Mitteilungsvorlage - VO/0155/25
Grunddaten
- Betreff:
-
Sachstandsbericht zur Planung Bahnhofsstraße
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Umwelt, Verkehr, Abwasser
- Finale Freigabe:
- Gaspers, Frank
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegenschaften (WBVL)
|
|
|
|
|
11.09.2025
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Mit Datum vom 29.06.2023 wurde das Ingenieurbüro GeHa aus Aachen mit der Planung der Sanierung der Bahnhofstraße beauftragt. Ursprünglich war lediglich eine Deckensanierung vom Bahnübergang bis zum Grenzlandring geplant. Aufgrund diverser Voruntersuchungen und Gutachten kam der schlechte Gesamtzustand der Straße und der angrenzenden Nebenanlagen zu Tage, sodass Politik und Verwaltung gemeinsam eine umfassende Komplettsanierung beschlossen haben. Da es sich hier um eine beitragsfähige Maßnahme nach § 8 Kommunalabgabengesetz handelt, übernimmt das Land 40 % der Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn und sogar 80 % für die Erneuerung der Nebenanlagen.
Bei der Bahnhofstraße handelt es sich um eine der Haupteinfahrtsstraßen in die Stadt Wegberg. Aus diesem Grund sollten bei der Planung die Belange aller Verkehrsteilnehmer berücksichtigt werden, ohne die Leichtigkeit des Verkehrs zu beeinträchtigen. Das planende Ingenieurbüro wurde daher beauftragt, insbesondere die nachfolgenden Punkte zu berücksichtigen:
- Sichere Verkehrsführung für Fußgänger und Radfahrer.
- Schaffung eines Alleencharakters.
- Schaffung von Aufenthaltsqualität z.B. durch Sitzgelegenheiten.
Die ersten durch das Ingenieurbüro GeHa vorgestellten Entwürfe konnten jedoch nicht überzeugen und mussten mehrfach überarbeitet werden. Schwierigkeiten ergaben sich insbesondere aufgrund der teilweise zu geringen Fahrbahnbreiten. Intern wurde der erarbeitete Zwischenstand am 26.05.2025 in der Wegberger Mühle diskutiert. Dabei wurde schnell deutlich, dass der Planstand nicht den Anforderungen der Verwaltung entsprach. Eine Diskussion entstand darüber wie es möglich wäre die oben genannten und zu berücksichtigen Punkte bei ebenfalls schmaler Fahrbahnbreite unterbringen zu können. Es wurde deutlich, dass eine weitere Überplanung zu erfolgen hat. Neben diversen Ideen von parallelen oder nicht parallelen Verkehrssträngen kam dabei auch der Gedanke auf, Teilbereiche der Bahnhofstraße als Fahrradstraße auszubauen. Unabhängig von dem weiterzuverfolgenden Weg, entschloss man sich in einem ersten Schritt dazu eine Querschnittsmessung (Anzahl der Kfz pro Tag) auf der Bahnhofstr. zu veranlassen, um die weiteren Planungen fundiert aufstellen zu können. Des Weiteren fand zeitnah eine umfassende Begehung der Straße mit allen beteiligten Fachbereichen statt, um alle Fachexpertisen samt Problemen einfließen lassen zu können (Parkflächen, Verkehr im Gewerbegebiet, Anliegen der Anwohnenden, Einbindung der Öffentlichkeit, etc.) Diese Überlegungen wurden der Politik in Rahmen einer interfraktionellen Runde am 01.07.2025 vorgestellt. Die Präsentation dazu wurde am nächsten Tag an die Fraktionsvorsitzenden verteilt, der Vollständigkeit halber wird diese der Vorlage angehangen.
Mittlerweile sind erste Ergebnisse da. Die ergänzend zur Planung beauftragte vorbereitende Querschnittsmessung für ein Mobilitätskonzept zur Bahnhofstraße hat ergeben, dass diese im Schnitt von ca. 7.000 Kfz/Tag befahren wird.
Die Hinweise für die Planung von Radschnellverbindungen und Radvorrangrouten sagen: "Die Einsatzbereiche von Fahrradstraßen im Zuge von RSV / RVR sind innerorts auf etwa 2.500 Kfz/ Tag begrenzt, da erfahrungsgemäß bei höheren Kfz-Belastungen und einem entsprechend starkem Radverkehr die gegenseitigen Beeinträchtigungen und damit das Konfliktpotential zunehmen".
Aufgrund der Ergebnisse aus der Querschnittsmessung sowie den Vorgaben aus den Planungsrichtlinien, erscheint aktuell der Ausbau der Bahnhofstraße als Fahrradstraße als nicht sinnvoll. Ungeachtet dieses Ergebnisses, strebt die Verwaltung eine Überplanung mit den oben zwingend genannten Kriterien an. Hierzu wird voraussichtlich am 05.09.2025 der nächste Planungstermin für die weiteren Schritte erfolgen. Über das Ergebnis wird die Verwaltung zeitnah berichten.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
1,5 MB
|
