Entscheidungsvorlage - VO/2528/13

Reduzieren

Beratungsfolge

Reduzieren

Sachverhalt

Sachverhalt:

Bezug nehmend auf die Sitzung des Ausschusses für Städtebau, Umwelt und Verkehr vom 09.04.2013 hat die Verwaltung die Realisierung eines Kolumbariums die Variante 1 – „Teilweiser Umbau der Leichenhalle auf dem Friedhof Wegberg“ und die Variante 3 - „Kolumbarium in der alten Leichenhalle auf dem Friedhof in Arsbeck“ näher untersucht.

 

Variante 1 – teilweiser Umbau der Leichenhalle auf dem Friedhof Wegberg

(s. Anlage 1 + 2, Grundriss der Leichenhalle und aktuelles Foto des Nebeneinganges)

 

Die Realisierung eines abgeschlossenen Kolumbarium-Bereiches in der Leichen-halle in Wegberg würde insbesondere die folgenden Maßnahmen umfassen:

-die statische Ertüchtigung für die zusätzlichen Lasten

-die räumliche Trennung der Bereiche Kolumbarium und Aufbahrung

-die bauliche und gestalterische Herrichtung der künftigen Kolumbariumsräume

-die Erneuerung der Türanlage

-die Sanierung der Eingangssituation des Nebeneinganges

-die Erneuerung des befestigten Weges zum Nebeneingang

-die Erneuerung der Außenanlagen am neuen Kolumbarium Zugang

 

Durch die Aufstellung der Urnen-Elemente entlang der radialen Innenwände müssten Lasten von ca. 375 kg/lfm (leichtes Material) bis 670 kg/lfm (Betonelemente)  angesetzt werden.

 

Eine Untersuchung und Prüfung der statischen Gegebenheiten der Leichenhalle hat ergeben, dass laut der statischen Berechnung vom Juni 1961 die Kellergeschossdecke mit einer Belastung von 1,5 kN/m² nachgewiesen wurde. Dies entspricht einer Verkehrslast, die üblicherweise für Wohngebäude berechnet wird. Sollten die bisherigen Aufbahrungsräume zu einem Kolumbarium umgenutzt und umgebaut werden, muss für die Nutzungsänderung der statische Nachweis für eine Belastung mit 4 kN/m² nachgewiesen werden (Flächen, die der Ansammlung von Personen dienen).

Unabhängig davon, mit welchen Materialen und Urnenwänden hier die Räume gestaltet würden, wären in jedem Fall Abstützmaßnahmen der Decke in den darunterliegenden Kellerräumen erforderlich.

 

Die Verwaltung schätzt die Gesamtbaukosten für den Umbau der Leichenhalle auf dem Friedhof Wegberg auf ca.115.000 €, wovon fast 40% der Gesamtkosten allein für die statischen Ertüchtigungen erforderlich wären.

 

In dem Kolumbarium-Bereich würden ca. 110 Kammern für je 1 bis 3 Urnen Platz finden. Die Beschaffungskosten für die Kammern liegen pro Kammer je nach Material zwischen ca. 450 € bis 550 €.

 

 

Variante 3 – Alte Leichenhalle auf dem Friedhof in Arsbeck

(s. Anlage 5 + 6 – Grundriss des Gebäudes, sowie aktuelles Foto)

 

Die Realisierung eines Kolumbariums in der alten Leichenhalle auf dem Friedhof in Arsbeck würde die folgenden Maßnahmen umfassen:

-den Rückbau der Front-Außenwand und Einbau einer offenen Türanlage

(z. B. schmiedeeiserne Konstruktion)

-die bauliche und gestalterische Herrichtung des Innenraumes

-die Reinigung/Ausbesserung des Sichtmauerwerks des Gebäudes und des Turmes

-die Erneuerung der Dachdeckungen des Gebäudes und des Glockenturmes

-die Erneuerung von Tür und Fenstern des hinterliegenden Abstellraumes

-die Erneuerung der an das Gebäude anschließenden Außenanlagen

 

Die Verwaltung hat die Gesamtbaukosten für ein Kolumbarium in der alten Leichenhalle auf dem Friedhof in Arsbeck auf ca. 45.000 € geschätzt.

 

In dem Kolumbarium  würden ca. 50 Kammern Platz finden. Die Beschaffungskosten für die Kammern liegen liegen pro Kammer je nach Material zwischen ca. 450 € bis 550 €.

 

 

Wirtschaftliche Betrachtung der Varianten 1 und 3:

 

Für eine wirtschaftliche Betrachtung wurden die Gesamtkosten der Baumaßnahmen  in Bezug zur Anzahl der möglichen Urnenfächer gesetzt:

 

Mit den geschätzten Gesamtbaukosten für den teilweisen Umbau der Wegberger Friedhofshalle von ca. 115.000 € könnten ca. 110 mögliche Urnenfächer gestellt werden. Das würde pro Kammer ca. 1045 € Umbaukosten bedeuten.

 

Mit den geschätzten Gesamtbaukosten für ein Kolumbarium in der alten Leichenhalle auf dem Friedhof in Arsbeck mit ca. 45.000 € könnten ca. 50 mögliche Urnenfächer gestellt werden. Die Umbaukosten pro Kammer würden ca. 900 € betragen.

 

Der Vergleich zeigt, dass sich die Kosten der Baumaßnahmen im Verhältnis zur Anzahl der möglichen Urnen nur unwesentlich unterscheiden.

Aus Sicht des Fachbereichs Bürgerservice und Sicherheit wird die Umgestaltung der Friedhofshalle Wegberg weiterhin nicht favorisiert. Der Charakter des Gebäudes mit dem angedeuteten Rundgang würde zerstört. Da der Zugang zum Kolumbarium nur von der Straße aus möglich ist, fehlt hier auch die Eingliederung in das Gesamtbild bzw. Gesamtkonzept des Friedhofs.

 

Der Umfang der möglichen Urnenkammern erscheint zu groß. Man muss davon ausgehen, dass die Nachfrage nicht so groß sein wird, dass die 110 Kammern in absehbarer Zeit alle vergeben werden. Somit würden die anfallenden Kosten womöglich erst nach vielen Jahren durch die Einnahmen der Nutzungsgebühren ausgeglichen werden.

 

 

 

Variante 2- Urnenstelen im Freibereich des Friedhofes Wegberg

(s. Anlage 7 + 8 + 9 – aktuelle Fotos von Urnenstelen im Freibereich)

 

Im Hinblick auf die finanzielle Situation der Stadt Wegberg und die erforderlichen finanziellen Mittel für eine Realisierung eines Kolumbariums hält die Verwaltung die Variante 2 mit der Aufstellung der Urnen-Stelen für eine sinnvolle und sehr ansprechende Alternative zum Kolumbarium. Für eine Aufstellung der Stelen wären die Gesamtkosten mit einer Fundamentierung und einer Erneuerung der an die Stelen anschließenden Außenanlage weitaus geringer.

 

Die Errichtung von Urnenstelen bietet weiterhin den Vorteil, dass diese (je nach Bauart) beliebig erweitert bzw. vergrößert werden können. Somit kann die Anzahl der Urnenkammern bedarfsorientiert angepasst werden. Hierdurch verringert sich die finanzielle Belastung erheblich.

 

Auch das Erscheinungsbild des Friedhofs würde durch die Errichtung von Stelen aufgelockert und verbessert.

 

Der Friedhof Wegberg würde hier als „Testprojekt“ dienen. Sollte diese Lösung Zuspruch in der Bevölkerung finden, kann man über die Errichtung von Urnenstelen auch auf weiteren Friedhöfen im Stadtgebiet nachdenken. Hierdurch würde der Stadt Wegberg auch die Möglichkeit gegeben, das Angebot bei entsprechender Nachfrage je nach Haushaltslage jährlich zu erweitern.

 

Reduzieren

Finanz. Auswirkung

Kosten und Finanzierung:

Es entstehen unmittelbare Kosten durch die Beschlussfassung.

Finanzielle Mittel für die planerische und bauliche Umsetzung müssten für den Haushalt des Jahres 2014 vorgesehen werden.

 

Reduzieren

Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag:

Der Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr beschließt, die Verwaltung mit der Realisierung von Urnenstelen im Freibereich auf dem Friedhof Wegberg zu beauftragen.

 

 

Beschlussvorschlag – Alternative:

Der Ausschuss für Städtebau, Umwelt und Verkehr beschließt, die Verwaltung mit der Realisierung eines Kolumbariums in der alten Leichenhalle auf dem Friedhof in Arsbeck zu beauftragen.

 

 

Reduzieren

Anlagen

Loading...