Entscheidungsvorlage - VO/0306/06
Grunddaten
- Betreff:
-
Vorstellung eines Bürgerbus-Konzeptes
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- SEWG
- Finale Freigabe:
- Schmitz, Theo
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung (StaWi)
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Entscheidung
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30.11.2006
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Sachverhalt
Sachverhalt:
Das
Regionalisierungsgesetz für den öffentlichen Nahverkehr des Landes begünstigt
neue Ideen im öffentlichen Personennahverkehr. Bei der Planung und
Ausgestaltung des ÖPNV sollen bei geringer Nachfrage die Möglichkeiten
alternativer Bedienungsformen wie Rufbusse, Sammeltaxen und Bürgerbusse
genutzt werden. Die Verantwortung für die Gestaltung des Nahverkehrs tragen
die Kommunen. Seitdem der Bürgerbus in die Regelförderung überführt wurde,
entscheiden die Städte und Gemeinden in NRW selbst, ob sie ihren Bürgern und
Bürgerinnen den Bürgerbus anbieten oder nicht. Das Land NRW (Ministerium für
Bauen und Verkehr / MBV) unterstützt die Vereine mit jährlich 5.000,00 €
und fördert die Anschaffung eines Fahrzeuges mit einem Festbetrag von 30.000,00
€.
Inzwischen ist der
Bürgerbus vielerorts ein ganz normaler Linienbus auf einer konzessionierten
Linie mit Fahrplan, Haltestellen und einem genehmigten Tarif. Ein
Verkehrsunternehmen sichert die verkehrsrechtliche und die technische Seite ab.
Betrieben wird der Bürgerbus allerdings nach wie vor durch ehrenamtlich tätige
Fahrer und Fahrerinnen, die sich zu einem Bürgerbusverein zusammengeschlossen
haben. Er ist das öffentliche Verkehrsmittel, das auf dem Prinzip der
Selbstverantwortung der Bürger beruht.
Während in
Großstädten der Mobilität der Bevölkerung sowohl im Berufs- als auch
Freizeitverkehr durch den Einsatz zahlreicher Stadt-, Straßen-, U-Bahnen und
Buslinien Rechnung getragen wird, ist in den ländlichen Bereichen - meist aus
Kostengründen - eher eine rückläufige Entwicklung festzustellen. Busse werden
in der Regel nur noch zu Stoßzeiten eingesetzt, da außerhalb der
Hauptbeförderungszeiten das Fahrgastaufkommen im Vergleich zum Aufwand für den
Busverkehr zu gering ist. Dennoch gibt es ein Bedürfnis nach Mobilität
insbesondere bei älteren Menschen, Kindern und Jugendlichen, die keine andere
Gelegenheit der Beförderung haben.
Die Verwaltung hat
die WESTEnergie und Verkehr, Erkelenz, gebeten, die Möglichkeiten des
Einsatzes eines Bürgerbusses für das Stadtgebiet Weg berg zu prüfen. Hierbei
wurde in erster Linie an die Erreichbarkeit der Stadtteile gedacht, die nicht
vom Linienverkehr befahren werden (z. B. Isengraben, Ellinghoven etc.) sowie an
eine Erreichbarkeit des Stadtzentrums bei Veranstaltungen in den Abendstunden,
wenn der Linienverkehr eingestellt ist. Über das Ergebnis der Überprüfung wird
ein Vertreter der WESTEnergie und Verkehr im Ausschuss berichten.
