Mitteilungsvorlage - VO/1515/10
Grunddaten
- Betreff:
-
Mitteilungen -öffentlicher Teil-
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Erste Beigeordnete / Dezernat III
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
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●
Erledigt
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Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr (StUV)
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Kenntnisnahme
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07.09.2010
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Dem Ausschuss liegen zu folgenden Themen schriftliche Mitteilungen
vor:
1.4.1 Haftung der Gemeinde bei Starkregen
In
den letzten Jahren haben sich stärkere Regenereignisse vermehrt. Hierbei kam es
in einzelnen Fällen zu Kellerüberflutungen und Überflutungen von Straßen. Sehr
schnell wird dann von den Betroffenen geäußert, dass die Kanäle zu klein
dimensioniert seien bzw. es müssten Rückhaltevorrichtungen geschaffen werden,
um diese Überflutungen zu verhindern. In einem viel beachteten Urteil hat das
Oberlandesgericht Koblenz mit Beschluss vom
Unabhängig
von der Stärke des Regens, musste bei der Überprüfung von Schadensereignissen
durch Rückstau auf privaten Grundstücken leider meistens festgestellt werden,
dass die Hausentwässerungsanlagen nicht den allgemein anerkannten Regeln der
Technik entsprachen. Hier ist der Grundstückseigentümer gefordert, für Abhilfe
zu sorgen.
1.4.2 Förderung der heimischen Wirtschaft
Für
die Verwaltung der Stadt Wegberg ist es eine Selbstverständlichkeit, die
heimische Wirtschaft zu fördern und insbesondere bei der Ausschreibung von
Bauleistungen ortsansässige Betriebe zu berücksichtigen. Jedoch kann die
Verwaltung Aufträge an ortsansässige Betriebe nur erteilen, wenn diese auch
Angebote vorlegen. Die Erfahrung der letzten Ausschreibungen zeigt jedoch, dass
Wegberger Betriebe aus welchen Gründen auch immer an einer Auftragsvergabe
durch die Stadt nicht immer interessiert sind. Exemplarisch sei dies an den
zuletzt ausgeschriebenen Maßnahmen dargestellt:
-
Abbrucharbeiten
Gymnasium Wegberg
6 Firmen aufgefordert, davon 2 Wegberger Firmen, eine
Wegberger Firma beteiligte sich am Angebotsverfahren
-
Dachdeckerarbeiten
WC-Anlagen Grundschule Wegberg
7 Firmen angeschrieben, davon 5 Wegberger Firmen, 2
Wegberger Firmen beteiligten sich an der Submission
-
Metallbauarbeiten
WC-Anlagen Grundschule Wegberg
8 Firmen angeschrieben, davon 3 Wegberger Firmen,
keine Wegberger Firma gab ein Angebot ab
-
Fassadenbekleidungsanlagen
WC-Anlagen Grundschule Wegberg
6 Firmen angeschrieben, davon 2 Wegberger Firmen,
keine Wegberger Firma gab ein Angebot ab
-
Lüftungsanlagen
WC-Anlagen Hauptschule Wegberg
4 Firmen angeschrieben, davon eine Wegberger Firma,
Wegberger Firma gab kein Angebot ab
-
Sanitärarbeiten
WC-Anlagen Hauptschule Wegberg
5 Firmen angeschrieben, davon 2 Wegberger Firmen,
eine Wegberger Firma beteiligte sich
Von
15 Firmen aus Wegberg, die zur Angebotsabgabe aufgefordert worden sind, haben 4
Firmen ein Angebot abgegeben. Einige Firmen begründen ihre Nichtteilnahme an
den Ausschreibungen mit sehr guter Auftragslage bzw. mit den anstehenden
Betriebsferien.
1.4.3 Interkommunale Zusammenarbeit auf
Kreisebene
Ende
April / Anfang Mai dieses Jahres wurde kreisweit der Eichenprozessionsspinner
(EPS) mit Hilfe des Wirkstoffes Dipel-ES – Bazillus Turingiensis
bekämpft. Der Eichenprozessionsspinner befällt bevorzugt Eichen und hat sich
den Lebensraum am Niederrhein seit ca. 10 Jahren nach und nach erobert.
Die
Larven des unscheinbaren braunen Nachtfalters tragen Gifthaare, welche auf der
Haut und anderen Schleimhäuten der Menschen allergische Reaktionen (Ausschläge,
Asthmaanfälle etc.) hervorrufen. Im Stadtgebiet Wegberg wurden 1.334 Eichen mit
dem Wirkstoff behandelt. Behandelte Bäume sind larvenfrei geblieben.
Vorausgegangen
war eine Zusammenkunft der kreisangehörigen Städte und Gemeinden auf
Betriebshofleiter- und Feuerwehrebene am
In
2010 wurden aufgrund der Kooperation der kreisangehörigen Kommunen und des
Kreises Heinsberg 7.600 Eichen mit dem Wirkstoffgemisch eingenebelt. Aufgrund
der Anzahl der Bäume konnte der Wirkstoff Dipel-ES- Bazillus Turingiensis und
die Dienstleistung des Lohnunternehmers günstiger eingekauft werden.
Bei
1.334 behandelten Wegberger Eichen entfiel auf die Stadt Wegberg ein Kostenanteil
in Höhe von 4.362,18 €. Die Bekämpfung einer EPS-Plage mittels massiver
Schutzausrüstung, Hubsteiger und Gasbrenner hätte ein Vielfaches gekostet und
immer auch die Gefahr mit sich gebracht, dass städt. Personal (Baubetriebshof
und Feuerwehr) gesundheitliche Schäden davongetragen hätte.
Zurzeit
wird auf interkommunaler Ebene vereinbart, die Nachfrage nach Streusalz
kreisweit zu bündeln, um Mengenvorteile auszuhandeln und eindeutige
Lieferzusagen durchsetzen zu können. Alle Kommunen waren im Winter 2009/2010
gleichermaßen von den Lieferengpässen der Industrie betroffen und in ihren
Winterdiensten eingeschränkt.
Die
Salzhalle beim städtischen Baubetriebshof Wegberg ist mit rund 200 to Streusalz
zurzeit gut gefüllt.
1.4.4 Verkehrssicherungspflicht an
Waldwegen
Über
die notwendigen regelmäßigen Baumkontrollen an öffentlichen Straßen und Plätzen
ist in diesem Ausschuss von der Verwaltung bereits mehrfach berichtet worden.
Bislang gab es jedoch nur wenige vereinzelte Gerichtsentscheidungen zur
Verkehrssicherungspflicht für als Wanderwege genutzte Waldwege. Ein Urteil des
Landgerichts Saarbrücken vom
Unberührt
bleibt aber die Verkehrssicherungspflicht des Waldbesitzers für Bereiche, in
denen der Wald an Straßen oder Grundstücke angrenzt oder wenn sonstige
berechtigte Sicherheitserwartungen bestehen.
1.4.5 Vergleichsring Abwasser bei der KGSt
Antrag der CDU-Fraktion vom
Die
CDU-Fraktion hat mit Schreiben vom
"Der
Rat möge beschließen, die Verwaltung zu beauftragen, Mitglied im Vergleichsring
Abwasserbeseitigung bei der KGSt zu werden".
Die
Verwaltung hat kurzfristig mit der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für
Verwaltungsmanagement (KGSt) Kontakt aufgenommen.
Laut
Information der KGSt arbeitet zurzeit ein Vergleichsring Abwasser nur in
Bayern. Ein Einstieg hierzu ist nicht möglich. Ein weiterer Vergleichsring zum
Abwasserbetrieb existiert bei der KGSt nicht. Somit kann die Stadt Wegberg
aktuell kein Mitglied in einem Vergleichsring Abwasser werden.
Zu
einer möglichen Vorgehensweise zur Gründung eines weiteren Vergleichsrings
teilt die KGSt Folgendes mit:
"Die
Initiative der Stadt Wegberg zur Gründung eines Vergleichsrings Abwasser wird
seitens der KGSt unterstützt und aufgenommen. Die weitere Vorgehensweise sieht
folgendermaßen aus: In der 35. Kalenderwoche legt die KGSt ein Anschreiben an
die Gemeinden / Städte bis ca. 50.000 Einwohner vor, das bzgl. der Formulierung
zur Initiative von Wegberg mit der Stadt Wegberg abgestimmt wird.
Die
KGSt wird dieses Schreiben im Laufe des Septembers an die genannte Zielgruppe
versenden und um Interessensbekundungen bis etwa Ende Oktober 2010 bitten;
sofern eine ausreichende Zahl interessierter Gemeinden zustande kommt, wird
voraussichtlich bis Ende 2010 eine Informationsveranstaltung stattfinden, bei
der das Vergleichsring-Projekt vorgestellt und diskutiert wird.
Sofern
sich anschließend eine Mindestteilnehmerzahl von 10 Gemeinden für den
Vergleichsring verbindlich anmeldet, kann dieser ab Februar/März 2011 seine
Arbeit aufnehmen."
Die
Verwaltung ist mit der Vorgehensweise seitens der KGSt einverstanden. Zu den
Ergebnissen wird die Verwaltung zeitnah berichten.
1.4.6 Zusammenstellung der abgeschlossene
Baumaßnahmen
Die
Verwaltung informiert den Fachausschuss regelmäßig über abgeschlossene Baumaßnahmen
im Laufe des Kalenderjahres. Bis Ende August wurden folgende größere Maßnahmen
fertig gestellt:
|
Nr. |
Maßnahme |
bauausführende Firma für das
Hauptgewerk |
Bausumme |
|
1 |
Neubau des
Brückenbauwerkes Straße "Zur Lohmühle" in Wegberg-Bissen |
Geschw.
Balter GmbH, Losheim-Eifel |
78.000,00 € |
|
2 |
Erneuerung im Bereich
Stützwand am Brückenbauwerk Echter Straße |
F.
Schroeders, BU Waldfeucht |
70.000,00 € |
|
3 |
Kanalsanierung Farn- und
Fichtenweg |
Kanalsanierung
Siegerland GmbH, Hamm |
70.000,00 € |
|
4 |
Kanalsanierung Tannenweg |
Swietelsky-Faber
Kanalsanierung GmbH, Blomberg |
120.000,00 € |
|
5 |
Neubau eines RÜB in
Wegberg – Wildenrath |
F.
Schroeders, BU Waldfeucht |
750.000,00 € |
|
6 |
Fahrbahndeckensanierung
Teilbereich der Fußbachstraße |
Schneider
Tiefbau, Hückelhoven |
70.000,00 € |
|
7 |
Fahrbahndeckensanierung Teilbereich Einmündung
Kreuzherren/Beecker Straße |
Fa.
Tellers, Waldfeucht |
40.000,00 € |
|
8 |
Neubau Treppenanlage Motte
Wegberg |
Metallbau
Wirtz |
30.000,00 € |
|
9 |
Fahrbahndeckensanierung
von Wirtschaftswegen aus Mitteln des Konjunkturpakets II |
Fa.
Dohmen, Übach-Palenberg |
80.000,00 € |
|
10 |
Erneuerung der
Uferbefestigung am Burggraben Wegberg, |
Fa. Böwingloh & Helfbernd,
Verl |
43.500,00 € |
1.4.7 Bebauung
eines Grundstückes in der Ortslage Busch
Im
März 2008 stellte eine Eigentümergemeinschaft für das Grundstück Gemarkung
Wegberg, Flur 56, Flurstück 100, in der Ortslage Busch einen Antrag auf
Erteilung eines Vorbescheides. Mit Bescheid vom
Gegen
diese Ablehnung hat die Eigentümergemeinschaft am
Am
1.4.8 Fördermittel für den Ausbau der Rather Straße
Mit
Schreiben vom
Nach
den derzeitigen gültigen Förderungssätzen von 60 % (Bund) und 5 % (Land) ist
für die Maßnahme eine entsprechende Finanzierung vorgesehen.
Durch
diese Einplanungsmitteilung wird allerdings kein Rechtsanspruch auf Förderung
weder dem Grunde noch der Höhe nach begründet. Über die tatsächliche Höhe wird
erst im Jahr vor Aufnahme in das sogenannte Jahresprogramm entschieden.
1.4.9 Grundschule Arsbeck
Finanzielle Mittel für den Bau einer
Photovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle
Im Zuge des Anbaus des Gymnastikraums an die
Turnhalle der Grundschule Arsbeck
(KP II – Maßnahme) sollen die Flachdächer der
Turnhalle saniert werden. Finanzielle Mittel hierfür stehen in Form von
Rückstellungen zur Verfügung.
Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahme hält die Verwaltung
es für sinnvoll, gleichzeitig eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der
Turnhalle auszuführen. Zur Finanzierung dieser Anlage sollen auf Vorschlag der
Verwaltung die Mittel der Investitionsmaßnahme „Lüftungsanlage
Grundschule Rath-Anhoven - I 01130741“ in Höhe von € 94.500,- übertragen werden.
Die Mittel für die Investition der benötigten
Lüftungsanlage werden dann für den Haushalt 2011 neu beantragt.
Fertigstellung der Erneuerung der Toilettenanlagen
der Hauptschule (KP II - Maßnahme)
Die Erneuerung der Toilettenanlagen der Hauptschule
ist in den Sommerferien durchgeführt und fertig gestellt worden. Seit Beginn
des neuen Schuljahres sind die Toiletten in Betrieb.
Die Gesamtauftragssumme für die Baumaßnahme betrug
ca. € 115.000,00 €.
Die umfangreichsten Arbeiten wurden ausgeführt von
folgenden Firmen:
-
Fa. Beyer, Wegberg
(Heizung, Sanitär)
-
Fa. Kalka,
Hückelhoven (Lüftung)
-
Fa. H-S-E-TEC,
Hückelhoven (Elektro)
-
Fa. Königs,
Wegberg (Fliesen)
Vandalismus am Wochenende 28./29.08.2010
Am Wochenende 28./29.08.2010 kam es in der Nacht von
Samstag auf Sonntag um ca. 1.00 – 2.00 Uhr im Schulzentrum zu
Gewaltanwendung und erheblichem Vandalismus durch jugendliche Täter,
insbesondere auf dem Gelände des Maximilian-Kolbe-Gymnasiums.
Die für die Baumaßnahme am Gymnasium aufgestellten
Klassen-Container wurden erheblich beschädigt. Fenster wurden eingeschlagen und
Rollläden zerstört. Ein Wachmann der beauftragten Sicherheitsfirma wurde
bedroht und dessen Wagen durch die Randalierer beschädigt. Bei Eintreffen der
alarmierten Polizei waren die Täter bereits geflüchtet und konnten demzufolge
nicht identifiziert werden.
Mit Hilfe der Firma Streif, die die Container
geliefert und aufgestellt hatte, konnten die Container kurzfristig für den
Schulbeginn am 30.08. weitestgehend wieder hergerichtet werden.
