Entscheidungsvorlage - VO/0152/24

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Einführung:

Die Einführung zum Thema ist bei den Vorlagen zum OGS-Umbau bereits in Vorlage VO/0148/24 ausführlich dargestellt. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird an dieser Stelle daher darauf verwiesen.

 

 

Bedarf:

 

Die aktuelle Schulentwicklungsplanung sieht für die Gemeinschaftsgrundschule „Am Beeckbach“ folgende Schülerzahlprognose vor:

 

Schuljahr

Klasse 1

Klasse 2

Klasse 3

Klasse 4

Gesamt

Klassen

OGS

85-90%

2023/2024

48

39

45

42

174

8

148-157

2024/2025

61

48

39

45

193

8

164-174

2025/2026

26

61

48

39

174

7

148-157

2026/2027

56

26

61

48

191

7

162-172

2027/2028

30

56

26

61

173

6

147-156

2028/2029

32

30

56

26

144

6

122-130

2029/2030

28

32

30

56

146

6

124-131

 

An der Gemeinschaftsgrundschule „Am Beeckbach“ werden auch behinderte und nicht behinderte Kinder im Gemeinsamen Lernen beschult.

 

Neben den Schülerzahlen sind auch die Mitarbeiterzahlen an der Schule stark gestiegen.

 

 

Aktuelle Situation:

 

Derzeit nehmen die OGS-Kinder in einem umgebauten ehemaligen Nebenraum im Untergeschoss ein Mittagessen zu sich. Dies geschieht in Gruppen nacheinander. Gleichzeitig erfolgt in dem selben Raum die Vorbereitung der Mahlzeiten und auch der Abwasch zwischen den einzelnen Essensgruppen. Eine eigene Spülküche ist nicht vorhanden.

 

Die Betreuung erfolgt in zwei eigens der OGS zugeordneten Gruppenräumen im Untergeschoss. Alle Klassenräume werden zusätzlich multifunktional genutzt, sind hierfür aber nicht ausreichend möbliert. Die Möblierung muss daher angepasst werden. Differenzierungsräume fehlen, um die Kinder des Gemeinsamen Lernens ausreichend differenziert beschulen zu können.

 

Das Lehrerzimmer ist viel zu klein. Bedingt durch Teilzeitarbeit, zusätzliche Inklusionsbetreuung, OGS-Personal und sozialpädagogische Kräfte werden an der Schule zukünftig bis zu 30 Mitarbeitende tätig sein. In diesem Jahr ist auch die Funktionsstelle der Konrektorin nach langer Vakanz wiederbesetzt worden, so dass sich auch hieraus ein erhöhter Raumbedarf für das Lehrerzimmer und die Verwaltungsarbeitsplätze ableiten lässt.

 

In Abstimmung mit dem zuständigen Fachbereich Bildung und Soziales, der Schulleitung, der OGS-Leitung und dem Fachbereich Gebäudewirtschaft ergibt sich nachfolgender Bedarf:

 

  • Neugestaltung der Mittagssituation (Mensa),
  • Optimierung der Verwaltungsräume,
  • Schaffung von multifunktionalen Büros und Besprechungsmöglichkeiten,
  • Barrierefreie Ausführung der Schule,
  • Schaffung eines größeren Lehrerzimmers (für max. ca. 30 Personen nutzbar auch ge­mein­sam mit der OGS) inkl. Schließfächern und Ablagen.

 

Mögliche Lösungen für die beengte Platzsituation können nicht im vorhandenen Baukörper umgesetzt werden. Ein Anbau an der Grundschule in Beeck ist daher unumgänglich.

 

 

Konzeptstudie:

 

Bei der hier vorgestellten Planung handelt es sich nur um eine Konzeptstudie, die eine Umsetzung der Bedarfsplanung auf Durchführbarkeit (sog. Machbarkeitsstudie) und deren voraussichtlichen Kostenrahmen prüft und damit eine Möglichkeit der Umsetzung aufzeigt. Die letztendliche und abschließende Planung wird noch durch ein zu beauftragendes Architekturbüro erarbeitet, abgestimmt und umgesetzt werden müssen.


Für die Konzeptstudien wurden Grundrisspläne erarbeitet, die die Entwurfsideen in ihrer Gesamtheit zeigen.

 

Der Textteil der Konzeptstudie bezieht sich auf diese Pläne und erläutert diese in den dargestellten Detailausschnitten je Raumgruppe und -einheit.

 

 

Für den Erweiterungsbau der Mensa und Nebenräume werden zwei Konzeptionen für möglich erachtet. Die wesentlichen Vor- und Nachteile der beiden Konzeptideen werden im Folgenden dargestellt (Abb. 1:  Übersichtsplan für beide Vorschläge, Entwurfsidee 1 „Pausenhof“ = rot, Entwurfsidee 2 = blau).

 

Alternative 1: Erweiterungsbau im Innenbereich (Pausenhof, rot)
Dieser Baukörper würde sich in die Hanglage des Pausenhofes eingliedern, so dass die Dachfläche der Mensa als begehbare Dachterrasse genutzt werden könnte.


Vorteile:

  • wenig Verkehrsfläche
  • kurze Lauf- und Erschließungswege
  • Schaffung einer integrierten OGS-Nutzung zwischen Erd- und Untergeschoss
  • gute Verbindung von EG und KG (bisher gibt es nur das abseitige, recht kalt wirkende und separierende Treppenhaus)
  • Integration des behindertengerechten, neuen Aufzuges
  • gute Betreuungs- und Beaufsichtigungsmöglichkeit, mit wenig Personaleinsatz
     

Nachteile:

  • umfangreiche Unterfangungs-/ Verbauarbeiten sind erforderlich
  • Bauarbeiten innerhalb des Pausenhofes erforderlich (geschätzt ca. 1 Jahr)
  • keine weitere Erweiterungsmöglichkeit nach Fertigstellung in diesem Bereich

 

 

Alternative 2: Erweiterungsbau im Außenbereich

Der neue Baukörper im Südosten des Schulgeländes würde auf der zur Zeit unbebauten Freifläche mit Biotop errichtet werden. Er böte auch Platz für zukünftige Gebäudeerweiterungen.

 

Vorteile:

  • eine großzügige, offene Lösung ist möglich (nicht in „Hang“ gebaut)
  • eine Außenterrasse für die Mensa wäre möglich
  • eine Erweiterungsmöglichkeit ist gegeben, ggf. auch nach Fertigstellung (dies müsste im späteren Entwurf berücksichtigt werden)
  • Bauarbeiten könnten größtenteils separiert und ohne den Schulbetreib zu tangieren durchgeführt werden


Nachteile:

  • lange und flächenmäßig große Verkehrs- und Erschließungsflächen entstehen
  • schlechtere Betreuungs- und Beaufsichtigungsmöglichkeit, d.h. erhöhter Personalaufwand in der OGS
  • Aufzug müsste separat errichtet werden
  • behindertengerechtes WC mit weiten Wegen und nicht im EG oder Behinderten WC muss separat errichtet werden
  • Treppenhaus müsste ggf. zusätzlich errichtet werden (sonst bleibt es bei dem vorhandenen Treppenhaus), um eine bessere Verbindung und Anbindung der Erdgeschoss-Bereiche zu erreichen


Im weiteren Text werden diese beiden Vorschläge noch detaillierter vorgestellt.
 

 

Multifunktionale OGS- und Klassenräume

 

Der effizienten Nutzung der Räumlichkeiten mit einer hohen Auslastung der Räume wird eine hohe Bedeutung zugemessen.

 

In Beeck ergibt die vorhandene Grundrisssituation der Klassenräume im Altbau (s. Abb. 2) einen recht kleinen Nebenraum, der durch eine Glaswand schallschutztechnisch und räumlich vom großen Klassenraum getrennt werden soll, damit ein ungestörter Lernraum entsteht, der aber eine Beaufsichtigung durch die Lehrkraft ermöglicht. Dieser Raum soll sowohl für individuelle Lernaufgaben als auch für Rückzugs- („Aus-Zeit“) oder für Besprechungsmöglichkeiten genutzt werden.

 

Der derzeit vor allem als Garderobe genutzte Vorraum („Nische“) ist für verschiedene Nutzungen geeignet (wie der Nebenraum), er kann sowohl klassen- als auch flurseitig genutzt werden (mögliche Glastrennwand siehe Abb. 4 und 6). Eine weitere Nutzungsoption wäre eine größere Lagerfläche für eine multifunktionale Raumnutzung, hierfür sind

 

 

 

 

 

 







aber auch in den Klassen- und Nebenräumen bereits diverse abschließbare Schränke als Mobiliar vorgesehen. Mögliche Ausführungsbeispiele für die Nebenräume und Nischen sind in den Abb. 3 bis 6 zu sehen, dabei kann und soll die jeweilige Nutzung der „Nische“ von Klasse zu Klasse variieren.

 

 

 

Sondernutzungen von Räumen

 

Die Kunst- und Werkräume in der Turnhalle

werden weiter als solche genutzt (ohne Darstellung). Die sehr kleinen und aufgrund der Raumgeometrie nicht optimal nutzbaren Klassenräume E6 und E7 im „Neubau“ Richtung Turnhalle, die zudem auch über keinen Nebenraum verfügen, werden als Kreativ-, Bewegungs- und Musikraum umfunktioniert, wenn die multifunktionale Nutzung der OGS-Räume im Untergeschoss umgesetzt werden soll.

 

Umgestaltung Lehrerzimmer/ Neugestaltung Verwaltungsbereich


Das derzeitige Lehrerzimmer ist deutlich zu klein. In der -auch konzeptionellen- Neuausrichtung soll für das Lehrer- und OGS-Personal im Untergeschoss ein gemeinsamer Raum geschaffen werden. Die Neugestaltung des bisherigen Lehrerzimmers sieht eine gemeinsame flexible Büronutzung für Sekretariat und Konrektorat mit zusätzlichem Arbeitstisch und Schrankflächen vor.

 
Aus dem bisherigen Sekretariat entsteht ein kleiner Besprechungsraum, z.B. für Lehrer-Elterngespräche, der aber zudem auch für gewünschtes ruhiges und konzentriertes Arbeiten als temporärer Arbeitsplatz genutzt werden kann. Siehe hierzu Abb. 7.

 

 

Lehrerzimmer und multifunktionales Büro
Das Lehrerzimmer (Abb. 8) wird mit Platz für bis zu 30 Personen deutlich vergrößert und ins Untergeschoss verschoben. Eine Teeküche wird eingerichtet und Aufbewahrungs-/ Schließfächer eingebaut und um ein angrenzendes, multifunktionales Büro ergänzt.

Diese Lösung bietet Platz für zwei bis drei Arbeits­plätze und einen zusätzlichen separaten Be­sprech­ungs­bereich für sechs bis acht Personen. Schränke und Regale ergänzen die variable Nutzung.

 

Lagerräume

 

Zusätzliche Lagerräume werden geschaffen (siehe Abb. 9).
Ein weiterer Abstellraum kann im „OGS-Raum 2“ generiert werden: jedem multifunktionalen Klassenraum „OGS 1“ und „OGS 4“ wird zukünftig ein Nebenraum zugeordnet (ehemals „OGS 2 und 3“). Würde der außenliegende Erweiterungsbau (Alternative 2) realisiert werden, so wäre dies der Erschließungsgang zur Mensa. Käme die „Alternative 1“, so ergäbe sich der zusätzliche ca. 20m² große Abstellraum.

 

 

 

Alternative 1 „Erweiterungsbau innen“

 

Für den Erweiterungsbau im Innenbereich bzw. Pausenhof der Schule ist folgende Entwurfskonzeption denkbar:


Der Baukörper gliedert sich in die Hanglage des Pausenhofes ein, die Dachfläche der Mensa wird als begehbare Dachterrasse genutzt.

 

Das Untergeschoss (Abb. 10) nutzt die Mensa einschließlich ihrer Begleiträume. Aufzug und Toilettenanlagen erreichen die Barrierefreiheit der Schule. Das Treppenhaus verbindet beide Etagen und integriert diese (derzeit ein düsteres, abgelegenes Treppenhaus). Ein zusätzliches Lehrer-WC ist erforderlich und könnte an dieser Stelle untergebracht werden.

 

 

Die so entstehende Mensa bietet dann Platz für mindestens 52 Personen, in drei Gruppen somit für insgesamt 156 (in Spitzenbelegung bis 180) Personen. Die Küche wird mit einer separaten Spül- und Waschküche und Abstellräumen separiert. Die Ausgabe der Mahlzeiten und auch die Beaufsichtigung der Kinder könnte über die Ausgabetheke erfolgen. Die derzeit außenliegende, unansehnliche Flucht-Treppenanlage würde abgebaut, da diese dann nicht mehr erforderlich wäre. Die Raumhöhe würde um rund 50 cm, d.h. 3 Stufen, auf ca. 3,16 m erhöht, so dass der große Raum nicht beengt wirkt und besser belichtet und belüftet werden kann.

 

 

Im Erdgeschoss (Abb. 11) wird nur ein schmaler Riegel an die bestehende Fluranlage angebaut, hier sind neben dem Eingangsbereich, mit barrierefreiem  Zugang zum Aufzug, WC-Anlagen und Technikräume vorhanden.               Die verbleibende Dachfläche der Mensa dient als Schulhof, auch eine Nutzung als Freiluftklasse oder eine Möblierung mit Spielgeräten oder Sitzbereichen ist denkbar. Die Brüstung wird mit einem Geländer ausgeführt, so dass der Sichtkontakt zwischen oberem und unterem Pausenhof erhalten bleibt.

 

Die Verglasung des Treppenhauses sorgt auch für eine Belichtung des dahinterliegenden Flurs und den rückwärtigen Sitzplätzen der Mensa im UG. Gleiches leisten die Oberlichter für den Küchenbereich.

 

 

 

 

 

 

Alternative 2 „Erweiterungsbau außen“

Für den Erweiterungsbau im Außenbereich des Schulgeländes würde die derzeit unbebaute Freifläche genutzt werden (Abb. 12 und 13).

 
Vorteil dieser Lösung: sie böte Platz für weitere oder zukünftige Gebäude­erweite­rungen. Der Abstand zum Bestandsgebäude sichert die Belichtung und Belüftung der vorhandenen Klassenräume.

 

In der jetzigen Konzeption werden die Mensaflächen des Entwurfs 1 adaptiert. Die Flächen einer möglichen Erweiterung sind dargestellt, diese entspricht etwa zwei Klassen- oder vier Differenzierungsräumen. Die Flächen könnten auch als Außenterrasse der Mensa oder als Freiluftklasse genutzt werden.

 

 

 

 

 

 

 

Abb. 13 -
Mögliche Lage des Baukörpers

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den gemeinsamen Beratungen mit Schul- und OGS-Leitungen wurden die Konzeptionen abgewogen; es wurde die Ausführung der „Alternative 1“ im Innenbereich des Pausenhofes -vor allem aufgrund der guten Verknüpfung und kurzen Wege von Erdgeschoss und Untergeschoss- präferiert.

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

Durch den Beschluss entstehen keine unmittelbaren Kosten.

 

Alternativen:

Alternativen werden von der Verwaltung nicht vorgeschlagen.

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Bildung, Integration, Soziales, Kultur, Demographie und Sport nimmt die vorgestellten Planungen zur Kenntnis.

 

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergabe und Liegenschaften nimmt die vorgestellten Planungen zur Kenntnis.

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Anlagen

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