Entscheidungsvorlage - VO/1801/11
Grunddaten
- Betreff:
-
Sanierung der Laufbahn im Hans-Gisbertz-Stadion an der Ophover Mühle
- Status:
- öffentlich (Vorlage abgeschlossen)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Bildung und Soziales
- Beteiligt:
- Beigeordneter / Dezernat II; Stadtkämmerin; Erste Beigeordnete / Dezernat III
- Finale Freigabe:
- Neumann, Marc
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
|---|---|---|---|---|
|
●
Erledigt
|
|
Ausschuss für Bildung, Kultur, Soziales und Sport (BiKSS)
|
Entscheidung
|
|
|
|
07.06.2011
| |||
|
●
Erledigt
|
|
Rat der Stadt Wegberg
|
Entscheidung
|
|
Sachverhalt
Sachverhalt:
Es wird Bezug genommen auf die Sitzungen des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport vom 07.10. und vom 16.11.2010.
In diesen Sitzungen ist die Verwaltung beauftragt worden, nach der Genehmigung des Haushaltes 2011 einen Planungsauftrag zur Sanierung/Modernisierung der Laufbahn Tenne in einen Kunststoffbelag zu erteilen.
Bis zur Genehmigung des Haushaltes sollte aber bereits eine verlässliche Kostenermittlung erstellt werden.
Bei der daraufhin vom Institut für Baustoffprüfung und Beratung Laermann GmbH aus Mönchengladbach durchgeführten Untersuchung des Tennenbelages wurde festgestellt, dass dieser Belag erhöhte Schwermetallbelastungen aufweist, so dass neben der beabsichtigten Sanierung oder sogar Modernisierung der Laufbahn zunächst der Austausch und die Entsorgung der belasteten Asche zur Beseitigung einer möglichen Gefährdung für Kinder und Sportler zu prüfen und zu veranlassen war.
Nach Rücksprache und in Absprache mit dem von der Stadt Wegberg für die Neuplanung beauftragten Ingenieurbüro Lappen wurden daher folgende Ausbau-Alternativen entwickelt:
Alternative 1:
Die vom Ingenieurbüro Lappen ermittelten Kosten für die Modernisierung der Laufbahn in Kunststoff und der Segmente für die Leichtathletik inklusive Entsorgung sowie inkl. Drainage-, Pflaster- und Zaunarbeiten, der Erneuerung der Stankette, Herstellung eines ausreichenden Blitzschutzes und einer bedarfsgerechten Schaltung der Flutlichtanlage sowie der Erd- und Landschaftsarbeiten belaufen sich auf ca. 615.000,00 brutto (Alternative 1a).
Eine überarbeitete und im Leistungsumfang gekürzte Variante, bei der die alte ungebundene Tragschicht in manchen Bereichen der Laufbahn liegen bleiben kann, was nach Auskunft der Unteren Wasserbehörde des Kreises Heinsberg möglich ist, beläuft sich auf rund 580.000,00 brutto.
Der zuvor kalkulierte Kostenrahmen wurde in beiden Varianten deutlich überschritten, was zum einen mit den weitergehenden Bodenanalysen und den aufgrund der Belastung der Laufbahn erforderlichen Entsorgungskosten (Deponieklasse 1 und 2), zum anderen mit den von den beteiligten Vereinen befürworteten Modernisierungsmaßnahmen zu erklären ist.
Bei Umsetzung einer dieser beiden Lösungen (1 a oder b) wäre es erforderlich, in diesem Jahr zunächst das vorhandene, belastete Material auszubauen und zu entsorgen und danach Füllmaterial zur Sicherung des Rasenspielfeldes einzubringen. Die Laufbahn könnte dann vorübergehend nicht mehr als solche benutzt werden, lediglich das Rasenspielfeld wäre weiterhin bespielbar. Zu einem späteren Zeitpunkt im nächsten oder übernächsten Jahr könnte dann eine Wiederherstellung der Laufbahn in Kunststoff unter Nutzung des bereits gelieferten Füllstoffes sowie die Sanierung der Laufbahn nach den derzeit gültigen Normen erfolgen.
Alternative 2:
Als Alternative wird von der Verwaltung aus finanziellen Gründen vorgeschlagen, auf diese umfassende Sanierung zu verzichten und eine reine Instandsetzung der Laufbahn auf dem bisherigen Stand vorzunehmen. Das würde bedeuten, dass lediglich ein Austausch und eine Entsorgung der vorhandenen, belasteten Asche gegen unbelastete Asche erfolgen würde; wie bisher ohne Drainage und ohne sonstige Verrohrung, aber mit den erforderlichen Nebenarbeiten.
Der Verwaltung ist bewusst, dass sich die Laufbahn nach der Instandsetzung in dieser Variante nicht in einem normgerechten Zustand befinden würde.
Hierauf hat auch das begleitende Ingenieurbüro explizit hingewiesen und gleichzeitig angekündigt, die Baumaßnahme dann nicht weiter begleiten zu wollen, da die Verantwortung für einen langfristigen Bestand und die damit verbundene Nutzungsmöglichkeit aus fachtechnischer Sicht nicht übernommen werden könne.
Alternative 3:
Als weitere Alternative wird daher noch der Austausch und die Entsorgung der vorhandenen, belasteten Asche gegen unbelastete Asche mit Einbringung einer Drainage, einer Neuanbindung des Flutlichts und der Erneuerung der Stankette zumindest im Bereich der Tribüne vorgeschlagen.
Mit dieser Vorlage stellt die Verwaltung drei Alternativen ohne konkreten Beschlussvorschlag vor. Angesichts der Haushaltssituation und der noch zu untersuchenden Organisation des Produktes Außensportanlagen sowie der jetzt begonnenen Strategiediskussion (vgl. Beschluss des Rates vom 24.05.2011) hält die Verwaltung zunächst eine Grundssatzdiskussion über die weitere Ausrichtung der Maßnahme für erforderlich.
Derzeit stellt sich die Finanzierung wie folgt dar:
Ermächtigungsübertragungen aus 2010 | 296.436,65 Euro |
davon angeordnet | ./. 12.770,84 Euro |
Ansatz Entwurf 2011 | + 120.000,00 Euro |
Verfügbar | 403.665.81 Euro |
Ein weitergehender Mittelbedarf bei der Investitionsmaßnahme kann nur durch Deckung an anderer Stelle oder eine zusätzliche Kreditfinanzierung sichergestellt werden. Entsprechende Folgeaufwendungen sind derzeit nicht im Entwurf vorgesehen.
Unabhängig von der Entscheidung des Ausschusses hat die Verwaltung bereits entschieden, die oberste belastete Schicht abzutragen und zu entsorgen, um eine eventuelle Gesundheitsgefährdung für Nutzer der Anlage auszuschließen. Diese Arbeiten werden kurzfristig ausgeführt.
