Entscheidungsvorlage - VO/0155/24

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Einführung:

Die Einführung zum Thema ist bei den Vorlagen zum OGS-Umbau bereits in Vorlage VO/0148/24 ausführlich dargestellt. Zur Vermeidung von Wiederholungen wird an dieser Stelle daher darauf verwiesen.

 

 

Bedarf:

 

Die aktuelle Schulentwicklungsplanung sieht für die Katholische Grundschule Arsbeck am Teilstandort Wildenrath folgende Schülerzahlprognose vor:

 

Schuljahr

Klasse 1

Klasse 2

Klasse 3

Klasse 4

Gesamt

Klassen

OGS

85-90%

2023/2024

25

26

0

31

82

3

70-74

2024/2025

22

25

26

0

73

3

62-66

2025/2026

26

22

25

26

99

4

84-89

2026/2027

27

26

22

25

100

4

85-90

2027/2028

26

27

26

22

101

4

86-91

2028/2029

28

26

27

26

107

4

91-96

2029/2030

21

28

26

27

102

4

87-92

 

 

An der Katholischen Grundschule Arsbeck -Teilstandort Wildenrath- werden auch behinderte und nicht behinderte Kinder im gemeinsamen Lernen beschult.

 

Neben den Schülerzahlen sind auch die Mitarbeiterzahlen an der Schule stark gestiegen. Durch die Umstellung des Unterrichts von jahrgangsübergreifend auf jahrgangsbezogen gibt es in zwei Schuljahren nominal nur 3 Klassen.

 

 

Aktuelle Situation:

 

Derzeit nehmen die OGS-Kinder im 2008 erstellten Anbau ein Mittagessen zu sich. Dies geschieht in Gruppen nacheinander. Die Vorbereitung der Mahlzeiten erfolgt in einem abgetrennten Küchenbereich, in dem auch der Abwasch zwischen den einzelnen Essensgruppen erfolgt. Eine eigene Spülküche ist nicht vorhanden. Die Räumlichkeiten der Mensa reichen für eine einzügige Grundschule aus. Die Situation soll aber durch geringe bauliche Eingriffe verbessert werden, da der derzeitige Vorbereitungsbereich nicht genug Arbeitsfläche zur Verfügung stellt.

 

Die Betreuung erfolgt in den Räumen der Mensa und in den Klassenräumen, die multifunktional genutzt werden können. Alle Klassenräume werden genutzt, sind hierfür aber nicht ausreichend möbliert. Die Möblierung muss daher angepasst werden. Differenzierungsräume fehlen, um insbesondere die Kinder des Gemeinsamen Lernens ausreichend differenziert beschulen zu können.

 

Das Lehrerzimmer ist viel zu klein. Bedingt durch Teilzeitarbeit, zusätzliche Inklusionsbetreuung, OGS-Personal und sozialpädagogische Kräfte werden an diesem Teilstandort zukünftig bis zu 15 Mitarbeitende tätig sein.

 

In Abstimmung mit dem zuständigen Fachbereich Bildung und Soziales, der Schulleitung, der OGS-Leitung und dem Fachbereich Gebäudewirtschaft ergibt sich nachfolgender Bedarf:

 

  • Schaffung von 2 Differenzierungsräumen,
  • Ergänzung der vorhandenen Küche/Mensa,
  • Optimierung der Verwaltungsräume durch Verlegung,
  • Schaffung von multifunktionalen Büros und Besprechungsmöglichkeiten,
  • Schaffung eines größeren Lehrerzimmers (für max. ca. 15 Personen nutzbar auch gemeinsam mit der OGS) inkl. Schließfächern und Ablagen.

 

Mögliche Lösungen für die beengte Platzsituation können im vorhandenen Baukörper umgesetzt werden. Ein Anbau an der Grundschule in Wildenrath ist daher nicht erforderlich.

 

 

Konzeptstudie:

 

Bei der hier vorgestellten Planung handelt es sich nur um eine Konzeptstudie, die eine Umsetzung der Bedarfsplanung auf Durchführbarkeit (sog. Machbarkeitsstudie) und deren voraussichtlichen Kostenrahmen prüft und damit eine Möglichkeit der Umsetzung aufzeigt. Die letztendliche und abschließende Planung wird noch durch ein zu beauftragendes Architekturbüro erarbeitet, abgestimmt und umgesetzt werden müssen.


Für die Konzeptstudien wurden Grundrisspläne erarbeitet, die die Entwurfsideen in ihrer Gesamtheit zeigen.

 

Der Textteil der Konzeptstudie bezieht sich auf diese Pläne und erläutert diese in den dargestellten Detailausschnitten je Raumgruppe und -einheit.

 

 

Barrierefreiheit:

 

Leider kann in dieser Schule keine hundertprozentige barrierefreie Ausgestaltung des Baukörpers umgesetzt werden, obgleich diese gewünscht wird.

 

Die Barrierefreiheit ist in diesem Objekt nur unter hohem Kostenaufwand und unter Inanspruchnahme umfangreicher Flächen, die weitere Anbauten erforderlich machen würden, zu realisieren. Von Baukörper zu Baukörper sind zahlreiche Höhenunterschiede zu überwinden, die derzeit als Treppenstufen und teilweise auch als Rampe ausgebaut sind. Selbst der vordere Schulhof und der Haupteingang sind nur bedingt behindertengerecht erreichbar, da die Zufahrtsrampe entlang der alten Turnhalle ein größeres Gefälle als das zulässige sechsprozentige Gefälle aufweist. Auch die Nebeneingänge weisen Gefällesituationen bzw. Stufen und Treppen auf.

 

Das behindertengerechte WC in der Turnhalle soll auch weiterhin für die Schule genutzt werden. Der neue Verwaltungstrakt im EG soll barrierefrei durch einen Treppenlift erreichbar gemacht werden. Der vorhandene Aufzug der Turnhalle kann im Bedarfsfall weiterhin zur Erreichbarkeit des Obergeschosses genutzt werden.

  1.  Verwaltungstrakt


Die Verwaltung befindet sich derzeit im 1.OG. Die Räume können dort nicht erweitert werden. Daher soll der Verwaltungstrakt der Schule in die jetzige „Bibliothek“ umziehen (Abb. 50). Dort können dann alle Bereiche der Verwaltung zentral untergebracht werden; ein besetztes Sekretariat ist am Teilstandort Wildenrath nicht vorgesehen.


Wie in den anderen Grundschulen soll das Lehrerzimmer zukünftig auch von der OGS mitgenutzt werden und Raum für gemeinsame Besprechungen und Konferenzen bieten.

Zusätzlich werden zwei multifunktionale Arbeitsplätze, Schließ- und Ablagefächer und eine Teeküche eingerichtet. Ein separates kleines Büro für die Schulleitung soll auch für die OGS-Leitung zur Verfügung stehen, da die Schulleitung nur temporär vor Ort ist. Ein innenliegender Besprechungsraum (hier sind ein durchdachtes Lichtkonzept und gegebenenfalls eine Lüftungsanlage erforderlich) und ein Arbeitsvorbereitungsraum für das Lehrpersonal mit Notfall-Liege vervollständigen den neuen Verwaltungstrakt.

 

 

 

  1. Differenzierungsbereich


Durch die Verlegung des Lehrerzimmers werden in den bisherigen Räumen der Verwaltung zwei Differenzierungsräume mit ca. 34 und 24 m² geschaffen, die in ausreichender Nähe der Klassenräume liegen (Abb. 51). Baulich bedingt können keine anderen Räume generiert werden, einer zunächst geplanten Umnutzung des Lagerraumes zwischen Klasse 3 und 4 als dritte Option steht die Nutzung als Serverraum entgegen

 

Der angrenzende multifunktionale Mehrzweckraum wird weiterhin als solcher genutzt, steht natürlich aber auch für Differenzierungsunterricht zur Verfügung.

  1. Lerninsel

 

Im Treppenhaus des OG ist etwas Raum, um auch an diesem Standort eine separate Lerninsel und Kommunikationsmöglichkeiten (Abb. 52 und 53) für die Kinder zu schaffen.

 

Weitere Möglichkeiten einer entsprechenden Gestaltung sind am Standort Wildenrath leider rar und müssten ggf. in den Möblierungen der multifunktionalen Klassenräume oder des Mehrzweckraums berücksichtigt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  1. Multifunktionale Klassenräume

 

Die Gestaltung als multifunktionale Klassenzimmer soll auch in Wildenrath analog den anderen Schulstandorten erfolgen. Aufgrund der geringen Raumflächen, die zur Verfügung stehen, können an diesem Schulstandort keine angrenzenden, d.h. direkt zur Klasse zugehörigen Differenzierungsbereiche oder Lernnischen angeboten werden.

 

 

  1. Sanierung WC-Anlage

 

 

Im Rahmen der geplanten OGS-Erweiterungen soll auch der aus der Zeit des Schulbaus stammende Toilettentrakt grundlegend saniert werden.
 

Das Herren-WC soll wieder reaktiviert werden (derzeit wird dieses als Abstellraum genutzt) und ein Putzmittelraum soll geschaffen werden. Das zugehörige Damen-WC des Erdgeschosses befindet sich im OGS-Trakt. So sind Lehrer- und Betreuer-WCs auch im Erdgeschoss schnell erreichbar. Dies ist wichtig in Bezug auf den neuen Verwaltungstrakt.
Das behindertengerechte WC befindet sich in der benachbarten Turnhalle (Bestand).
Eine mögliche Ausgestaltung der Sanierung zeigt Abb. 55.

  1. OGS- Küche und Speiseraum

 

Durch die bisherige Nutzung des Speiseraums mit zwei aufeinanderfolgenden Essensgruppen ist der vorhandene Platz ausreichend. Bei den prognostizierten Zahlen der OGS ist durch die Organisation einer dritten Essensgruppe der zur Verfügung stehende Raum weiterhin ausreichend, d.h. drei Gruppen mit jeweils 30-35 Schülerinnen und Schülern lassen sich versorgen.

 

Problematischer wird dagegen die vorhandene Küche und die zur Verfügung stehenden Abstell- und Lagermöglichkeiten (Abb. 57) gesehen. Diese Räume sollen durch diverse Maßnahmen für die vergrößerte Zahl der OGS-Kinder ertüchtigt werden.

So soll in der Küche Raum für einen größeren Konvektomaten geschaffen werden. Eine zweite Industrie-Spülmaschine soll installiert werden. Für eine Spülstraße fehlt der Platz.


Die Ausgabetheke soll umgebaut werden und tiefer in den Speiseraum ragen, so dass mehr Bewegungsraum in der Küche vorhanden ist und die Ausgabe für die Kinder optimiert wird.


Der Einbau eines Kleinklimagerätes wird vorgesehen, da die Temperaturen vor allem in der Küche und während den Ausgabezeiten schnell auf über 26° C steigen. Weiterhin ist es problematisch, dass sich im Speiseraum die Fenster nicht vollständig öffnen lassen. Hier können nur die Oberlichtflügel in Kippstellung gebracht werden. Auch hier sorgt das Klimagerät für eine Entlastung der Situation. Zur Schaffung weiterer Lagermöglichkeiten soll das OGS-Magazin auch als ergänzender Vorratsraum für die OGS-Küche zur Verfügung stehen, vor allem soll aber der bestehende Vorratsraum in der Küche durch den Rückbau des vorhandenen angrenzenden WCs erweitert werden. Das Herren-WC ist dann im angrenzenden sanierten WC-Trakt im Pausenhof zu finden (Raum E-15).


Ein fest installiertes Wassersprudelgerät soll zudem das Problem mit der Unterbringung von Wasserkästen obsolet machen. Dieses Gerät, so wurde nach Besichtigung der Räume beschlossen, soll bereits als Sofortmaßnahme umgesetzt werden. Ergänzend wird auch ein rollbarer Gastro-Wagen zur Geschirrrückgabe beschafft.

 

 

 

  1. Sonnensegel

 

Als ergänzende Maßnahme erhält der OGS-Außenbereich einen Sonnenschutz, der vor direkter Exposition an der Sitzgruppe schützt.

 

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

Durch den Beschluss entstehen keine unmittelbaren Kosten.

 

Alternativen:

Alternativen werden von der Verwaltung nicht vorgeschlagen.

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Bildung, Integration, Soziales, Kultur, Demographie und Sport nimmt die vorgestellten Planungen zur Kenntnis.

 

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergabe und Liegenschaften nimmt die vorgestellten Planungen zur Kenntnis.

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Anlagen

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