Entscheidungsvorlage - VO/2242/12

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

Sachverhalt:

 

Mit Schreiben vom 13. Mai 2012 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gemäß § 20 der Geschäftsordnung des Rates und der Ausschüsse der Stadt Wegberg den beigefügten Antrag gestellt:

 

„Errichtung eines Hochseilgarten im integriertem Kletterwald“

 

Die Verwaltung ist grundsätzlich offen für neue interessante Freizeitangebote, die die Attraktivität der Stadt für die Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste weiter steigert. So hat die Stadt bereits im Jahre 2004 als erste Stadt in der Region einen Nordic-Walking-Park mit sieben Routen entwickelt, der nach wie vor rege genutzt wird. Ebenso wurde in unserer Stadt der erste Wohnmobilplatz im Kreis Heinsberg eingerichtet.

 

Der Antrag auf Errichtung eines Hochseilgartens mit integriertem Kletterwald passt grundsätzlich in das touristische Konzept der Stadt. Zur Prüfung der Umsetzbarkeit der Anregung ist zunächst die landschaftliche Beurteilung der Fläche notwendig. Außerdem kann nach Ansicht der Verwaltung ein solches Projekt nur mit einem erfahrenen Partner, der auch anschließend den Kletterwald betreut, umgesetzt werden. 

 

Die Sportplatzfläche selbst ist im Landschaftsplan "Schwalmplatte" als Landschaftsschutzgebiet festgesetzt. Westlich angrenzend befindet sich ein geschützter Landschaftsbestandteil. Auf Nachfrage bei der Unteren Landschaftsbehörde hat diese mitgeteilt, dass die Realisierung eines Kletterwaldes zwischen der Mühlenstraße und der Sportplatzfläche im Grundsatz vorstellbar wäre. Einzelheiten wären in einem konkreten Genehmigungsverfahren zu klären. Diese Fläche reicht nach Ansicht der Verwaltung jedoch nicht aus, um das Projekt selbst zu verwirklichen. Im Übrigen sind eine Vielzahl von Parkmöglichkeiten, sanitäre Einrichtungen sowie Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten zu schaffen, die dort derzeit nicht vorhanden sind. 

 

Ungeachtet dessen hat die Verwaltung mit einem Investor Kontakt aufgenommen, der im Ruhrgebiet bereits erfolgreich drei Kletterwaldprojekte initiiert hat. Die Fa. Tree2Tree GmbH aus Oberhausen betreibt diese Projekte, die zu den größten und meist besuchten ihrer Art in Europa gelten. Ebenfalls baut die Firma Hochseilgärten in Waldgebieten. Die Fa. Tree2Tree GmbH hat zu der Anfrage der Verwaltung, ob sie sich ein Projekt in der Stadt Wegberg vorstellen könnte mitgeteilt, dass es in unmittelbarer Nachbarschaft in Viersen einen Kletterwald gebe, der auch etabliert sei. Daher sei ein weiteres Projekt im Stadtgebiet Wegberg - in ca. 15 km Entfernung zur bestehende Anlage- wenig sinnvoll.

 

Für die Firma sei der Bau und Betrieb eines Kletterwaldes nur unternehmerisch sinnvoll, wenn die Firma den Klettergarten bauen kann und die Infrastruktur sowie einige Rahmenbedingungen gegeben sind (z.B: Pachtfreiheit, unbürokratische Genehmigungsverfahren, ausreichend Parkplätze, feste WC Anlagen, Zu- und Abwasserleitungen). Auch die Einrichtung eines Biergartens muss möglich sein.

Neben der Unterstützung des gesamten Projektes auch nach der Inbetriebnahme müsste nach Auskunft der Betreiberfirma, in Anbetracht der Mitbewerber für die Errichtung eines Klettergartens in Wegberg, schon ein erhebliches finanzielles Risiko getragen werden. Hierzu ist Voraussetzung, dass ein Großsponsor das Konzept bzw. die Finanzierung maßgeblich unterstützt.

Derzeit ist weder die Infrastruktur  in Form von Ver- und Entsorgungseinrichtungen vorhanden, noch die Möglichkeit, eine ausreichende Anzahl von Parkplätzen zu installieren, gegeben. Die für ein erfolgreiches Konzept notwendige Möglichkeit, einen Biergarten mit den damit verbundenen Emissionen einzurichten dürfte auf Grund der Lage im Landschaftsschutzgebiet schwierig sein.

Die Verwaltung erkennt daher zwar die Chance mit einem Kletterwald ein weiteres Highlight in der Stadt zu installieren, sieht jedoch aufgrund der ausgeführten Bedingungen und Vorstellungen einer Betreiberfirma derzeit nicht die Möglichkeit der Umsetzung der Idee. Die Verwaltung wird sich jedoch weiterhin bemühen, geeignete Investoren zu finden und mit diesen gemeinsam einen geeigneten Standort zu suchen.

 

 

 

 

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Finanz. Auswirkung

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung beschließt die Verwaltung zu beauftragen, dass Konzept eines Hochseilgartens mit Kletterwald weiter zu verfolgen und mit möglichen Investoren Kontakt aufzunehmen.  Dabei sollte der mögliche Standort innerhalb der Stadt noch einmal genauer überprüft werden und für die Stadt im Falle einer Realisierung keine Kosten entstehen.

 

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Anlagen

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