Mitteilungsvorlage - VO/0075/19

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Beratungsfolge

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Sachverhalt

 

  1. Sanierung und Erweiterung der WC-Anlagen in der Edith-Stein-Realschule, hier: Fertigstellung der Maßnahme

(zuletzt s. WBUV am 12.02.2019, TOP 1.3, Ausführliche Vorstellung der Maßnahme im WBUV am 16.05.2017, TOP 1.8)

In seiner Sitzung am 16.05.2017 hatte der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Umwelt und Vergabe den Beschluss zur Ersatzschaffung für die durch den Rückbau der Realschul-Turnhalle entfallenden Pausenhof-Toilettenanlagen gefasst. Die beste­hen­­den WC-Anlagen in der Realschule sollten grundlegend saniert und um die Fläche des nebenliegenden Klassenraumes erweitert werden. Durch die Konzep­tion einer zusätzlichen Zugangsmöglichkeit direkt vom Schulhof aus sollte so zukünftig auf eine separate zweite WC-Anlage, die ausschließlich der Nutzung wäh­rend der Pausenzeiten dient, verzichtet werden können.

In der Vorlage VO/4073/17 wurde diese Konzeption ausführlich vorgestellt und vom Ausschuss beschlossen. Der Grundriss der fertiggestellten Toilet­ten­anlagen im Schulgebäude ist als Anlage 1  der Vorlage beigefügt. Ebenso liegt zum Vergleich der damalige Bestandsgrundriss mit Lage und Größe der Schul- und Turnhallen­toiletten als Anlage 3  noch einmal bei. Weitere Details der Konzeption können der damaligen Vorlage entnommen werden.

Bestandteil der Gesamtmaßnahme wurde weiterhin noch die Schaffung eines behin­derten- und rollstuhl­gerechten WC´s im Untergeschoss des Gebäudes, welches über den Nebeneingang weitgehend barrierefrei erreichbar ist.

Die Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung der Gesamtmaßnahme wurde vom Fachbereich Gebäudewirtschaft vorgenommen. Mit der Planung der Gewerke der Techni­schen Gebäudeausrüstung (Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro) wurde das Ing.-Büro Martin Reuther aus Grevenbroich vollumfänglich beauftragt. Erforderliche statische Überprüfungen wurden vom Ing.-Büro Ralf Schmelich aus Wegberg vor­genommen, die Überarbeitung des Brandschutzkonzepts nahm die Brandschutz Linde GmbH aus Velbert vor.

Die Sanierungsarbeiten begannen in den Sommerferien 2018, um die lärmintensi­ven Abbrucharbeiten während der unterrichtsfreien Zeit durchführen zu können. Fertig­gestellt und in Betrieb genommen wurden die sanierten und erweiterten WC-Anlagen nach rund sechs Monaten Bauzeit in der ersten Schulwoche des neuen Jahres 2019.

Dieser Vorlage sind in der Anlage 2  Fotos beigefügt, die den Zustand der Toiletten­anlagen vor der Sanierung dokumentieren, sowie Bilder, die die fertig sanierten und erweiterten Räumlichkeiten zeigen.

 

Kosten

Die Kosten der Sanierung und Erweiterung der WC-Anlagen waren von der Verwal­tung im Mai 2017 mit 294.000,- €  geschätzt worden (VO/4073/17). Hinzu kamen noch Kosten in Höhe von 32.000,- €  für die Schaffung eines behinderten- und rollstuhl­gerechten WC´s im Untergeschoss des Schulgebäudes, so dass die Gesamtbau­kosten mit 326.000,- €  geschätzt waren.

Die zum damaligen Zeitpunkt noch vorgesehene finanztechnische Splittung der Maßnahme in einen investiven (139.500,- €) und einen konsumtiven (154.500,- € + 32.000,- €) Kos­ten­anteil musste zurückgenommen werden. In Abstimmung mit dem Rechnungs­prüfungsamt gelangte der Fachbereich Finanzwirtschaft zu der Auffassung, dass es sich hier, anders als zunächst beurteilt, um eine komplett konsumtive Maßnahme handelt. Daher konnten die im Haushaltsplan 2018 unter den Investitions­maßnah­men 011304 H 919 – Neubau Toilettenanlage Edith-Stein-Realschule (135.000,- €) und H 462 – Behinderten-WC Realschule (32.000,- €) ur­sprüng­lich vorgesehenen investiven Mittel nicht verwendet werden.

Die im Gegenzug zusätzlich erforderlichen konsumtiven Mittel wurden aus anderen Produktsachkonten der Gebäude­instand­haltung zur Verfügung gestellt.

 

Nach Fertigstellung der Maßnahme und Abrechnung so gut wie aller Bau- und Planungs­leistungen können die festgestellten Kosten mit rund 365.600,- €  beziffert werden. Damit liegen sie 39.600,- €  über den geschätzten Gesamtbaukosten.

Im Vergleich der festgestellten Kosten zur Kostenschätzung sind insbesondere die Gewerke der Technischen Gebäudeausrüstung (Heizung + Sanitär, Elektro) zu nennen, deren Auftragssummen nach Ausschreibung und Submission bereits erhebliche Abweichungen zur Kostenschätzung und -berechnung aufwiesen, und die maßgeb­lich für die Kostenüberschreitung ursächlich sind. Im Einzelnen sind folgende Gewer­ke zu nennen (beziffert sind die Über- und Unterschreitungen der festgestellten Kosten zur Kosten­berechnung):

Erd-, Mauer- und Betonarbeiten:+10.200,- €

Elektroarbeiten:+16.900,- €

Heizungs- und Sanitärarbeiten:+35.500,- €

Außenanlagen (Pflaster + Außeneingang):+  4.500,- €

Diverse Gewerke (gesamt, im Saldo von „+“ und „-“ ):-14.000,- €

Baunebenkosten (Kostengruppe 700, insbes. Honorare):   -     13.500,- €

Saldo:+39.600,- €

 

Beteiligte

Im Folgenden ein Überblick über die wesentlichen, an der Ausführung des Bauvorha­bens beteiligten Firmen:

Erd-, Mauer- und Betonarbeiten:Bauunternehmung Beckers, Wassenberg

Elektroarbeiten:Elektro Mainz, Viersen

Heizungs- und Sanitärarbeiten:HSE-tec GmbH, Hückelhoven

Lüftungsarbeiten:SES Kalka GmbH, Erkelenz

Metallbauarbeiten (Tür + Fenster):Metallbau Theissen GmbH, Wegberg

Trockenbauarbeiten, Zargen + Türen:Johannes Houben GmbH, Heinsberg

Fliesenarbeiten:Firma Jörg Eisenlein, Wegberg

Innenputzarbeiten:Jürgen Jansen, Erkelenz

Malerarbeiten:Willibert Bonus, Wegberg

WC-Trennwandanlagen:meta-Trennwandanlagen GmbH, Rengsdorf

Außenanlagen (Pflaster + Eingang):Zurkaulen GmbH, Hückelhoven

Bauendreinigung:Gebäudereinigung Klinkhammer, Wassenberg

 

 

Die Turnhalle der Edith-Stein-Realschule wurde Mitte 2017 außer Betrieb genom­men. Lediglich die WC-Anlagen dienten zwischenzeitlich noch zur Nutzung als Pausenhof-Toiletten, während der Bauzeit sogar als einzige größere Toiletten­anlage der Realschule. Nach Fertigstellung der Sanierung und Erweiterung der Toiletten im Schulgebäude sind nach der Halle selber nun auch die WC´s der Turnhalle außer Betrieb genommen worden, so dass die Turnhalle nun vollständig ungenutzt ist. 

Der Ausschuss hatte in seiner Sitzung am 08.11.2016 (TOP 1.8) den Rückbau der Realschulturnhalle beschlossen. Die Verwaltung hat den Rückbau für das Jahr 2020 vorgesehen. Entsprechende Mittel werden im Haushaltsplan des kom­menden Jahres angemeldet. Die Verwaltung wird über diese Baumaßnahme zuvor noch berichten.

 

 

  1. Instandhaltungsarbeiten an der Nahwärmeversorgungsanlage des Schul- und Sportzentrums und Austausch der Heizkreis- und Warmwasser­zirkula­tions­pumpen

(zuletzt s. WBUV am 20.11.2018, TOP 3.5 mit Auftragsvergabe der Heizungs­installa­ti­ons­­arbeiten, sowie WBUV am 04.09.2018, TOP 1.4 mit Mitteilung über den Zuwen­dungs­­be­scheid)

Hinsichtlich der Details der Maßnahme, die aus den zwei Teilbereichen „Instand­haltungsarbeiten an der Nahwärmeversorgungsanlage“ und „Austausch der Pumpen“ besteht, wird auf die Vorlage VO/0011/18 (TOP 1.5) aus dem WBUV vom 06.02.2018 sowie auf die Vorlage VO/0099/18 (TOP 1.4) aus dem WBUV vom 08.05.2018 ver­wiesen.

Mit der Planung, Ausschreibung und Bauüberwachung der Baumaßnahme war das Ing.-Büro Bösl aus Geilenkirchen/Aachen beauftragt.

Nach öffentlicher Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen gem. VOB/A an die Firma Willi Tiskens e.K. aus Wegberg wurden die Arbeiten bis Anfang Februar 2019 durchgeführt und abgenom­men.

Für die Gesamtmaßnahme waren einschließlich der Nebenarbeiten Kosten in Höhe von 133.000,- €  geschätzt. Die finanziellen Mittel waren bzw. sind in den Haus­halts­­plänen 2018 (64.000,- €) und 2018 (69.000,- €) unter dem Produktsachkonto 080300 521100 – Instandhaltung Grenzlandringbad enthalten.

Nach Schlussrechnung der Bauleistungen und Kostenfeststellung werden die Ge­samt­baukosten bei rund 110.800,- € liegen, und damit 22.200,- unterhalb der Kosten­schätzung. Begründet ist dies insbesondere durch das im Vergleich zur Schätzung bereits sehr günstige Ausschreibungsergeb­nis.

 

Fördermittel

Für den Austausch der Heizungs- und Warmwasserzirkulationspumpen des Nahwärmeversorgungssystems im Grenzlandringbad hat die Stadt Wegberg einen Zuwendungsbescheid über Fördermittel der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit in einer Höhe von 52% der zuwendungsfähigen Kosten erhalten. Die Höhe der nicht rückzuzahlenden Zuwen­dung beträgt laut Bescheid 40.456,- €  und wird nach Stellen des Verwendungsnachweises in den Haushaltsjahren 2019 und 2020 ausgezahlt.

Nach Erneuerung der Pumpen wird eine Stromeinsparung von rechnerisch 32.534 kWh jährlich erzielt, was einen Betrag von rund 5.500,- €  ausmacht. Daraus ergibt sich rechnerisch für die Teilmaßnahme „Erneuerung der Pumpen“ unter Berück­sichtigung der Fördermittel eine wirtschaftliche Amortisationszeit von rund 7 Jahren.

Über die anzu­setzende Lebensdauer der Pumpen von 20 Jahren errechnet sich eine CO²-Einspa­rung von 384 t.

Eine ausführliche Information zur Nationalen Klimaschutzinitiative findet sich in der Vorlage des TOP 1.4 aus dem WBUV am 04.09.2018.

 

 

  1. Neubau der Feuerwache Wegberg, hier:  Stand der Planung und der Kosten

(zuletzt s. WBUV am 18.12.2018, TOP 2.3 bis 2.5, Vergabe Fachingenieur­leistun­gen)

 

Planungsstand

Nach Vergabe der Fachingenieurleistungen für die Technische Gebäudeaus­rüstung (TGA) und die Tragwerksplanung in der Sitzung des Ausschusses am 18.12.2018 wurden in den nachfolgenden Wochen noch einige kleinere, jedoch nicht minder wichtige Planungsaufträge für den Neubau der Feuerwache erteilt. Am 11.02.2019 konnte dann das Auftakt­gespräch mit allen Planungsbeteiligten statt. Somit befindet sich die Planung der Feuerwache derzeit in den Leistungsphasen 1 und 2 – Grund­lagen­ermittlung bzw. Vorplanung gem. HOAI.

 

Kostenstand

Der erste Kostenrahmen für das Bauvorhaben wurde im Juli 2018 für die Haushaltsanmeldungen 2019 und Folgejahre ermittelt. Gemäß Kostenrahmen sind insgesamt Mittel in Höhe von 7.912.800,- € für die Jahre 2019 bis 2021 im Haus­halts­plan enthalten.

Dieser Kostenrahmen wurde nun nach der Beauftragung der Architekten- und aller anderen wesentlichen Fachplanerleistungen auf der Grundlage deren Baukosten­abschätzungen verifiziert.

Mit Stand März 2019 beziffert der überprüfte und überarbeitete Kostenrahmen II  die Gesamtbaukosten auf  7.940.539,- €.

Nicht enthalten sind hierin nach wie vor die Kosten für die Ausstattung (lose Möbel, Geräte, Einrichtung, etc.) der Feuerwache. Hier ist vor einer Kosteneinschätzung eine Bestands­auf­nahme und Beurteilung erforderlich, ob und welche Teile der Aus­stat­tung der alten Feuerwache in die neue Feuerwache übernommen werden kön­nen.

Weiterhin nicht enthalten sind Planungs- und Baukosten für die Entsorgung des Niederschlagswassers. Hier wurde in den ersten Planungs­schritten festgestellt, dass die Entsorgung des Nieder­schlagswassers, welches auf dem Gebäude und auf den versiegelten Verkehrs­flächen (insgesamt ca. 8.000 m²) des Grundstücks anfallen wird, ausschließlich durch Versickerung auf dem eigenen Grundstück erfolgen kann. Ein Anschluss an den Regen­wasserkanal in der Maaseiker Straße ist zu­nächst einmal nicht möglich. Dadurch werden zusätzliche Maßnahmen zur Rück­haltung und Ver­sickerung von Niederschlagswasser erforderlich.

Eine ausführliche Darstellung des Kostenrahmen II folgt in einer Vorlage des nicht-öffentlichen Teils dieser Sitzung.

 

Termine

Nach dem Planungsauftaktgespräch am 11.02.2019 hat das Büro Scheidt Kasprusch Architekten einen Grob-Terminplan mit dem weiteren Planungs- und Bauablauf er­stellt. Dieser sieht für das Bauvorhaben folgenden terminlichen Ablauf vor:

Erste Planungsphasen und Bauantragstellung:Sommer 2019

Baubeginn:Frühjahr 2020

Fertigstellung:Sommer/Herbst 2021

 

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Finanz. Auswirkung

 

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Beschlussvorschlag

Beschlussvorschlag

Der Ausschuss für Wohnen, Bauen, Umwelt und Vergabe nimmt Kenntnis.

 

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Anlagen

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