Entscheidungsvorlage - VO/1842/11
Grunddaten
- Betreff:
-
Entwicklung der Mensa
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Bildung und Soziales
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Rat der Stadt Wegberg
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Entscheidung
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19.07.2011
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Es wird Bezug genommen auf die Beratungen in der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur, Soziales und Sport vom 07.06.2011 (VO/1798/11)
Wie vom Ausschuss angeregt, wurden zwischenzeitlich weitere Umfragen unter den Schülerinnen und Schülern durchgeführt, und zwar zum einen unter den Nutzern der Mensa und zum anderen unter denjenigen, die die Mittagspause in der Innenstadt verbringen. Um zu einem repräsentativen Ergebnis zu gelangen, wurden insgesamt 140 Jugendliche von zwei Auszubildenden der Stadtverwaltung befragt.
Die Mensa-Nutzer zeigten sich überwiegend zufrieden mit dem Essen und äußerten sich positiv hinsichtlich des abwechslungsreichen Essens, der Freundlichkeit des Personals und des Wohlfühlens in der Mensa. Lediglich der Essenspreis wurde als zu hoch angesehen; außerdem wünschte man sich ein zusätzliches Nudelgericht.
Die Jugendlichen, die die Mensa nicht oder selten besuchen, zeigten sich erwartungsgemäß unzufriedener hinsichtlich der Qualität und Quantität des Essens. Sie wünschten sich u.a. mehr Mahlzeiten nach ihrem Geschmack, kein ausgefallenes Essen und ebenfalls mehr Nudelgerichte. Auch hier wurde der Preis des Essens kritisiert.
Aufgrund der Anregungen der Schülerinnen und Schüler sind die Kritikpunkte und Wünsche daraufhin mit dem Caterer, Herrn Vermeegen, im Rathaus besprochen worden. Dabei wurden auch die Essensbestellungen/Bestellzahlen der letzten Monate ausgewertet.
Die Anforderungen, die von der Mensarunde an den Essensplan gestellt worden sind, haben offensichtlich nicht zur Akzeptanzsteigerung beigetragen. Die täglichen Bestellzahlen hinsichtlich des Salattellers liegen beispielsweise überwiegend im einstelligen Bereich und auch Fischmahlzeiten werden eher mäßig nachgefragt.
Das von der Verwaltung und dem Caterer erarbeitete neue Konzept für die Mensa sieht daher vor, die Fischgerichte und den Salatteller als 3. Menü aus dem Essensplan zu streichen. Dafür soll jeden Tag zusätzlich ein Nudelgericht mit zwei verschiedenen Soßen angeboten werden. Die Pasta soll dabei in so ausreichenden Mengen angeboten werden, dass auch vermehrt sogenannte Spontan-Essen möglich sind.
Das bisherige Hauptgericht (Vollwertgericht) sowie das vegetarische Gericht sollen zunächst beibehalten werden, wobei hierbei aber der Schwerpunkt auf die Vorlieben der Kinder gelegt werden soll. Die sogenannten Renner sollen vermehrt angeboten und die sogenannten Penner gestrichen werden.
Aktionswochen sollen das Angebot abrunden.
Darüber hinaus soll das separate Dessertangebot zur Disposition gestellt werden und die Essensausgabe an die Real- und an die Hauptschule nahezu zeitgleich erfolgen.
Bei den bisher kalkulierten 200 Portionen pro Tag könnte in diesem neuen Modell der bisherige Essenspreis von 3,11 gehalten werden.
Aufgrund der Zahlen der vergangenen 17 Monate ist es aber realistisch, langfristig mit ca. 120 Portionen zu kalkulieren. Dieses würde bedeuten, dass der Preis für die beiden Hauptgerichte auf 3,50 und für die Nudelgerichte auf 3,00 vom Caterer festgesetzt werden müsste.
Um dieses zu vermeiden und somit auch dem Argument der Jugendlichen Rechnung zu tragen, dass der bisherige Preis bereits als zu teuer angesehen wurde, wird von Seiten der Verwaltung vorgeschlagen, ein anderes, mit anderen Einrichtungen vergleichbares System umzusetzen und die entstehenden Personalkosten in tatsächlicher Höhe zu übernehmen.
Die Fa. Speisezeit würde für das Personal weiterhin als Beschäftigungsträger auftreten und unter Vorlage von Nachweisen die realen Kosten mit der Stadt Wegberg abrechnen. Hierdurch wäre es möglich, die Preise für das Essen deutlich zu verringern und zwar für die Hauptgerichte I und II auf jeweils 2,60 und für die Nudelgerichte auf 2,10 .
Die Bezuschussung von Mensamahlzeiten ist nicht unüblich und würde - nach Meinung der Verwaltung - hier durch Übernahme der Personalkosten von jährlich ca. 13.000,00 zu einer deutlich gesteigerten Akzeptanz der Mensa führen.
Urlaubs- und Krankheitsvertretung sowie Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter verblieben weiterhin beim Caterer.
Finanz. Auswirkung
Kosten und Finanzierung:
Im Entwurf des Teilergebnisplanes der Haushaltssatzung 2011 sind im Produktsachkonto 030203/527910 für den Zweck "Kein Kind ohne Mahlzeit" insgesamt 31.500 angesetzt worden. Durch die Einführung des Bildungspaketes (Bildung und Teilhabe) werden diese Mittel in dieser Höhe nicht benötigt.
Hierin sind städtische Mittel in Höhe von 7.000 berücksichtigt, der Rest wird vom Land geleistet.
Soweit in den Haushaltsberatungen dieser Betrag berücksichtigt wird, stehen die entsprechenden Mittel zur Deckung der entstehenden Personalkosten in Höhe von ca. 6.000 (Zeitraum 01.08. -31.12.2011) hier zur Verfügung.
Der übrige Betrag für die Personalkosten in Höhe von ca. 7.000 wird erst in 2012 kassenwirksam und daher in die Haushaltsberatungen 2012 von der Verwaltung eingebracht werden.
Alternativen:
Von Seiten der Verwaltung werden keine Alternativen vorgeschlagen.
Beschlussvorschlag
Beschlussvorschlag:
Der Rat beauftragt die Verwaltung, weiterhin mit der Fa. Speisezeit als Betreiber der Mensa zusammenzuarbeiten.
Der Essensplan soll dabei entsprechend den Vorlieben und Wünschen der Schülerinnen und Schüler unter Berücksichtigung der Vorgaben einer gesunden Ernährung gestaltet werden. Das Konzept soll auch zukünftig von der Verwaltung steuernd begleitet und verbessert werden.
Die Fa. Speisezeit soll hinsichtlich des Personals weiterhin als Beschäftigungsträger auftreten und unter Vorlage von Nachweisen die realen Personalkosten mit der Stadt Wegberg abrechnen, so dass es möglich ist, die Preise für die Hauptgerichte I und II auf jeweils 2,60 und für die Nudelgerichte auf 2,10 festzulegen.
Nach einem halben Jahr soll ein Erfahrungsbericht an die Politik erfolgen.
