Empfehlungsvorlage - VO/1132/09
Grunddaten
- Betreff:
-
Breitbandversorgung im Stadtgebiet Wegberg
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Empfehlungsvorlage
- Federführend:
- SEWG
- Finale Freigabe:
- Schmitz, Theo
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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Erledigt
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Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (StaWi)
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18.06.2009
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Erledigt
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Rat der Stadt Wegberg
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Entscheidung
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30.06.2009
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Die Deutsche Telekom, vertreten durch den Vertriebsleiter Herr Gregor
Theißen, hat in der Sitzung des Hauptausschusses am 17. März 2009 ein Konzept
für die Er-schließung des Gewerbe- und Industrieparkes WEGBERG-OVAL, den
Stadtteil Wegberg-Wildenrath, Bereich Schaagring, und die Stadtteile Beeck,
Beeckerheide und Schönhausen mit einer großflächigen Breitbandversorgung
vorgelegt. Die Gesamtkosten für alle Bereiche beliefen sich hierbei auf ca. 460.000,00 €. Hiervon sollte die
Stadt Wegberg für den Bereich des Gewerbe- und Industrieparkes einen
Eigenanteil in Höhe von 20.000,00 €, für den Stadtteil Wildenrath
43.000,00 € und die Ortschaft Beeck, Beeckerheide und Schönhausen ca.
80.000,00 € als Deckungslücke schließen.
Die Beratung im Ausschuss hat die Verantwortlichen der Telekom nach
anderen Lösungen suchen lassen; sie bieten nunmehr der Stadt Wegberg eine
großflächige DSL-Versorgung für den Gewerbe- und Industriepark WEGBERG-OVAL,
den Stadtteil Wegberg-Wildenrath, Bereich Schaaaring, und das
„Kleingewerbegebiet Petersholz“ mit angrenzendem Wohngebiet zu
einem Eigenanteil in Höhe von ca. 30.000,00 €. Dieser Betrag kann durch
die Stadt in Form einer finanziellen Beteiligung oder auch als Sach- und
Bauleistung erbracht werden.
Wie in der vorgelegten Übersicht zum DSL-Ausbaugebiet zu sehen ist,
müssen in zwei Bereichen von der Ecke Auf dem Kirchkamp/Heinsberger Straße ca.
280 m entlang der Heinsberger Straße und im WEGBERG-OVAL (ca. 260 m entlang des
Zubringergleises der Firma Siemens AG) Leerrohre auf einer Strecke von
insgesamt ca. 540 m verlegt und 6 weitere Stromanschlüsse zur Betreibung der
Outdoorschränke bereit gestellt werden.
Auf die Anfrage bei den Mitbewerbern (Arcor, Vodafone, Accom, Net Cologne
und O2) wurde ausschließlich von der Firma Vodafone mit Schreiben vom 4.6. d.
J. mitgeteilt, dass eine Verbindung der Ortsnetze Wassenberg 1 (Lokalisation
Myhl) und Wegberg voraussichtlich bis Ende September 2009 fertig gestellt sein
soll. Die Struktur des Kabelnetzes vom Hauptverteiler bis zum Kunden bleibt
hiervon unberührt, d. h. dass sich hieraus keine besseren Datenraten für die
Unternehmen im WEGBERG-OVAL und in den einzelnen Stadtteilen erzielen lassen.
Ansonsten bietet dieses Unternehmen lediglich eine funkgesteuerte Lösung über
UMTS/HSDPA (letzteres für Handykunden) an, die mit einer drahtgebundenen Lösung
nicht zu vergleichen ist.
Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg mbH hat in
ihrem im Jahre 2007 erarbeiteten Leitbild zum Wirtschaftsstandort Kreis
Heinsberg die Bedeutung der großflächigen Breitbandvernetzung im Kreis
Heinsberg und für die hiesige Wirtschaft hervorgehoben und mit verschiedenen
Partnern die „Breitband-initiative Kreis Heinsberg“ ins Leben
gerufen. Derzeit befassen sich mehrere Arbeitsgruppen mit dem Projekt
„Lückenschluss“, eine Maßnahme zur Schaffung verbesserter
Voraussetzungen zur Entwicklung einer Breitband-Infrastruktur im Kreis
Heinsberg. Das geplante Infrastrukturprojekt sieht einen kreisweiten Ausbau des
Glasfaserleerrohrnetzes vor, die durch bereits bestehende Netz-Infrastrukturen
der Telekom AG und anderer Anbieter (z. B. Unity-Media) ergänzend oder ggfls.
sogar ersetzend sinnvolle Beiträge liefern. Einige Kommunen im Kreis haben
aktuell Angebote der Telekom AG vorliegen, verschiedene Ortslage mit
DSL-Leitungen aufzuwerten. Die vorgestellten Ausbaupläne des Leerrohrnetzes
eignen sich jedoch nach Ansicht der beteiligten Kommunen alleine nicht dazu,
das Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung im gesamten Kreis Heinsberg
zu erreichen, so dass bei zunehmendem Bedarf noch wesentliche Investitionen in
lokale Einzelmaßnahmen zu tätigen sind.
Die Verwaltung schlägt vor, mit Blick auf eine schnellstmögliche
Verbesserung der Breitbandversorgung im Gewerbe- und Industriepark WEGBERG-OVAL
das Angebot der Telekom AG anzunehmen und zunächst einen Ausbau für den
Gewerbe- und Industriepark WEGBERG-OVAL und die damit verbundene Möglichkeit
der Anbindung der Stadtteile Wildenrath, Schaagring, und Petersholz anzugehen.
Gleichzeitig wird vorgeschlagen, anstatt einer finanziellen Einmalzahlung der
Stadt zur Schließung der Deckungslücke und zur Beschleunigung des gesamten
Verfahrens die erforderlichen Erdarbeiten durch die Stadt auszuschreiben und
durch ein am Vergabeverfahren beteiligtes Unternehmen ausführen zu lassen. Die
voraussichtlichen Kosten werden einschließlich der fünf benötigten
Stromanschlüsse zur Betreibung der Outdoorschränke auf ca. 30.000,00 €
geschätzt. Zwischen der Stadt Wegberg und der Deutsche Telekom Netzproduktion
GmbH wird ein diesbezüglicher Kooperationsvertrag abgeschlossen.
Die erforderlichen Haushaltsmittel können im Rahmen des Konjunkturpaketes
II aus dem Förderschwerpunkt
„Investitionsschwerpunkt Infrastruktur“ zur Verfügung
gestellt werden.
Die
Verbesserung der Breitbandversorgung in den Stadtteilen Beeck, Beeckerheide und
Schönhausen soll in einem weiteren Schritt geplant (ggfls. können hier die
Ergebnisse der Breitbandinitiative des Kreises mit einfließen) und umgesetzt
werden.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der
Rat beschließt, kurzfristig die Situation der Breitbandversorgung im
Stadtgebiet Wegberg für den Bereich des Gewerbe- und Industrieparks
WEGBERG-OVAL und die Stadtteile Wegberg-Wildenrath, Bereich Schaagring, und
Petersholz zu verbessern. Hierzu soll mit der Deutsche Telekom
Netzwerkproduktion GmbH ein entsprechender Kooperationsvertrag geschlossen
werden. Die entstehende Deckungslücke in Höhe von ca. 30.000,00 € soll
durch Baueigenleistungen der Stadt Wegberg (Verlegen von insgesamt ca. 540
Meter Leerrohre sowie die Bereitstellung von 6 Stromanschlüssen für die
Betreibung der Outdoorschränke) ausgeglichen werden.
Die
Versorgung der Stadtteile Beeck, Beeckerheide und Schönhausen sollen in einem
weiteren Schritt geplant und umgesetzt werden. Hierbei könnten ggfls. auch die
Ergebnisse der Breitbandinitiative genutzt werden.
