in der Erkelenzer Stadthalle 54,00 – 84,00 €, je nach Sitzplatzkategorie. Eine Eintrittskarte für eine Veranstaltung in Hückelhoven kostet 20,00 €. Dies liegt deutlich unter den Preisen in Wegberg.
Es besteht die Möglichkeit für die Stadt Wegberg ganze Kartenkontingente zu buchen. Dies kann aber nicht zu einseitig subventionierten Preisen erfolgen. Hier müssten die jeweiligen Subventionsbeträge von der Stadt Wegberg anteilig übernommen werden. Damit würde diese Art des Theaterbesuchs aber für die Nutzer aus Wegberg noch teurer, soweit der Subventionsbetrag nicht von der Stadt Wegberg übernommen würde. Dies ist aufgrund der geltenden Beschlüsse (Kostendeckung) nicht zu erwarten. Hinzurechnen müsste man außerdem noch die Kosten einer Beförderung. Es erscheint sehr unrealistisch, dass Theaterbesucher dieses Angebot annehmen würden.
Eine Zusammenarbeit z.B. dergestalt, dass eine Theateraufführung im Wege der Kooperation an zwei Spielorten gespielt wird, ist nicht umsetzbar, da das Interesse der Städte das ist, jeweils die eigene Veranstaltungsstätte auszulasten und es natürlich auch um die Attraktivität des örtlichen kulturellen Angebotes geht. Synergieeffekte könnten höchstens durch bessere „Einkaufspreise“ erzielt werden. Nachlässe bei den Preisverhandlungen werden aber bereits derzeit in Wegberg schon erreicht, weil bislang alle Veranstaltungen des Abonnements jeweils bei einem Anbieter gebucht wurden.
Fazit:
Eine Zusammenarbeit mit anderen Städten bietet in Bezug auf Theaterveranstaltungen wenig Vorteile, bessere Preise beim Einkauf der Veranstaltungen müssten abgewartet werden.
- „Prüfung eines möglichen Sponsorings“
Dieser Prüfungsauftrag ist noch nicht abgeschlossen.
Es wurde mit Firmen und öffentlichen Einrichtungen Kontakt aufgenommen. Ein auf Dauer angelegtes Theaterabonnement ist mit nur einmalig zugesagten Spenden nicht planbar. Insoweit werden die Gespräche mit Ziel auf ein längerfristiges Engagement der Sponsoren geführt. Diese Gespräche laufen noch.
Nach der letzten Theaterveranstaltung hat sich ein Abonnent gemeldet, der sich um ein Sponsoring der Veranstaltungen kümmern will. Hier sind ebenfalls noch weitere Gespräche zu führen.
Im Haushaltsentwurf 2020 sind wieder Mittel für das Theaterabonnement eingestellt, die der tatsächlichen Entwicklung der Einnahmen und Ausgaben angepasst wurden.
Fazit:
Bevor Verträge für die neue Spielzeit 2020/2021 abgeschlossen werden, sollen die Ergebnisse eines möglichen Sponsorings abgewartet und dem Fachausschuss vorgestellt werden. Dort soll dann über die Weiterführung des Theaterabonnements der Stadt Wegberg entschieden werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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514,7 kB
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