Entscheidungsvorlage - VO/0701/08
Grunddaten
- Betreff:
-
Bericht der Verwaltung zur Entwicklung des Wohnmobilplatzes am Hallenbad Wegberg in den Jahren 2006 und 2007
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- SEWG
- Finale Freigabe:
- Lambertz, Ulrich
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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|
Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (StaWi)
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Entscheidung
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01.04.2008
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Der
Wohnmobilplatz Wegberg ist am 11. Februar 2004 als erster Wohnmobilplatz im
Kreis Heinsberg offiziell seiner Bestimmung übergeben worden und erfreut sich
seit diesem Zeitpunkt einer ständig wachsenden Beliebtheit. Die Vermarktung des
Platzes in den Zeitschriften „Pro Mobil“, die den Platz mit
„gut“ bewertet hat,
„ReiseMobil am Niederrhein“ und „Wohnmobil“,
Hinweise im Internet und die Werbung für den Wohnmobilplatz und die
Freizeitregion Wegberg auf der Camping- und Freizeitmesse in Essen in den
letzten Jahre (seit 2006) haben – wie in untenstehender Tabelle
ersichtlich - zu einer deutlichen Steigerung der Besucherzahlen und Einnahmen
für die Stadt geführt.
Besucherzahlen
seit Eröffnung des Wohnmobilplatzes:

·
Die
geringere Besucherzahl im Jahre 2007 basiert darauf, dass in 2006 zwei Wohn-
mobile länger als drei Monate den
Platz in Anspruch genommen haben.
Um
den Platz über die Stadtgrenzen hinaus weiter bekannt zu machen, nimmt die
Stadt Wegberg am 5./6. April d. J. an den erstmals stattfindenden
Niederrheinischen Reisemobiltagen teil. An diesen Tagen wird den Besuchern des
Wohnmobilplatzes ein buntes Rahmenprogramm angeboten. Geführte Radtouren,
Besichtigungen der Beecker Museen, Informationen über den Naherholungswert und
die touristische Attraktivität der Stadt Wegberg, spielerische Aktivitäten im
Hallenbad in der Zeit von 11.00 bis 14.00 Uhr, gemeinsames Mittagessen mit den
Besuchern des Platzes (Erbsensuppe mit Beilage), Ausstellung von Wohnmobilen
und die Ehrung des 3.555zigsten Besucher des Wohnmobilplatzes durch die
Bürgermeisterin gehören zum umfangreichen und interessant gestalteten
Rahmenprogramm.
Die
Entscheidung zum Empfang der Gäste durch das Personal des Hallenbades,
verbunden mit der Aushändigung der Schlüssel für den Wohnmobilplatz, hat sich
nach Gesprächen mit Wohnmobilisten als richtig erwiesen, da dadurch der
persönliche Kontakt zu den Besuchern hergestellt wird. Die Gäste schätzen die
freundliche und hilfsbereite Art der
Mitarbeiter des Hallenbades, die so manchen interessanten und wertvollen
Hinweis geben. Fragen zu touristischen Zielen, Einkaufsmöglichkeiten, Fachwerkstätten
und Fragen im Zusammenhang zum Platz werden unbürokratisch und persönlich
beantwortet.
Der Platz verfügt über die ausreichende Anzahl (derzeit 12 Stück)
an Elektroanschlüssen sowie eine vollständige Ver- und Entsorgung mit Strom,
Wasser und Abwasser.
Für ein Wohnmobil wird lt. Beschluss des Rates vom 19.12.2006 ab
dem 1. Januar 2007 pro Nacht und Mobil eine Nutzungsgebühr in Höhe von 6,00
€ (vorher 5,00 €) entrichtet. Hierin ist die Versorgung mit Wasser
und Strom und die Entsorgung enthalten. Zusätzlich ist ein einmaliger kostenloser
Besuch des Hallenbades für eine Person eingeschlossen. Hiervon machen bis zu 50
% der Wohnmobilisten Gebrauch. Diejenigen, die diese Karte einlösen, erwerben
zusätzliche Karten für weitere Tage und für die übrigen Familienmitglieder.
Hierdurch können zusätzliche Einnahmen für das Hallenbad erzielt werden, die
ohne den Wohnmobilplatz nicht anfallen würden.
Ca.
20 Wohnmobilisten nehmen pro Jahr das Angebot der Entsorgung wahr, bleiben
jedoch nicht über Nacht. Hierfür werden Kosten in Höhe von 2,- € erhoben.
Seit Frühjahr
2007 ziert eine sechseckige Holzbank in der Mitte den Platz. Diese wurde von
der Fa. Camping Krings gesponsert und bietet den Gästen die Möglichkeit zum
Verweilen.
Laut dem
Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Tourismus in München geben
Wohnmobilisten pro Tag und Person 37,- € aus. Laut Statistik sind in
jedem Wohnmobil 2,5 Personen unterwegs, so dass als etwa 100,- € Kaufkraft mit jedem Wohnmobil in die Stadt
fließen. Der Wohnmobilplatz wird nicht
nur von Gästen aus Deutschland – vornehmlich Besucher aus dem Ruhrgebiet
- aufgesucht, viele Gäste kommen auch
aus europäischen Nachbarländern, insbesondere Belgien und den Niederlanden.
Der
Wohnmobilplatz hat seit seiner Eröffnung im Februar 2004 in den Jahren 2004 bis
2006 einen Überschuss erwirtschaftet. Der Ausschuss hat in seiner Sitzung am
30.11.2006 eine moderate Erhöhung des Nutzungsentgeltes auf 6,- € (vorher
5,-€) entschieden, allerdings eine Überprüfung der Kostensituation
aufgrund der Einführung des NKF vorgeschlagen. Sei Einführung des NKF am
01.01.2007 sind auch die anfallenden Personalkosten für das Hallenbadpersonal
(das Herausstellen der Mülltonnen am Platz, Kontrollgänge, Hilfe bei
technischen Problemen und das Bestücken der Infotafel) und für den Baubetriebshof
(Pflege des Platzes und Gehölzschnitt)
darzustellen.
Laut Angaben
des Leiters des Hallenbades werden ca. 10% der Wochenarbeitszeit eines
Hallenbadmitarbeiters (3,85 Std./Woche) für die Betreuung der Gäste am
Wohnmobilplatz benötigt. Zusätzlich benötigt der Baubetriebshof ca. 30
Stunden/Jahr für die Platzpflege.
Somit ergeben
sich folgende Kosten:
|
Kostenart |
Betrag 2006 in € |
Betrag 2007 in € |
|
Wasserversorgung |
58,47 |
59,62 |
|
Stromkosten |
1.247,11 |
1345,57 |
|
Versicherung |
5,77 |
6,18 |
|
Grundbesitzabgaben Abwasser, Müll,
Grundbesitzabgaben |
434,40 |
678,33 |
|
Zwischensumme |
1.745,75 |
2.089,70 |
|
Kostenermittlung |
aufgrund NKF ab |
2007: |
|
Personalkosten Hallenbad 3,85 Std. à 20,50 €
x 52 W. |
|
4.104,10 |
|
Personalkosten Baubetriebshof 30 Std. à 35,- € inkl. Maschinennutzung |
|
1.050,00 |
|
Summe insgesamt |
|
7.243,80 |
Aufgrund
der dargestellten Ein- und Ausgaben ist für das Jahr 2007 eine geringfügige
Unterdeckung in Höhe von 211,80 € (Einnahmen 7.032,00 € - Ausgaben
7.243,80 €) zu verzeichnen. Die bestehende 16 Ampere-Absicherung der
einzelnen Stromleitungen sollte reduziert werden, um das Heizen des Wohnmobils
oder andere stromintensive Anwendungen auszuschließen und die Strompreise zu
senken. Dies ist bei vielen Plätzen in der Region bereits geschehen.
Die
Preise für die Nutzung der Stellplätze schwanken stark. Feste Entgelte zwischen
5,- € und 10,- € werden ebenso erhoben, wie der Verzicht auf feste
Entgelte und lediglich die Abrechnung der fixen Kosten. Beispielhaft seien
genannt: Emmerich: 7,50 €, Geldern: 6,- € zuzüglich Stromkosten,
Waldfeucht verzichtet gänzlich auf eine Kostenerhebung, Brüggen-Bracht: 4,-
€ zuzüglich 2,- Stromkosten.
Die
Verwaltung schlägt aufgrund der Wirtschaftlichkeitsprüfung des Platzes vor, es
bei der derzeitigen Gebührenhöhe zu belassen. Sie sollte bis zum 31.12.2009
festgeschrieben und anschließend erneut überprüft werden.
Auch
die Kosten für die reine Entsorgung in Höhe von 2,- € sollten aufgrund
der geringen Nutzung (20 bis 30 Wohnmobile pro Jahr) belassen bleiben.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der
Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung nimmt den Bericht der
Verwaltung zur Kenntnis und schlägt dem Rat vor, das Nutzungsentgelt je
Wohnmobil bis zum 31.12.2009 bei 6,00 € zu belassen. Auch die Kosten für
die reine Entsorgung in Höhe von 2,- € sollten bestehen bleiben und die
Freikarte je Wohnmobil für das städt. Hallenbad weiter gewährt werden.
