01.04.2025 - 1.6 Sanierung der Flachdächer der Turnhalle der Sch...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Cassel erklärt, dass seine Fraktion sich vorab ausführlich mit dem Tagesordnungspunkt auseinander gesetzt / beraten und in dem Zusammenhang auch die Kostenplanung berücksichtigt habe. Daraus hat sich der heute Morgen zugesandte Antrag an die anderen Fraktionen und die Verwaltung ergeben, auf deren Inhalt während der Ausführungen Bezug genommen und verwiesen wird. Seine Fraktion hält eine gemeinsame Betrachtung der Turnhallen der Grundschule und der Hauptschule u.a. aufgrund der räumlichen Nähe und mögliche Kosteneinsparungen für zwingend notwendig. Daher beantragt er den heute Morgen zugesandten Antrag als Beschlussvorschlag zur Abstimmung zu geben.

 

Herr Ostendorp hält die Argumentation zur Kostenschätzung zwischen Sanierung/ Neubau nicht für überzeugend, da man eine sanierte Turnhalle nicht mit einem Neubau vergleichen könne. Er würde tiefere Begutachtungen zu dieser Maßnahme und den Antrag der CDU-Fraktion zustimmen.

 

Herr Bonitz findet die Argumente des CDU-Antrages schlüssig und hält eine tiefere Betrachtung beider Turnhallen zusammen für sinnvoll, da dies auch räumliche Vorteile haben könnte.

 

Herr von den Driesch stimmt den bisherigen Ausführungen zu und Herr van Hal könnte sich ebenfalls eine Zustimmung des CDU-Antrages vorstellen.

 

Herr Schreurs äußert sich seitens der Verwaltung zur bisherigen Diskussion, indem zu Bedenken sei, dass beide Turnhallen benötigt werden, die Turnhalle der Grundschule zudem unter Denkmalschutz stehe und die beiden Turnhallen thematisch nicht zusammengehören. Seines Erachtens könnten durch die Zusammenlegung keine Synergieeffekte erzielt werden und eine Zusammenlegung durch Neubau einer Zweifachsporthalle würde zu höheren Kosten führen. Zudem sei die Bausubstanz der Turnhalle der Schule am Grenzlandring gut und die Sanierungen machen Sinn. Des Weiteren muss die Gesamtsanierung der Turnhalle der Schule am Grenzlandring noch erarbeitet und die dazugehörigen Kosten im nächsten Schritt dem Ausschuss zur Beratung vorgelegt werden.

 

Herr Drückhammer sagt, dass das Sanierungskonzept den Fraktionen zwar vorliege, aber nicht die bereits erwähnte Machbarkeitsstudie. Er hält die ermittelten Kosten für nicht realistisch und sieht eine Sanierung mindestens gleich teuer wie einen Neubau an, wenn nicht sogar teurer. Herr Schreurs merkt an, dass das Sanierungskonzept die Machbarkeitsstudie ist und die bauphysikalischen Untersuchungen der Niederschrift nachgereicht werden können. Herr Drückhammer erwidert, dass in dem vorgelegten Konzept keine Alternativen genannt seien und dies daher nicht mit einer Machbarkeitsstudie gleich zu setzen sei.

 

Herr Müller zweifelt ebenfalls die Kostenschätzung an und hält die plötzliche Dringlichkeit der Maßnahme für nicht nachvollziehbar. Er sieht ebenfalls eine gründliche Prüfung mit Bestandsaufnahme der Turnhallen für notwendig und ist der Meinung, dass ein Neubau zukunftsorientierter sein könnte.

 

Herr Cassel ergänzt seine bisherigen Ausführungen, indem vor der jetzt angedachten Beschlussfassung seitens der Verwaltung „Gedankenspiele“ hätten erfolgen sollen, bei der Überlegungen über andere Nutzungen der denkmalgeschützten Turnhalle berücksichtigt, Möglichkeiten / Alternativen zu den Maßnahmen aufgezeigt und Synergieeffekte betrachtet werden sollten. Zudem führt er das Beispiel an, dass bisher 339.000,- € für die Dachsanierung der Turnhalle der Hauptschule im Haushalt angemeldet seien, aber ein viel kleinerer Betrag in der Kostenschätzung veranschlagt sei. Bei der Dachsanierung würden bisher nicht betrachtete Mehrkosten anfallen, welche im Nachhinein zu einer höheren Belastung führen würden. Er bittet im Ausschuss um Konsens zum weiteren Vorgehen, indem dem Antrag der CDU zugestimmt werden könne.

 

Herr Steinke und Herr von den Driesch schließen sich dem Vorredner an.

 

Herr van Hal fragt nach, an welcher Stelle im Sanierungskonzept der betrachtete Neubau angedacht wäre, da in dem Konzept Mehrkosten in Höhe von rund 1 Millionen Euro gegenüber einer Sanierung beziffert seien. Herr Schreurs teilt mit, dass ein Neubau nach der Kostenschätzung ca. 2,6 Millionen Euro an gleicher Stelle inkl. Berücksichtigung des Rückbaus sowie des Restbuchwertes des Bestandsgebäudes betragen würde.

 

Zum Schluss wird diskutiert, wie die weitere Vorgehensweise aussehen solle und welche Anforderungen die Politik vor einer erneuten Beschlussvorlage habe. Des Weiteren wurde besprochen, dass seitens der Verwaltung mehr Überlegungen / Inhalt zu Alternativen bzw. einem gemeinsamen Turnhallenneubau vorgelegt werden sollen. Zudem sei der Antrag der CDU sehr kurzfristig eingereicht worden, wodurch nicht alle Fraktionen diesem im Gänze ohne genauere Prüfung zustimmen wollen. Schlussendlich wurde sich darauf geeinigt, dass der Vorlage nicht gefolgt werde und in einem nächsten Schritt zunächst ein Austausch zwischen Verwaltung und Politik zu Alternativen und Möglichkeiten kurzfristig stattfinden solle.

 

 

Anmerkung der Schriftführung:

Als Anlage sind die Vorabbeantwortung von Fragen zu diesem Tagesordnungspunkt, welche den Ausschussmitgliedern am 27.03.2025 zugestellt wurde, der Niederschrift beigefügt. Der Niederschrift sind ebenfalls als Anlage die bauphysikalischen Untersuchungen beigefügt.

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Abstimmungsergebnis:

Mehrheitlich beschlossen:

Dafür: 17 (8x CDU, 5x SPD, 1x Bündnis 90/Die Grünen,
                                   1x Aktiv für Wegberg, 1x FDP, 1x Vamos Wegberg)

Dagegen: 2  (1x Bündnis 90/Die Grünen, 1x Freie Wähler)

Enthaltung: 0

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Beschluss:

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegenschaften folgt dem Beschlussvorschlag der Verwaltung nicht und gibt die Sitzungsvorlage zurück in die Verwaltung. Vor einer erneuten Beratungsvorlage mit Beschlussfassung soll zeitnah ein gemeinsamer Austausch zwischen Politik und Verwaltung zur Ausrichtung der Planung und möglichen Umsetzung unter Berücksichtigung der entstehenden Kosten erfolgen.

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Anlagen

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