Empfehlungsvorlage - VO/1021/09
Grunddaten
- Betreff:
-
Vorstellung des INTERREG IV A Projektes "Nationalparkregio De Meinweg" durch den Zweckverband Deutsch-Niederländischer Naturpark Maas-Schwalm-Nette; hier: Beteiligung der Stadt Wegberg an der regionalen Kofinanzierung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Empfehlungsvorlage
- Federführend:
- SEWG
- Finale Freigabe:
- Schmitz, Theo
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (StaWi)
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Vorberatung
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10.02.2009
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Wegberg
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Entscheidung
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17.02.2009
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Nach der endgültigen
Grenzziehung zwischen Deutschland und den Niederlanden (Wiener Kongress
1814-1815) wurde der Meinweg auf die einzelnen umliegenden niederländischen und
deutschen Kommunen verteilt. Bis dahin
war das Gebiet - bis zur endgültigen
Verteilung 1822 gemeinsames Eigentum von zwölf niederländischen und deutschen
Kirchspielen. Die gemeinsame Geschichte spiegelt sich bis heute im Namen
„Meinweg“ beidseitig der Grenze für die Grenzregion wieder. So
wurde der auf niederländischer Seite gelegene Nationalpark ebenfalls hiernach benannt
(Nationalpark De Meinweg). Beidseits der Grenze stehen große (bewaldete) Teile
im Eigentum der betreffenden Kommunen. Das Land NRW (inkl. der NRW Stiftung)
und das Königreich der Niederlande besitzen einen ansehnlichen Teil der Flächen
(z. B. im Nationalpark De Meinweg, NL und im Lüsekamp und Boschbeektal, Forst
Meinweg, Naturwaldzelle Dalheim, Schaagbachtal und das Helpensteiner Bachtal,
D).
Die
Grenzkommunen haben einen ausgesprochenen ländlichen Charakter und wollen nachhaltig
den Bereich Tourismus und Erholung stärken. Die gemeinschaftliche
grenzüberschreitende Geschichte bietet den Projektpartnern, hierzu zählen die
Gemeinden Niederkrüchten, Wassenberg und Wegberg sowie die NABU
Naturschutzstation auf deutscher Seite und Roermond, Roerdalen, die
Overlegorgaan NP De Meinweg und das Staatsbosbeheer Regio Zuid auf
niederländischer Seite, die einmalige Chance, nachhaltig diese Ziele zu
verfolgen. Durch die Verbindung und weitere Entwicklung von gefährdeten
Lebensräumen sollen Natur und Landschaft gestärkt werden und ein
grenzüberschreitendes Netzwerk zu einem effizienteren Vorgehen im Natur- und
Landschaftsschutz beitragen.
Ziele
des Projektes sind
Ø
die Verbesserung
der Qualität von Natur und Wäldern im deutsch-niederländischen Meinweggebiet,
Ø
die Stärkung der
nachhaltigen Naherholung in der Grenzregion durch die gemeinsame
Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing des Netzwerkes in deutscher und
niederländischer Sprache unter dem Namen „Nationalregion De
Meinweg“,
Ø
die Realisierung
einer grenzüberschreitenden abgestimmten Planung, Pflege und Untersuchung
(Monitoring) von Natur- und Landschaftsschutzgebieten,
Ø
die Vernetzung
von grenzüberschreitenden Sonderbiotopen wie Feucht- und Trockenheiden,
Gagelmooren und Maßnahmen zum Artenschutz gefährdeter Arten, wie z. B. der
Kreuzotter,
Ø
die Realisierung
einer grenzüberschreitenden abgestimmten Besucherlenkung und das
Informationsangebot,
Ø
der
Informationsaustausch über die Kenntnisse und die Präsentation von Natur und
Landschaft,
Ø
die quantitative
und qualitative Verbesserung des Angebotes an Veranstaltungen im Bereich
der Natur- und Landschaftskunde und der
Heimatkunde,
Ø
die Steigerung
des Bekanntheitsgrades der Grenzregion,
Ø
die Errichtung
von Beobachtungspunkten (u. a. auf der Hochterrasse mit Überblick über
Boschbeek und Maastal) und die Realisierung von sog.
„Eingangstoren“ zum Gebiet,
Ø
die Verbindung
von Roermond, Wassenberg, Wegberg und Niederkrüchten über das dazwischen
liegende Meinweggebiet und
Ø
die Ausbildung
von zweisprachigen ehrenamtlichen Natur- und Landschaftsführern und die
Vermarktung der Angebote.
Diese
Zielsetzung ist auch im Zusammenhang mit der Ausweisung der niederländischen
und deutschen Gebiete in und um den Meinweg herum als Bestandteil des Europäischen
Netzwerkes von Natur und Landschaft (NATURA 2000) formuliert. Eine Stärkung der
Identifikation der Bewohner der Grenzregion Meinweg soll hierdurch erreicht
werden.
Zur
Realisierung der Projektziele
sind als Maßnahmen vorgesehen:
Ø
die Planung und
Umsetzung eines grenzüberschreitenden Natur- und Kulturerlebnis-Wegekonzeptes
mit u. a. Lenkung der Besucher durch die Natur und die gemeinsame Geschichte
(touristisch, Naherholungs- und archäologisches Projekt),
Ø
die
zweisprachige und grenzüberschreitende Vermarktung und Kommunikation der
ausgewiesenen Wege zum Erleben der Nationalparkregion De Meinweg durch
zweisprachiges Informationsmaterial und Internet,
Ø
die Abstimmung
für eine grenzüberschreitende Betreuung und Zielsetzung der Grenzregion De
Meinweg gemäß einem Nationalpark mit einer natürlichen Entwicklung auf mehr als
50 % der Flächen,
Ø
die Realisierung
des grenzüberschreitenden Verbunds von regionaltypischen Sonderbiotopen
(trockene und feuchte Heiden, Heidemoore und Kreuzotterlebensräume) und
Artenschutz und
Ø
die Erstellung
eines Schulungsprogramms zur Ausbildung von grenzüberschreitenden (bilingualen)
Kräuterpädagogen, Natur- und Landschaftsführern und Ausweitung der
Veranstaltungsangebote.
Der
nachhaltige Charakter des Projektes wird nach Realisierung und Ablauf in
der Bildung des deutsch-niederländischen Netzwerkes gesehen. Wegen der
besonderen Bedeutung des Gebietes im Europäischen Netzwerk NATURA 2000 werden
die verantwortlichen Behörden und Naturschutzorganisationen die Zusammenarbeit
grenzüberschreitend fortführen. Die von den Projektpartnern aufgebaute Struktur
steht zukünftig zur Stärkung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und nachhaltigen Erholung zur Verfügung. Mit
dem Projekt soll ein grenzüberschreitender regionaler Impuls für die
Nacherholung unter den Partnern erreicht werden.
Im
Bereich der Informations- und Öffentlichkeitsarbeit ist u. a. die
Erstellung eines Kommunikationsplanes und die Veröffentlichung einer
Publikation zur Natur/Genuss-Route und einer touristischen-archäologischen
Route und deren Vermarktung geplant. Projektpräsentationen im Internet,
Pressemitteilungen, Teilnahmen an Messen, Veröffentlichungen in Zeitschriften,
Aufnahme von Veranstaltungen und die Organisation eines zweisprachigen
Symposiums zur Darstellung der Ergebnisse (Natur und Landschaft) runden das
Bild ab.
Die
förderfähigen Kosten des
Projektes sind wie folgt gegliedert:
|
Personalkosten |
250.000,00 € |
|
Externe Kosten |
350.000,00 € |
|
Materialkosten |
300.000,00 € |
|
Sonstige Kosten |
50.000,00 € |
|
Gesamtkosten: |
950.000,00 € |
Die geplante Finanzierung des Projektes im Rahmen des INTERREG IV A
Programms stellt sich folgendermaßen dar:
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Beteiligte Institutionen: |
Betrag in
Höhe von: (€) |
Anteil in
%: |
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|
EU-Mittel
(EFRO)
|
475.000,00 € |
50 |
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Nationale
Kofinanzierung durch die
Provinz Limburg (NL) |
142.500,00 € |
15 |
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|
Nationale
Kofinanzierung durch das
Land NRW (D) |
142.500,00 € |
15 |
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|
Regionale
Kofinanzierung durch die
Projektpartner: |
190.000,00 € |
20 |
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Gemeinde
Niederkrüchten Gemeinde
Roerdalen Stadt
Roermond Stadt
Wassenberg Stadt Wegberg SBB Region Süd/NP De Meinweg Regiofonds Naherholung und Tourismus
Maasplassen/WCL |
30.000 € 30.000 € 30.000 € 30.000 € 30.000 € 30.000 € 10.000 € |
||
|
Gesamt: |
950.000,00
€ |
100 |
|
Im
Zusammenhang mit der Kofinanzierung sind vom Deutsch-Niederländischen Naturpark
Maas-Schwalm-Nette Vorgespräche mit dem Ministerium für Umwelt, Natur und
Landschaft des Landes NRW, der Abteilung Ländlicher Raum der niederländischen
Provinz Limburg und den Projektpartnern geführt worden.
Das
Projekt soll am 1. April 2009 gestartet werden und sich über einen Zeitraum von
45 Monaten erstrecken bis ende 2012.
Herr
Dr. Leo Reyrink, Geschäftsführer Grenspark Maas-Schwalm-Nette, und Herr Josef
Tumbrinck, Vorsitzender des NABU NRW, werden das Projekt in der Sitzung des Ausschusses
vorstellen und erläutern.
Die
Verwaltung empfiehlt dem Ausschuss, dem Rat vorzuschlagen, für die
Mitfinanzierung des Projektes seitens der Stadt Wegberg im Haushaltsjahr 2010
einen Zuschuss in Höhe von 30.000,00 € zur Verfügung zu stellen.
