Mitteilungsvorlage - VO/1689/11

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

1.      Bürgerkredite

Bürgerkredite stellen eine neue Form der Finanzierung dar, indem die Kommune sich das Geld bei den Bürgern über den sogenannten „Heiminvest“ leiht. Die biw-Bank aus Willich bietet solche Bürgerkredite seit 2010 an. Im Unterschied zur klassischen Kreditaufnahme unterscheidet sich diese Finanzierungsform dadurch, dass diese spezielle Bank bei interessierten Bürgern in einer Kommune für die Anlage von Geldern zur Finanzierung von bestimmten städtischen Investitionen wirbt. Das von den Bürgern zur Verfügung gestellte Geld, setzt die Stadt zur Finanzierung konkreter Investitionen ein und zahlt hierfür den Bürgern einen festgelegten Zinssatz. Die vermittelnde biw-Bank erhält für ihre Leistungen ein Entgelt (z. B. 0,15 % der Darlehenssumme).  Zur Veranschaulichung wird die Vorgehensweise bildlich dargestellt:

 

 

 


ablauf

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle:

http://www.heimatinvest.de/content/ablauf

 

 

Bislang haben deutschlandweit nur die Städte Quickborn und Willich auf diese alternative Finanzierungsform zurückgegriffen.  Bei diesen Städten stellt sich die Finanzierung wie folgt dar:

 

 

Quickborn

Willich

Höhe

1.000.000 Euro

1.000.000 Euro

1.700.000 Euro

Laufzeit

2 Jahre

5 Jahre

20 Jahre

Tilgung

Endfällig

Endfällig

monatlich

Zins

1,5 % p.a.

2,6 % p.a.

3,6 % p.a.

Mindestanlage

5.000 Euro

5.000 Euro

5.000 Euro

Stückelung

1.000 Euro

1.000 Euro

1.000 Euro

 

In Quickborn konnte der Gesamtkredit abgerufen werden, in Willich wurden seit dem 15.11.10 bis zum 03.02.11 erst 11,24 % der angestrebten Summe in Höhe von 1.700.000 €, also erst 191.000 € als Anlagen eingezahlt. Am 15.02.2011 wird die dann gesammelte Summe von der Stadt als Kredit abgerufen. Mit den Geldern sollen Investitionen in Schulen finanziert werden. 

 

Bei dem im Vergleich zu Großstädten (z. B. Essen) relativ kleinen Kreditbedarf von Wegberg kommen bestimmte Finanzierungsformen wie Kommunalanleihen nicht in Betracht. Die Finanzierung diverser Vorhaben könnte grundsätzlich aber über einen Bürgerkredit abgewickelt werden. Der Zinssatz ist aber kaum niedriger als die am Markt erzielbaren Sätze. Gegenüber den Zinssätzen aus geförderten Kreditprogrammen der KfW oder der NRW-Bank ist der Zinssatz, der den Bürgern für die Geldanlage gezahlt werden müsste, sogar teurer. Bei den Finanzierungskosten ist außerdem das Entgelt für die Bank als Mittler zu berücksichtigen. Ein weiterer Nachteil des Bürgerkredites ist die Vorplanungszeit, da der Abruf möglicherweise Monate im Voraus geplant werden muss. Schließlich zeigt die Nachfrage in Willich (Einzahlung in Höhe von 191.000 €), dass das Interesse bei den Geldgebern, den Bürger auch nicht den Erwartungen entspricht.

 

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Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

keine

 

Alternativen:

keine

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss nimmt Kenntnis.

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Anlagen

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