Entscheidungsvorlage - VO/1563/10

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

Das kreisweite Gutachten zur Schulentwicklungsplanung liegt nun vor. Hierbei sind die voraussichtlichen Entwicklungen bis 2013/2014 dargestellt. Das von der BIREGIO Bonn zusammengestellte Zahlenwerk weist zur besseren Darstellung die Zahlen von 2003/04 bis 2014/15 aus. Hier wird deutlich, wie drastisch die Schülerzahlen sinken.

 

Die Verwaltung hat in der Anlage die Entwicklungszahlen der einzelnen Schulen in Wegberg noch einmal in übersichtlicher Form zusammengestellt.

 

Im Wesentlichen werden die Zahlen der stadteigenen Fortschreibung bestätigt. Abweichungen im Bereich der weiterführenden Schulen erklären sich durch unterschiedliche Erwartungen im Aufnahmeverfahren der einzelnen Schulen.

 

Durch die Ergebnisse des Gutachtens ergeben sich zwei unterschiedliche Handlungsfelder.

 

I.                     Grundschulen

 

Insgesamt wird deutlich, dass im Bereich der Grundschulen die Zahl der insgesamt unterrichteten Schülerinnen und Schüler von 2003/04 bis 2014/15 von 1340 auf 931 fallen wird. Dies sind rund 400 Schülerinnen und Schüler (SuS) und entspricht in etwa 14 gut besetzten Klassen.

 

Die Entwicklung wirkt sich auf alle Grundschulen aus, so dass faktisch bei allen Grundschulen die Klassenstärke sinken dürfte. Dies ist bis zu einem gewissen Grade auch zu begrüßen, da kleinere Klassen und damit eine bessere Lehrer/Schüler Relation zu besseren Lernergebnissen führen dürfte. In dem Moment, in dem die Schülerzahl aber nicht mehr die Mindeststärke erreicht, ist die Schule im Bestand gefährdet. Dies ist im Betrachtungszeitraum bis 2014/2015 bei einer Grundschule der Fall. Die Grundschule Klinkum wird den Planungen zufolge im Jahre 2013/14 voraussichtlich unter den Mindestwert von 70 SuS sinken. Langfristig wird dies auch noch bei anderen Grundschulen erwartet, da sich die demographische Entwicklung weiter verschlechtern wird.

 

Die Grundschulen Arsbeck, „Am Beeckbach“, Merbeck, „Kastanienschule“ und Wildenrath werden mittelfristig als einzügige Schule geführt werden. Die GS Wildenrath könnte noch einzelne Jahrgänge in 2-Zügigkeit behalten.

 

Die Schülerzahl an der Erich Kästner Grundschule wird voraussichtlich in 2014/15 von derzeit 489 SuS auf 385 SuS sinken. Hier entstehen die größten räumlichen und sachlichen Kapazitäten. Berücksichtigt man die Schülerzahl 2005/06 von 616 SuS sinkt die Zahl der unterrichteten SuS in 2014/15 um etwa 38%.

 

Die Verwaltung erwartet, dass sich der aufgezeigte Trend weiter fortsetzt und an allen Standorten die Schülerzahlen weiter sinken werden. Es ist die Frage zu stellen, wie auf diese Entwicklung  reagiert werden soll. Die Verwaltung schlägt vor, unter Beteiligung der Schulleiter/Innen ein stadtweites langfristiges Konzept als Reaktion auf diese Entwicklung zu erarbeiten. In diesem zukunftsorientierten Konzept sollen neben den sinkenden Schülerzahlen auch Schulstandorte und Förderschwerpunkte festgelegt werden. Grundsätzlich soll eine flächendeckende Schullandschaft erhalten bleiben, die es den Kindern ermöglichen soll, unter zumutbaren Bedingungen in geeigneter Umgebung ein bestmögliches Lernangebot zu erreichen.

 

II.                   Weiterführende Schulen

 

Bei den weiterführenden Schulen ist ebenfalls ein Rückgang der Schülerzahlen (in 2005/06 insgesamt 2.438 SuS; in 2014/15 1.757 SuS;) um 28% zu verzeichnen. Der in der Grundschule aufgezeigte Trend wird aber in den weiterführenden Schulen erst nach 2014/15 deutlicher zu erkennen sein. Verstärkt wird dieser Trend durch das Verlassen des 1. Abiturjahrganges („Abi nach 8 Jahren“) in 2013/14 und der Tendenz, dass Wegberger Kinder nach dem Besuch der Grundschule vermehrt zu Schulen benachbarter Kommunen („Auspendler“) wechseln.

 

Hier ist die Entwicklung für das Maximilian-Kolbe-Gymnasium und die Edith-Stein-Realschule zunächst nicht existenzgefährdend. Auch die Gemeinschaftshauptschule kann als zweizügige Hauptschule zunächst bis 2013/2014 bestehen.

 

Als Unsicherheitsfaktor ist jedoch das Wahlrecht der Eltern auf freie Schulwahl, das die derzeitige Landesregierung einführen will, zu sehen. Da nach der genehmigten Zügigkeit des Gymnasiums und der Realschule davon auszugehen ist, dass zumindest in den Klassen 5 und 6 dort sehr viele SuS angemeldet werden, die nach der Erprobungsstufe die Schule wechseln müssen, ist zumindest in den Eingangsklassen der Gemeinschaftshauptschule mit Auslastungsproblemen zu rechnen. Eine durchgehende Zweizügigkeit ist jedoch Bedingung für einen dauerhaften Hauptschulbetrieb.

 

Auch hier soll unter Beteiligung der 3 Schulleiter/Innen nach Möglichkeiten –auch unter Berücksichtigung neuer Schulmodelle- der dauerhaften Bestandssicherung der Schullandschaft gesucht werden. Das Problem vermehrter „Auspendler“ soll hierbei ausdrücklich berücksichtigt werden.

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

Durch den Beschluss entstehen keine unmittelbaren Kosten.

 

Alternativen:

Werden von der Verwaltung nicht vorgeschlagen.

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport beauftragt die Verwaltung mit den beteiligten Schulleitern/Innen in zwei unterschiedlichen Gesprächskreisen, getrennt nach Grundschulen und weiterführende Schulen, ein dauerhaftes Schulkonzept für den Schulstandort Wegberg zu entwickeln. Dieses Konzept soll den politischen Gremien in 2011 zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden.

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Anlagen

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