Entscheidungsvorlage - VO/0701/08

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Der Wohnmobilplatz Wegberg ist am 11. Februar 2004 als erster Wohnmobilplatz im Kreis Heinsberg offiziell seiner Bestimmung übergeben worden und erfreut sich seit diesem Zeitpunkt einer ständig wachsenden Beliebtheit. Die Vermarktung des Platzes in den Zeitschriften „Pro Mobil“, die den Platz mit „gut“ bewertet hat,  „ReiseMobil am Niederrhein“ und „Wohnmobil“, Hinweise im Internet und die Werbung für den Wohnmobilplatz und die Freizeitregion Wegberg auf der Camping- und Freizeitmesse in Essen in den letzten Jahre (seit 2006) haben – wie in untenstehender Tabelle ersichtlich - zu einer deutlichen Steigerung der Besucherzahlen und Einnahmen für die Stadt geführt.

 

Besucherzahlen seit Eröffnung des Wohnmobilplatzes:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

·          Die geringere Besucherzahl im Jahre 2007 basiert darauf, dass in 2006 zwei  Wohn-

mobile länger als drei Monate den Platz in Anspruch genommen haben.

 

 

Um den Platz über die Stadtgrenzen hinaus weiter bekannt zu machen, nimmt die Stadt Wegberg am 5./6. April d. J. an den erstmals stattfindenden Niederrheinischen Reisemobiltagen teil. An diesen Tagen wird den Besuchern des Wohnmobilplatzes ein buntes Rahmenprogramm angeboten. Geführte Radtouren, Besichtigungen der Beecker Museen, Informationen über den Naherholungswert und die touristische Attraktivität der Stadt Wegberg, spielerische Aktivitäten im Hallenbad in der Zeit von 11.00 bis 14.00 Uhr, gemeinsames Mittagessen mit den Besuchern des Platzes (Erbsensuppe mit Beilage), Ausstellung von Wohnmobilen und die Ehrung des 3.555zigsten Besucher des Wohnmobilplatzes durch die Bürgermeisterin gehören zum umfangreichen und interessant gestalteten Rahmenprogramm.

 

Die Entscheidung zum Empfang der Gäste durch das Personal des Hallenbades, verbunden mit der Aushändigung der Schlüssel für den Wohnmobilplatz, hat sich nach Gesprächen mit Wohnmobilisten als richtig erwiesen, da dadurch der persönliche Kontakt zu den Besuchern hergestellt wird. Die Gäste schätzen die freundliche und  hilfsbereite Art der Mitarbeiter des Hallenbades, die so manchen interessanten und wertvollen Hinweis geben. Fragen zu touristischen Zielen, Einkaufsmöglichkeiten, Fachwerkstätten und Fragen im Zusammenhang zum Platz werden unbürokratisch und persönlich beantwortet.

 

Der Platz verfügt über die ausreichende Anzahl (derzeit 12 Stück) an Elektroanschlüssen sowie eine vollständige Ver- und Entsorgung mit Strom, Wasser und Abwasser.

 

Für ein Wohnmobil wird lt. Beschluss des Rates vom 19.12.2006 ab dem 1. Januar 2007 pro Nacht und Mobil eine Nutzungsgebühr in Höhe von 6,00 € (vorher 5,00 €) entrichtet. Hierin ist die Versorgung mit Wasser und Strom und die Entsorgung enthalten. Zusätzlich ist ein einmaliger kostenloser Besuch des Hallenbades für eine Person eingeschlossen. Hiervon machen bis zu 50 % der Wohnmobilisten Gebrauch. Diejenigen, die diese Karte einlösen, erwerben zusätzliche Karten für weitere Tage und für die übrigen Familienmitglieder. Hierdurch können zusätzliche Einnahmen für das Hallenbad erzielt werden, die ohne den Wohnmobilplatz nicht anfallen würden.

 

Ca. 20 Wohnmobilisten nehmen pro Jahr das Angebot der Entsorgung wahr, bleiben jedoch nicht über Nacht. Hierfür werden Kosten in Höhe von 2,- € erhoben.

 

Seit Frühjahr 2007 ziert eine sechseckige Holzbank in der Mitte den Platz. Diese wurde von der Fa. Camping Krings gesponsert und bietet den Gästen die Möglichkeit zum Verweilen.

Laut dem Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Tourismus in München geben Wohnmobilisten pro Tag und Person 37,- € aus. Laut Statistik sind in jedem Wohnmobil 2,5 Personen unterwegs, so dass als etwa 100,- €  Kaufkraft mit jedem Wohnmobil in die Stadt fließen.  Der Wohnmobilplatz wird nicht nur von Gästen aus Deutschland – vornehmlich Besucher aus dem Ruhrgebiet -  aufgesucht, viele Gäste kommen auch aus europäischen Nachbarländern, insbesondere Belgien und den Niederlanden.

Der Wohnmobilplatz hat seit seiner Eröffnung im Februar 2004 in den Jahren 2004 bis 2006 einen Überschuss erwirtschaftet. Der Ausschuss hat in seiner Sitzung am 30.11.2006 eine moderate Erhöhung des Nutzungsentgeltes auf 6,- € (vorher 5,-€) entschieden, allerdings eine Überprüfung der Kostensituation aufgrund der Einführung des NKF vorgeschlagen. Sei Einführung des NKF am 01.01.2007 sind auch die anfallenden Personalkosten für das Hallenbadpersonal (das Herausstellen der Mülltonnen am Platz, Kontrollgänge, Hilfe bei technischen Problemen und das Bestücken der Infotafel) und für den Baubetriebshof (Pflege des Platzes und Gehölzschnitt)  darzustellen.

Laut Angaben des Leiters des Hallenbades werden ca. 10% der Wochenarbeitszeit eines Hallenbadmitarbeiters (3,85 Std./Woche) für die Betreuung der Gäste am Wohnmobilplatz benötigt. Zusätzlich benötigt der Baubetriebshof ca. 30 Stunden/Jahr für die Platzpflege.

Somit ergeben sich folgende Kosten:

 

Kostenart

Betrag 2006 in €

Betrag 2007 in €

Wasserversorgung

58,47

59,62

Stromkosten

1.247,11

1345,57

Versicherung

5,77

6,18

Grundbesitzabgaben

Abwasser, Müll, Grundbesitzabgaben

434,40

678,33

Zwischensumme

1.745,75

2.089,70

Kostenermittlung

aufgrund NKF ab

2007:

Personalkosten Hallenbad

3,85 Std. à  20,50 € x 52 W.

 

4.104,10

Personalkosten Baubetriebshof

30 Std. à 35,- € inkl. Maschinennutzung

 

1.050,00

Summe insgesamt

 

7.243,80

 

 

Aufgrund der dargestellten Ein- und Ausgaben ist für das Jahr 2007 eine geringfügige Unterdeckung in Höhe von 211,80 € (Einnahmen 7.032,00 € - Ausgaben 7.243,80 €) zu verzeichnen. Die bestehende 16 Ampere-Absicherung der einzelnen Stromleitungen sollte reduziert werden, um das Heizen des Wohnmobils oder andere stromintensive Anwendungen auszuschließen und die Strompreise zu senken. Dies ist bei vielen Plätzen in der Region bereits geschehen. 

 

Die Preise für die Nutzung der Stellplätze schwanken stark. Feste Entgelte zwischen 5,- € und 10,- € werden ebenso erhoben, wie der Verzicht auf feste Entgelte und lediglich die Abrechnung der fixen Kosten. Beispielhaft seien genannt: Emmerich: 7,50 €, Geldern: 6,- € zuzüglich Stromkosten, Waldfeucht verzichtet gänzlich auf eine Kostenerhebung, Brüggen-Bracht: 4,- € zuzüglich 2,- Stromkosten.

 

Die Verwaltung schlägt aufgrund der Wirtschaftlichkeitsprüfung des Platzes vor, es bei der derzeitigen Gebührenhöhe zu belassen. Sie sollte bis zum 31.12.2009 festgeschrieben und anschließend erneut überprüft werden.

Auch die Kosten für die reine Entsorgung in Höhe von 2,- € sollten aufgrund der geringen Nutzung (20 bis 30 Wohnmobile pro Jahr) belassen bleiben.

 

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

- keine -

 

Alternativen:

- keine -

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung nimmt den Bericht der Verwaltung zur Kenntnis und schlägt dem Rat vor, das Nutzungsentgelt je Wohnmobil bis zum 31.12.2009 bei 6,00 € zu belassen. Auch die Kosten für die reine Entsorgung in Höhe von 2,- € sollten bestehen bleiben und die Freikarte je Wohnmobil für das städt. Hallenbad weiter gewährt werden.

 

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