Entscheidungsvorlage - VO/0089/23

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

Gemäß Zuständigkeitsordnung für den Rat der Stadt Wegberg und seine Aus­schüs­se entscheidet der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegen­schaften über städtische Baumaßnahmen mit geschätzten Gesamtkosten ab 50.000,- € (inkl. Ust.). Auf dieser Grundlage stellt der Fachbereich Gebäudewirt­schaft dem Aus­schuss nachfolgend eine geplante Baumaßnahme vor, deren Wert oberhalb dieser festgelegten Wertgrenze liegt.

 

Sachverhalt

Die Sanierung des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums soll mit dem IV. Bauabschnitt fort­ge­führt werden.

Die Gesamtsanierung des Gymnasiums wurde 2009 begonnen und in bisher drei Haupt- und verschiedenen kleineren Abschnitten durchgeführt (gerundete Kosten­werte):

 

  1. Beginn der Gesamtsanierung    2009      175.000,- €

Sanierung der WC-Außenanlagen

  1. I. Bauabschnitt „Klassentrakt“    2010-2011  3.730.000,- €
  2. Zwischen-Bauabschnitt 1:     2012-2013     138.000,- €

Brandschutzsanierung Pädagogisches Zentrum (PZ)

  1. Zwischen-Bauabschnitt 2:     2013-2014     256.000,- €

Sanierung der Sanitäranlagen Lehrer und PZ

  1. II. Bauabschnitt „Verwaltungs-, Fach- und   2016-2017  2.189.000,- €

Klassenräume, Treppenhäuser TH1 – TH3“

  1. Zwischen-Bauabschnitt 3:     2017      380.000,- €

Energetische Sanierung des Haupteingangs

  1. Zwischen-Bauabschnitt 4:     2018        55.000,- €

Sicherheitsbeleuchtung im PZ

  1. Zwischen-Bauabschnitt 5:     2018-2019     266.000,- €

Schaffung 2. Rettungsweg + Flachdach-

sanierung Verwaltung

  1. III. Bauabschnitt „NW-Trakt“    2019-2020  3.195.000,- €

 

In diesem und den beiden kommenden Jahren soll nun der IV. Bauabschnitt geplant und durchgeführt werden. Hierzu sind in diesem Jahr die Planungsleistungen zu be­auf­tragen.

In einem vorbereitenden Schritt wurde mit den Architekten und Fachplanern der bisherigen Bauabschnitte der verbliebene Gesamtsanierungsbedarf des Gymnasi­ums vor dem Hintergrund der überproportionalen Kostenentwicklung im Baubereich der letzten Jahre nochmals überschläglich ermittelt, angepasst und nach umset­zungs­technischen sinnvollen Optionen in Ausführungsblöcke gegliedert.

Dabei wurde dem Wunsch des zuständigen Fachbereich Bildung und Soziales (dem Bauherrn) und der Schule Rechnung getragen, eine Sanierung des PZ als „Entree“ des Gymnasiums und als Versammlungsstätte mit verbesserter Medien- und Ver­anstaltungstechnik priorisiert zu behandeln.

Unter Berücksichtigung der in den kommenden Jahren angemeldeten und zur Verfü­gung stehenden Haushaltsmittel schlägt die Verwaltung, vor im nächsten IV. Bau­abschnitt folgende Bereiche zu sanieren:

 

  • Sanierung des Pädagogischen Zentrums (PZ)
  • Erneuerung der Medien- und Veranstaltungstechnik im PZ
  • Sanierung des Treppenhauses TH4 (zum sog. „Oberstufenschulhof“ hin)
  • Schaffung eines neuen multifunktionalen Kunst- und Klassenraumes
  • Brandschutzmaßnahmen im Kellergeschoss
  • Erneuerung der Durchsage- und Pausenzeichenanlage
  • Erneuerung der Alarmierungsanlage in den noch unsanierten Bereichen

 

Die Durchführung der Sanierung im laufenden Schulbetrieb bedingt zudem Interims­kosten für die Aufrechterhaltung der Alarmierungsanlage und der Flucht- und Ret­tungs­wege im Bereich des PZ, die zu berücksichtigen sind.

Anders als in der bisherigen Planung ist der IV. Bauabschnitt nicht der finale Bauab­schnitt der Gesamtsanierung des Gymnasiums. Zum Abschluss ist dann noch ein weiterer Bauabschnitt mit folgenden den Ausführungsbereichen durchzuführen:

 

  • Sanierung der südöstlichen Räume des Naturwissenschafts-Traktes einschl. Kunst- und Musikräumen und der Mediathek mit zugehöriger Fassade
  • Sanierung Verwaltungstrakt einschl. Fassade
  • Sanierung des „Kerns“, d.h. der Werkräume Schule am Grenzlandring einschl. der Technik- und Abstellräume im EG und KG
  • Dachsanierung im Bereich PZ und „Kern“

 

In den in der Anlage beigefügten Grundrissplänen sind die Ausführungsblöcke noch einmal dargestellt.

 

Der weitere terminliche Ablauf der Planung des IV. Bauabschnittes ist insbesondere abhängig davon, ob ein zeitaufwendiges EU-weites Ausschreibungsverfahren zur Vergabe der Planungsleistungen durchzuführen ist. Hierzu hat sich der Verwaltungs­vorstand vorbehaltlich einer genaueren Prüfung dafür ausgesprochen, auf EU-weite Vergabeverfahren verzichten zu wollen.

Den Ausführungsbeginn plant die Verwaltung nach derzeitigem Stand für Frühjahr 2024.

 

Ortstermin im Maximilian-Kolbe-Gymnasium

Die ursprüngliche Vorlage mit Vorstellung des IV. Bauabschnittes legte die Ver­waltung bereits in der letzten Sitzung des Ausschusses am 21.03.2023 vor. In dieser wurde dem Ausschuss der Vorschlag unterbreitet, vor Beschlussfassung einen gemeinsamen Besichtigungstermin im Maximilian-Kolbe-Gymnasium durchzuführen, bei dem den Ausschussmitgliedern vor Ort sowohl der nächste IV. Bauabschnitt erläutert werden soll, als auch diejenigen Bereiche vorgestellt werden sollen, die in einem letzten Bauabschnitt in den Folgejahren noch zur Sanierung verbleiben.

Teilnehmer des Ortstermins, der am 17.04.2023 um 17.30 Uhr stattfand, waren Ver­treter der Fraktionen, die Schulleitung des Gymnasiums, die Erste Beigeordnete Frau Karneth, der Technische Beigeordnete Herr Thies und Vertreter der zuständigen Fach­bereiche Bildung und Soziales sowie Gebäude­wirt­schaft.

Das Architekturbüro Gronau plan aus Wegberg, das alle bisherigen Sanierungs­abschnitte geplant und durchgeführt hat, führte in Person von Herrn Benjamin Gronau durch das Gebäude und erläuterte die Planungen.

Die Gelegenheit wurde auch dazu genutzt, sich noch einmal einen Eindruck von den bisherigen Sanierungsabschnitten im Vergleich zu noch unsanierten Bereichen zu verschaffen.

Neben Erläuterungen von Herrn Gronau und den Verwaltungsmitgliedern zu zahl­reichen Detailfragen seitens der Ausschussmitglieder zu den bisherigen und geplan­ten Bauausführungen wurde von Schulleitung und Verwaltung insbesondere ausführ­lich dargestellt, warum die ursprüngliche Absicht, mit dem IV. Bauabschnitt die Sanierung des Fachraum-Traktes abzuschließen, zugunsten des Schwerpunktes „Sanierung Pädagogisches Zentrum“ zurückgestellt werden soll.

 

Nach Durchführung des Ortstermins soll nun im Ausschuss abschließend beraten und der Beschluss über die Durchführung des IV. Bauabschnitts gefasst werden.

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung

Der Kostenrahmen für den IV. Bauabschnitt wurde durch den Architek­ten und die Fach­planer ermittelt und beläuft sich auf  3.775.000,- €.

Bei diesem Betrag handelt es sich um die ermittelten Gesamtbaukosten zum Zeit­punkt der Erstellung der Kostenermittlung, also für Februar 2023.

Im Haushaltsplan 2023 sind unter der Investitionsmaßnahme mit der Bezeichnung 011304 H 448 Bildungscampus Wegberg - Sanierung Gymnasium  folgende finanzi­elle Mittel in einer Gesamthöhe von 4.500.000,- €  enthalten:

2023:    750.000,- €

2024:  2.905.000,- €

2025:    895.000,- €

 4.500.000,- €

Wie in den vergangenen, so muss nach Auffassung der Verwaltung auch in den näch­­sten Jahren mit nicht unerheblichen Baukostensteigerungen gerechnet werden.  Der Dif­ferenzbetrag in Höhe von rund 725.000,- €  zwischen den zur Verfügung stehen­den Haushaltsmitteln und dem ermittelten Kostenrahmen für den IV. Bauab­schnitt soll in dieser Hinsicht einen finanziellen Puffer darstellen, um Baukosten­steigerungen in den nächsten beiden Jahren auffangen zu können.

Mit den für 2023 vorhandenen Mitteln werden Planungshonorare und kleinere, pla­nungsvorbereitende Arbeiten im Schulgebäude finanziert.

Fördermöglichkeiten werden von der Verwaltung noch geprüft.

Durch die Baumaßnahme entstehen keine zusätzlichen Folgeaufwandskosten im kon­­sumtiven Bereich.

 

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegenschaften beschließt die Planung und Durchführung des nächsten, IV. Bauabschnitts der Gesamtsanierung des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums, wie im Vorlagentext beschrieben.

 

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Anlagen

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