Entscheidungsvorlage - VO/26/025
Grunddaten
- Betreff:
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Bürgerantrag gemäß § 24 Gemeindeordnung NRW, Ausbau und die Nutzung der ehemaligen Bahntrasse Dalheim-Rosenthal als Rad-Wanderweg.
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Entscheidungsvorlage
- Federführend:
- Stabstelle Klimaschutz / Nachhaltigkeit
- Beteiligt:
- Umwelt, Verkehr, Abwasser
- Finale Freigabe:
- gez. i.V. Neudek
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Bauen, Klima, Umwelt, Stadtentwicklung, Mobilität & energetische Infrastruktur
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Entscheidung
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28.04.2026
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Sachverhalt
Mit Datum zum 09.09.2019 wurde folgende Anregung nach § 24 der Gemeindeordnung vorgetragen:
“Anregung gemäß § 24 der Gemeindeordnung NRW“
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit möchte ich den Ausbau und die Nutzung von ca. 300 m der ehemaligen Bahntrasse Dalheim-Rosenthal zwischen ehem. Bahnübergang Schiefelsberg und Stadtgrenze (bei ehem. Sandgrube) als Rad-Wanderweg anregen.
Begründung: Die Trasse liegt brach. Durch deren Nutzung lässt sich eine neue fast
steigungs- und autofreie Nord-Süd-Radwegverbindung zwischen Elmpt, Nieder-,
Oberkrüchten, Wegberg-Dalheim und Rosenthal, Birgelen, Wassenberg, Effeld (Waldsee), Vlodrop erstellen und eine Lücke im Radwegenetz schließen,
Erläuterung: Die Route auf der abgebauten, befestigten Bahntrasse ab ehemaligem
Bahnübergang am Schiefelsberg verläuft ca. 300 m auf Wegberger Stadtgebiet, erreicht bei der ehemaligen Sandgrube Wassenberger Gebiet und nach ca. 1,2 km an der Rödger Bahn in Rosenthal Anschluß an das dort bestehende Radwegenetz, bzw. Wegenetz. Eine entsprechende Anregung für den Wassenberger Abschnitt liegt in Wassenberg vor.
Die Strecke ab "Am Deutschen Eck" über Dalheimer Mühle bis zum ehem. Bahnübergang ist als Wirtschaftsweg, bzw. Radweg vorhanden. Zur Durchbindung von "Sechseichen" bis "Am Deutschen Eck" wären geringfügige Ausbesserungen am bestehenden und bereits viel durch Radverkehr genutzten Wirtschaftsweg angebracht.
Der Aufwand zur Erstellung dieser fast ebenen, autofreien Nord-Süd-Verbindung ist sehr gering, bringt jedoch erheblichen Nutzen.“
Stellungnahme der Verwaltung:
Auf Grundlage der aktuellen Erkenntnisse ergeben sich drei grundsätzlich mögliche Wegeverläufe, um eine entsprechende Nord-Süd-Verbindung herzustellen. Diese werden nachfolgend beschrieben, bewertet und sind auf den folgenden Abbildungen dargestellt.
Abbildung 1: Alternative Routenführung
Abbildung 2:Route über die alte Bahntrasse
Variante 1: Nutzung des Wanderweges „Dalheimer Runde“:
Ab der Dalheimer Mühle führt ein Wirtschaftsweg in Richtung Wassenberg. Der Wirtschaftsweg (Foto A) weist auf dem ersten Stück eine breite, tragfähige und bereits gut ausgebaute Wegedecke auf. Für eine Radnutzung wären lediglich kleinere Unterhaltungsmaßnahmen erforderlich, insbesondere eine Reinigung der Oberfläche sowie punktuelle Ergänzungen von Kies. Der Weg ist durchgehend befahrbar und bereits heute in einem Zustand, der eine Radverkehrsnutzung grundsätzlich zulässt.
Dieser Wirtschaftsweg ist Teil des Wanderwegs „Dalheimer Runde“. Dieser verläuft weitergehend teils nur wenige Meter neben der ehemaligen Bahntrasse und ist durchgehend vorhanden. Für eine Radnutzung wäre eine stärkere Ertüchtigung notwendig (Foto F), insbesondere durch zusätzliche Kiesaufträge und eine ergänzende Beschilderung. Der Weg ist landschaftlich gut eingebunden und stellt eine realistische Alternative dar. Die Entfernung von der Dalheimer Mühle bis zur Kreuzung mit dem Weg aus Variante 2 (fortlaufend bestehendes Radknotennetz) beträgt rund 1.640 m. Fortlaufend auf Wassenberger Grund über die Rödger Bahn, ist der Weg Teil des Wegeknotennetzes des Kreises Heinsberg.
Variante 2: Nutzung des bereits ausgewiesenen Radwegs im Radknotennetz
Der bereits ausgewiesene Radweg (Foto E) ist befestigt und grundsätzlich gut befahrbar. Er verläuft ca. 1300 m auf der asphaltierten Straße zur Dalheimer Mühle und weißt fortgehend punktuelle Unterhaltungsbedarfe auf, insbesondere hinsichtlich Reinigung und Ergänzung der Deckschicht. Auf Wassenberger Gebiet wird der Weg im Zuge des Windkraftanlagenbaus ohnehin weiter ertüchtigt. Die Entfernung von der Dalheimer Mühle bis zur Kreuzung mit dem Radweg aus Variante 1 beträgt rund 3.370 m, also etwa 1.700 m mehr. Der Weg ist bereits Teil des offiziellen Radknotennetzes und damit gut in die regionale Radverkehrsinfrastruktur eingebunden.
Variante 3: Ehemaligen Bahntrasse
Die Nutzung der ehemaligen Bahntrasse würde zuerst ebenfalls die Nutzung des beschriebenen Wirtschaftswegs aus Variante 1 bedeuten. Dieser mündet auf die ehemalige Bahntrasse (ca. am Standort des Foto A). Anschließend kann man die Trasse mehrere hundert Meter lang über einen Trampelpfad begehen (Foto B). Dieser Weg ist nicht befestigt. Auf Wassenberger Grund ist der Verlauf stark verwuchert und nicht begehbar (Foto C). Ein Ausbau würde eine vollständige Neuerschließung erfordern.
Zudem verläuft auf Wassenberger Grund unmittelbar neben der alten Trasse ein privater, befestigter Weg (Foto D), der jedoch an einem verschlossenen Gitter endet und keine Anbindung an das übrige Wegenetz besitzt. Ein Erwerb oder eine vertragliche Nutzung dieses Privatwegs müsste zuerst angestrebt werden.
Auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse empfiehlt die Verwaltung, von einem Ausbau der ehemaligen Bahntrasse abzusehen, da der Aufwand unverhältnismäßig hoch wäre und die rechtlichen Rahmenbedingungen (Privatweg) zusätzliche Hürden darstellen. Stattdessen sollte der bereits ausgewiesene Radweg im Radknotennetz durch Reinigung und punktuelle Ergänzung der Deckschicht ertüchtigt werden. Der Wanderweg als Alternativroute kann im Rahmen des Mobilitätskonzepts weiter geprüft werden, insbesondere hinsichtlich einer möglichen Aufwertung für den Radverkehr und einer ergänzenden Beschilderung. Auf Wassenberger Stadtgebiet bestehen bereits Anbindungen an das Radknotennetz, sodass eine durchgehende Verbindung perspektivisch gut realisierbar wäre.
Finanz. Auswirkung
Durch die Einbindung der Prüfaufträge in das integrierte Mobilitätskonzept entstehen keine unmittelbaren zusätzlichen Kosten. Die Erstellung des Mobilitätskonzepts wurde bereits durch den Rat beauftragt. Die Betrachtung der Anbindung an Nachbarkommunen ist Bestandteil des Konzeptumfangs, sodass keine signifikanten zusätzlichen personellen Aufwände erforderlich sind.
Klima-Check
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Ist die Vorlage klimarelevant? |
Ja X |
Nein |
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Treibhausgas-Ausstoß in CO2e |
Erhebliche Reduktion
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Geringfügige Reduktion
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Geringfügige Erhöhung |
Erhebliche Erhöhung |
Nicht ermittelbar
X |
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Bemerkung
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Aussagen zu konkreten Veränderungen der CO2‑Emissionsmenge sind nicht möglich, da hierfür belastbare Daten zu aktuellen Verkehrsaufkommen, potenziellen Verlagerungseffekten und tatsächlicher Nutzung der Radwege nicht vorliegen. |
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Beschlussvorschlag
Der Ausschuss für Bauen, Klima, Stadtentwicklung, Mobilität und energetische Infrastruktur nimmt den Sachstandsbericht zur Kenntnis und beschließt, die Variante eines Radwegeausbaus entlang der ehemaligen Bahntrasse Dalheim-Wassenberg aufgrund des unverhältnismäßig hohen Erschließungsaufwands sowie der bestehenden privaten Grundstückssituation nicht weiterzuverfolgen.
Der Ausschuss beauftragt die Verwaltung, die Nutzung des bestehenden Wanderwegs („Dalheimer Runde“) als mögliche Alternativroute im Rahmen des integrierten Mobilitätskonzepts weiter zu prüfen, insbesondere hinsichtlich einer radverkehrstauglichen Aufwertung und ergänzenden Beschilderung.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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4,8 MB
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