Mitteilungsvorlage - VO/0105/22

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

1.   Erneuerung der Wärmeversorgung und weiterer gebäudetechnischer

Anlagen im Feuerwehrgerätehaus Arsbeck

(zuletzt im WBVL am 22.03.2022, TOP 1.4, siehe auch WBVL am 20.04.2021, TOP 1.7 mit Vorstellung der Maßnahme)

Die Arbeiten zur Erneuerung der Wärmeversorgung des Feuerwehrgerätehauses in Arsbeck konnten nach öffentlicher Ausschreibung Anfang April an die Firma Willi Tiskens aus Wegberg vergeben werden. Am 22.04.2022 fand das Auftaktgespräch zwischen den Beteiligten statt (ausführende Firma, bauüberwachender Fachplaner, Ver­tre­ter der Löschgruppe, FB 303), um die notwendigen Abstimmungen technischer, terminlicher und organisatorischer Art vorzunehmen. Der Montagebeginn wird vor­aus­sichtlich Mitte Mai stattfinden, abhängig von Lieferzeiten verschiedener Materi­alien.

Neben den eigentlichen Arbeiten zur Erneuerung der Wärmeversorgung mit einer sogenannten Gas-Hybrid-Anlage (Luft-Wasser-Wärmepumpe mit einem Gasbrennwert­kessel zur Abdeckung von Spitzenlasten) werden auch die Heizkörper in der Fahrzeug­halle und in den jetzt von der Löschgruppe genutzten Räumen des ehemaligen Wohnge­bäudes erneuert, sowie zur Verbesserung der Wärmedämmung die vorhandenen Heizkörper­nischen entweder geschlossen oder rückseitig gedämmt.

Die ursprünglich gleichzeitig mit der Heizungssanierung geplante Erneuerung von Abwasser- und Trinkwasserleitungsführungen musste aus Kostengründen aus der Maßnahme herausgenommen werden und wird in einem Folgejahr nachgeholt. 

Ein Fertigstellungstermin für die Arbeiten konnte nicht konkret ins Auge gefasst wer­den, da eine Prognose über die Lieferzeiten bestimmter Materialien und Bauteile aus bekannten Gründen der­zeit schwierig zu treffen ist.

 

Erhalt des Zuwendungsbescheides für die Heizungsanlage

Die Verwaltung hatte in der Vorstellung der Maßnahme am 20.04.2021 im Aus­schuss darüber berichtet, dass für die geplante Gashybridheizung eine finanzielle Zuwendung durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM) mit einem Fördersatz von 30% der förderfähigen Kosten möglich sei.

Der Antrag wurde von der Verwaltung den Vorgaben entsprechend nach dem Aus­schreibungsverfahren, jedoch vor der letztendlichen Beauftragung beim hierfür zu­stän­­digen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt.

Mit Schreiben des Bundesamtes vom 21.04.2022 erhielt die Stadt Wegberg nun den Zuwendungsbescheid in Höhe von 57.100,- €.

Für die Durchführung der Maßnahme ist laut Bescheid ein zweijähriger Bewilligungs­zeitraum bis April 2024 festgelegt. Die Auszahlung der Fördermittel erfolgt jedoch bereits nach Vorlage und Prüfung des Verwendungsnachweises, der nach Fertig­stellung der Sanierungs­maßnahme zu erstellen ist.

 

 

2.   Projekt „Sport am Beeckbach“

(zuletzt im WBVL am 01.02.2022, TOP 1.4, siehe auch WBVL am 20.04.2021, TOP 1.7 mit Vorstellung der Maßnahme)

Für das Projekt „Sport am Beeckbach“ hatte die Verwaltung wie berichtet die Zuwen­dungs­beschei­de für die beiden Teilprojekte erhalten:

 Teilprojekt 1 – Sanierung Grenzlandringbad      1.187.160,- €

 Teilprojekt 2 – Sanierung und Erneuerung von Sportanlagen   1.812.840,- €

Die Bescheide ergehen vorbehaltlich des Vermerks über die baufachliche Prüfung und vollständige Anerkennung der Unterlagen, die die Stadt Wegberg im Rahmen des Förderantrags „Paket 2“ noch zu erstellen und einzureichen hat.

 

Ausschreibung der Planungsleistungen

Aufgrund der Überschreitung des EU-Schwellenwertes für Dienstleistungs- bzw. Pla­nungsaufträge (aktuell 214.000,- €) ist für beide Teilprojekte die EU-weite Aus­schrei­bung der Planungs- bzw. Fachplanungsleistungen erforderlich. Die Ausschreibungs­verfahren werden als zwei voneinander unabhängige offene 2-stufige Verfahren mit Teilnahmewettbewerb durch­geführt, die die Vergabe an maximal drei Planungsbüros zum Ergebnis haben können.

 

 Teilprojekt 1 – Sanierung Grenzlandringbad

1.     Planungsleistungen für die Objektplanung des Gebäudes und der Innenräume

2.     Planungsleistungen der Objektplanungen der Freianlagen

Teilprojekt 2 – Sanierung und Erneuerung von Sportanlagen

1.  Planungsleistungen der Objektplanung der Freianlagen

 

Die EU-Vergabeverfahren werden von der Zentralen Vergabestelle (ZVS) des Kreises Viersen durchgeführt und vom örtlichen Rechnungsprüfungsamt begleitet. Sämtliche für die Verfahren notwendigen Pläne, Berechnungen, Kosten, Vertrags­entwürfe und weitere Unterlagen wurden vom Fachbereich Gebäudewirtschaft erstellt.

Die Ausschreibungsverfahren wurden am 04.04.2022 durch die ZVS veröffentlicht, der Submissions­termin findet am 05.05.2022 statt.

Aufgrund des sehr zeitaufwändigen zweistufigen EU-Verfahrens wird die Vergabe und Beauftragung der Planungsleistungen aller Voraussicht nach frühestens Anfang August dieses Jahres erfolgen können.

Im nächsten Schritt werden die beauftragten Planer im Rahmen der Erbringung der Leistungsphasen 1 – 4 (gem. HOAI) unter anderem diejenigen Pläne und Unterlagen erstellen, die für die baufachliche Prüfung und Anerkennung durch den Fördergeber erforderlich sind (Förderantrag „Paket 2“) und mit dem finalen Bescheid letztlich die Förderung sicherstellen.

Für die ersten Planungsphasen ist gemäß Grobterminplan für die beiden Teilprojekte ein Zeitraum bis Dezember 2022 vorgesehen. Laut Fördergeber wird danach die baufachliche Prüfung rund zwei Monate bis ca. Februar 2023 in Anspruch nehmen.

Die Verwaltung wird über den Projektverlauf weiter und kontinuierlich berichten.

 

 

3.   Erneuerung der Technischen Anlagen des städtischen Baubetriebshofes

(siehe WBVL am 30.11.2021, TOP 1.3, Punkt 4.)

Bereits in der letzten Mitteilung zur Baumaßnahme am 30.11.2021 hatte die Verwaltung darüber berichtet, dass der Ablauf der Arbeiten im Baubetriebshof durch Terminverschiebungen geprägt ist, begründet durch Lieferengpässe bei Materialien und der allgemein extrem starken Auslastung der ausführenden Unternehmen.

Die Tatsache, dass alle Sanierungsarbeiten im laufenden Betrieb des Bauhofs ausgeführt werden, verlangt allen Beteiligten ein hohes Maß an Flexibilität, Toleranz sowie Koordinations- und Kooperationsbereitschaft ab. Dies gilt insbesondere für die städtischen Angestellten des Bauhofs, die trotz der Erschwernisse und Behinde­rungen durch die Bauarbeiten ihren gewohnten Tätigkeiten nachzugehen und die ihnen gestellten Aufgaben zu erfüllen haben.

Viele der im Baubetriebshof angestellten handwerklichen Mitarbeiter unterstützen zudem die Sanierungsarbeiten durch tatkräftige Mitarbeit, was neben organisa­to­rischen und terminlichen Vorteilen nicht zuletzt auch dazu beiträgt, die Sanierungs­kosten zu senken.

In der Regel wird die Beteiligung städtischer Mitarbeiter bei baulichen Maßnahmen erst im abschließenden Bericht erwähnt und gewürdigt. Dies ist aus den vorgenann­ten Gründen jedoch einer besondere Erwäh­nung schon jetzt wäh­rend der Baumaß­nahme wert.

Nachfolgend einige der aktuellen bzw. anstehenden Arbeiten (Stand Ende April 2022):

  • Das zentrale Lüftungsgerät wurde angeliefert und steht bereits am Bestim­mungsort vor der Fassade zwischen den beiden Sektionaltoren von Ein- und Ausfahrt der Fahrzeughalle. Ein großer Teil der Kanäle der Zu- und Abluftanlagen ist montiert (ca. 80% der Rohinstallationen).
  • In den Büroräumen des Verwaltungsbereichs werden die Elektroarbeiten für die neue Netzwerkverkabelung ausgeführt, sowie Heizungsleitungen für die neuen Heizkörper verlegt.
  • In den neuen Umkleide- und Sanitärbereichen für die männlichen und weib­lichen Beschäftigten des Bauhofes sind die Bodenfliesen verlegt
  • Der Gasanschluss für den Bauhof bzw. das neue Wärmeversorgungssystem (eine Gashybrid­heizung aus Luft-Wasser-Wärmepumpe und Gasbrennwertkessel für die Spitzenlast) wird in der kommenden Woche (Anfang Mai) verlegt

Der Bau der neuen Heizungsanlage ist terminlich so geplant, dass eine Inbetrieb­nahme zum Beginn der neuen Heizperiode erfolgen kann.

Die größeren Vergabeverfahren, insbesondere der haustechnischen Gewerke, wur­den durchgeführt und sind beauftragt. Es stehen lediglich noch die Ausschreibungen für die Elektroinstallationsarbeiten und für die Erneuerung Doppelpumpen-Hebe­anlage aus.

Die komplette Sanierungsmaßnahme im Baubetriebshof soll vorbehaltlich aller durch die Pandemie und den Krieg in der Ukraine verursachten und weiter zu erwartenden Verzögerungen und Erschwernisse möglichst bis Ende des Jahres 2022 fertiggestellt sein.

 

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Finanz. Auswirkung

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegenschaften nimmt Kenntnis.

 

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