Entscheidungsvorlage - VO/1563/10
Grunddaten
- Betreff:
-
Schulentwicklungsplanung
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Bildung und Soziales
- Beteiligt:
- Beigeordneter / Dezernat II
- Finale Freigabe:
- Pint, Gerd
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BiKSS)
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Entscheidung
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07.10.2010
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Das
kreisweite Gutachten zur Schulentwicklungsplanung liegt nun vor. Hierbei sind
die voraussichtlichen Entwicklungen bis 2013/2014 dargestellt. Das von der
BIREGIO Bonn zusammengestellte Zahlenwerk weist zur besseren Darstellung die
Zahlen von 2003/04 bis 2014/15 aus. Hier wird deutlich, wie drastisch die
Schülerzahlen sinken.
Die
Verwaltung hat in der Anlage die Entwicklungszahlen der einzelnen Schulen in
Wegberg noch einmal in übersichtlicher Form zusammengestellt.
Im
Wesentlichen werden die Zahlen der stadteigenen Fortschreibung bestätigt.
Abweichungen im Bereich der weiterführenden Schulen erklären sich durch
unterschiedliche Erwartungen im Aufnahmeverfahren der einzelnen Schulen.
Durch
die Ergebnisse des Gutachtens ergeben sich zwei unterschiedliche
Handlungsfelder.
I.
Grundschulen
Insgesamt
wird deutlich, dass im Bereich der Grundschulen die Zahl der insgesamt
unterrichteten Schülerinnen und Schüler von 2003/04 bis 2014/15 von 1340 auf
931 fallen wird. Dies sind rund 400 Schülerinnen und Schüler (SuS) und
entspricht in etwa 14 gut besetzten Klassen.
Die
Entwicklung wirkt sich auf alle Grundschulen aus, so dass faktisch bei allen
Grundschulen die Klassenstärke sinken dürfte. Dies ist bis zu einem gewissen
Grade auch zu begrüßen, da kleinere Klassen und damit eine bessere
Lehrer/Schüler Relation zu besseren Lernergebnissen führen dürfte. In dem
Moment, in dem die Schülerzahl aber nicht mehr die Mindeststärke erreicht, ist
die Schule im Bestand gefährdet. Dies ist im Betrachtungszeitraum bis 2014/2015
bei einer Grundschule der Fall. Die Grundschule Klinkum wird den Planungen
zufolge im Jahre 2013/14 voraussichtlich unter den Mindestwert von 70 SuS
sinken. Langfristig wird dies auch noch bei anderen Grundschulen erwartet, da
sich die demographische Entwicklung weiter verschlechtern wird.
Die
Grundschulen Arsbeck, „Am Beeckbach“, Merbeck,
„Kastanienschule“ und Wildenrath werden mittelfristig als einzügige
Schule geführt werden. Die GS Wildenrath könnte noch einzelne Jahrgänge in
2-Zügigkeit behalten.
Die
Schülerzahl an der Erich Kästner Grundschule wird voraussichtlich in 2014/15
von derzeit 489 SuS auf 385 SuS sinken. Hier entstehen die größten räumlichen
und sachlichen Kapazitäten. Berücksichtigt man die Schülerzahl 2005/06 von 616
SuS sinkt die Zahl der unterrichteten SuS in 2014/15 um etwa 38%.
Die
Verwaltung erwartet, dass sich der aufgezeigte Trend weiter fortsetzt und an
allen Standorten die Schülerzahlen weiter sinken werden. Es ist die Frage zu
stellen, wie auf diese Entwicklung
reagiert werden soll. Die Verwaltung schlägt vor, unter Beteiligung der
Schulleiter/Innen ein stadtweites langfristiges Konzept als Reaktion auf diese
Entwicklung zu erarbeiten. In diesem zukunftsorientierten Konzept sollen neben
den sinkenden Schülerzahlen auch Schulstandorte und Förderschwerpunkte
festgelegt werden. Grundsätzlich soll eine flächendeckende Schullandschaft
erhalten bleiben, die es den Kindern ermöglichen soll, unter zumutbaren
Bedingungen in geeigneter Umgebung ein bestmögliches Lernangebot zu erreichen.
II.
Weiterführende
Schulen
Bei
den weiterführenden Schulen ist ebenfalls ein Rückgang der Schülerzahlen (in
2005/06 insgesamt 2.438 SuS; in 2014/15 1.757 SuS;) um 28% zu verzeichnen. Der
in der Grundschule aufgezeigte Trend wird aber in den weiterführenden Schulen
erst nach 2014/15 deutlicher zu erkennen sein. Verstärkt wird dieser Trend
durch das Verlassen des 1. Abiturjahrganges („Abi nach 8 Jahren“)
in 2013/14 und der Tendenz, dass Wegberger Kinder nach dem Besuch der
Grundschule vermehrt zu Schulen benachbarter Kommunen
(„Auspendler“) wechseln.
Hier
ist die Entwicklung für das Maximilian-Kolbe-Gymnasium und die
Edith-Stein-Realschule zunächst nicht existenzgefährdend. Auch die
Gemeinschaftshauptschule kann als zweizügige Hauptschule zunächst bis 2013/2014
bestehen.
Als
Unsicherheitsfaktor ist jedoch das Wahlrecht der Eltern auf freie Schulwahl,
das die derzeitige Landesregierung einführen will, zu sehen. Da nach der
genehmigten Zügigkeit des Gymnasiums und der Realschule davon auszugehen ist,
dass zumindest in den Klassen 5 und 6 dort sehr viele SuS angemeldet werden,
die nach der Erprobungsstufe die Schule wechseln müssen, ist zumindest in den
Eingangsklassen der Gemeinschaftshauptschule mit Auslastungsproblemen zu
rechnen. Eine durchgehende Zweizügigkeit ist jedoch Bedingung für einen
dauerhaften Hauptschulbetrieb.
Auch
hier soll unter Beteiligung der 3 Schulleiter/Innen nach Möglichkeiten
–auch unter Berücksichtigung neuer Schulmodelle- der dauerhaften
Bestandssicherung der Schullandschaft gesucht werden. Das Problem vermehrter
„Auspendler“ soll hierbei ausdrücklich berücksichtigt werden.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der
Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport beauftragt die Verwaltung mit
den beteiligten Schulleitern/Innen in zwei unterschiedlichen Gesprächskreisen,
getrennt nach Grundschulen und weiterführende Schulen, ein dauerhaftes Schulkonzept
für den Schulstandort Wegberg zu entwickeln. Dieses Konzept soll den
politischen Gremien in 2011 zur Beratung und Entscheidung vorgelegt werden.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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1,2 MB
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