Mitteilungsvorlage - VO/0167/22

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Es wird Bezug genommen auf die Diskussion im Rahmen der letzten Sitzung des Ausschusses für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegenschaften zu Punkt 5 der öffentlichen Mitteilungen hinsichtlich des Antrages von SPD, Bündnis 90 /Die Grünen, Die Linke und FFW zum Sachstand zum Antrag auf Ausweisung weiterer Konzentrationszonen für Windenergieanlagen.

 

In der Sitzung wurde die Verwaltung beauftragt, die aktuelle städtische Strategie im Bereich des Ausbaus von Photovoltaikanlagen auf und an städtischen Gebäuden bzw. Liegenschaften darzustellen.

Von einer weiteren Bearbeitung des Antrages in Bezug auf die Ausweisung von Windenergie-Konzentrationszonen wurde zurzeit abgesehen, weil die gesetzlichen Rahmenbedingungen auf Landesseite noch nicht beschlossen sind. Hierauf wird die Verwaltung nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens zurückkommen.

 

Ebenfalls wird die Verwaltung für die Vorstellung unterschiedlicher Betreiber- und Beteiligungskonzepten zu einem späteren Zeitpunkt zurückkommen. Aktuell ist es personell auf operativer Ebene leider nicht möglich, die hier erforderlichen Unterlagen und Modelle auf Umsetzbarkeit in Wegberg zu untersuchen. Der Bürgermeister hat zu diesem Thema zwar Gespräche mit einem Unternehmen geführt, was jedoch noch nicht zu weiteren belastbaren Ergebnissen geführt hat. Ziel ist es, dem Ausschuss mit der Gesetzesregelung auch in diesen Bereichen Vorschläge vorzulegen.

 

Städtische Photovoltaikstrategie:

Die Stadt Wegberg hat in einem kontinuierlichen Prozess die eigenen Stromproduktionskapazitäten stetig ausgebaut. Die Wirtschaftlichkeit der jeweiligen Photovoltaikanlagen wurde im Vorfeld nachgewiesen, sodass der Ausbau eine Teilmaßnahme des Haushaltssicherungskonzeptes wurde.

Neben der Reduzierung der Ausgaben für Stromenergie ist die positive Klimabeeinflussung durch die Reduzierung der CO2-Imissionnen ein wesentlicher Grund für den kontinuierlichen Ausbau.

 

Bis ins Jahr 2016 betrieb die Stadt Wegberg lediglich vier Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtleistung von ~77,5 kWp.

Im Rahmen der erwähnten Teilmaßnahme zum Haushaltssicherungskonzept wurde die Errichtung weiterer Photovoltaikanlagen vorgenommen. In den Jahren 2016 und 2017 wurde neun weitere Anlagen errichtet. Im Jahr 2021 wurden zudem zwei Anlagen auf den Kläranlagen installiert. Seither betreibt die Stadt somit 15 Anlagen mit einer Gesamtleistung von ~380 kWp.

Die neueren Anlagen wurden insbesondere auf einen Eigenverbrauch des erzeugten Stroms ausgelegt und entsprechend konzipiert, da die Wirtschaftlichkeit in besonderem Maße erhöht wird, wenn der „vor Ort produzierte Strom“ auch direkt „vor Ort“ benötigt und genutzt wird.

 

In den vergangenen Jahren produzierten die Anlagen im Durchschnitt ca. 350.000 kWh „grünen Strom“ (ohne die Anlagen auf den Kläranlagen). Siehe hierzu bspw. die Vorlagen VO/0027/19 und VO/0057/20 zu den Ertragsergebnissen in den Jahren 2018 und 2019.

 

Durch den Ukraine-Krieg und die daraus resultierende Energieknappheit musste die Ausbaugeschwindigkeit und die Priorisierung der notwendigen Arbeiten von der Stadt Wegberg überdacht werden. Als primäres Ziel steht nun die Produktion von Öko-Strom zu maximieren und die Ausbaugeschwindigkeit zu erhöhen.

 

Zum Ausbau dieser Stromproduktionskapazitäten laufen im Moment verschiedene Projekte:

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Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen auf Konversions- und Altlastenflächen

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Errichtung weiterer Aufdachanlagen inklusive Stromspeicher (Förderung über progres.nrw sowie die Billigkeitsrichtlinie NRW)

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Errichtung zusätzlicher Aufdachanlagen in Eigenleistung durch Baubetriebshof

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Errichtung von Nachführanlagen im Bereich technischer Infrastruktureinrichtungen

 

Um eine sinnvolle Priorisierung der einzelnen zum Teil kleinen Ausbauprojekte vornehmen zu können wurden einzelne, unterschiedliche Datenquellen genutzt, z. B. das Solarpotenzialkataster der Stadt Wegberg ( http://www.solare-stadt.de/wegberg/Solarpotenzialkataster ) sowie die einzelnen Verbräuche der unterschiedlichen Liegenschaften usw.

 

Weiterführende Information zu aktuell angestoßenen Projekten wird der technische Beigeordnete Herr Thies während der Sitzung anhand einer Präsentation darstellen.

 

Darüber hinaus gibt es Überlegung für ein Konzept welches ermöglichen soll, den an einem Standort produzierten, jedoch überschüssigen Strom an einer anderen städtischen Liegenschaft verbrauchen zu können. Hierzu fanden erste Gespräche mit dem zuständigen Netzbetreiber statt.

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegenschaften nimmt Kenntnis.

 

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