Mitteilungsvorlage - VO/0234/24
Grunddaten
- Betreff:
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Errichtung einer Fahrradabstellanlage im Schul- und Sportzentrum der Mühlenstadt Wegberg, hier: Fertigstellung der Maßnahme
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Mitteilungsvorlage
- Federführend:
- Gebäudewirtschaft
- Finale Freigabe:
- Schreurs, Hans-Josef
Beratungsfolge
| Status | Datum | Ausschuss | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Ausschuss für Wohnen, Bauen, Vergaben und Liegenschaften (WBVL)
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Kenntnisnahme
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04.02.2025
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Sachverhalt
Sachverhalt
Verwiesen wird auf die ausführliche Vorlage im Ausschuss am 19.11.2019, in der die Maßnahme zur Errichtung einer Fahrradabstellanlage im Schul- und Sportzentrum vorgestellt wurde.
Nach langwieriger Planungs-, Ausschreibungs- und Realisierungsdauer konnte die Anlage am 27.11. des vergangenen Jahres offiziell durch den Bürgermeister unter Teilnahme der Schulleitungen der weiterführenden Schulen und Vertretern der Schülerschaft eröffnet werden und in Nutzung gehen.
Für die Schüler und Schülerinnen des Schulzentrums wurde damit eine attraktive, witterungsgeschützte, sichere und befestigte Abstellanlage für Fahrräder geschaffen.
Errichtet wurde die überdachte Fahrradabstellanlage entlang der zum Schulzentrum gelegenen Außenwand der 3-fach-Sporthalle. Es handelt sich um eine offene Stahlkonstruktion in Modulbauweise mit Parkmöglichkeiten für insgesamt 330 Räder. Eine Beleuchtung mit automatischer Zeit- und Dämmerungsschaltung ist integriert.
Die Flachdächer der einzelnen Einheiten sind extensiv begrünt. Trotz Pflasterung der Verkehrsflächen (bis dahin eine unbefestigte „Wiese“) konnte somit im Saldo die zusätzliche Versiegelung von Flächen vermieden werden.
Die Anlage liegt innerhalb der abends bzw. nachts und in den Ferienzeiten geschlossenen Zaunanlage rund um das Schulzentrum. Zehn weitere Bügelparker wurden daher außerhalb vor der Zaunanlage (für „Spätabholer“) angeordnet.
Zur Veranschaulichung sind der Vorlage einige Fotos der fertiggestellten Fahrradanlage beigefügt.
Mit der Planung und Realisierung der Anlage wurde das Büro Cordes Architektur aus Hückelhoven beauftragt. Die bauordnungsrechtliche Genehmigung wurde am 26.05.23 erteilt. Die Vergabeverfahren für die Tiefbau-/Außenanlagenarbeiten und für die Fahrradabstellanlage wurden öffentlich durchgeführt.
Die Bauarbeiten (Regenentwässerung, Fundamentierung, Pflasterarbeiten) begannen im Juli 2024. Zuvor waren vorbereitende Arbeiten durchzuführen, wie z.B. das Fällen einiger Bäume, das Versetzen einer Mastleuchte und Elektroanschlussarbeiten für die Beleuchtung der Anlage. Die Errichtung der eigentlichen Fahrradabstellanlage konnte dann im November abgeschlossen werden.
CO²-Vermeidung
Bereits im Zuge der ersten Förderantragstellung war die voraussichtliche CO2-Vermeidung, die mit dem Bau der Fahrradabstellanlage verbunden ist, rechnerisch zu ermitteln. Dies erfolgte über die Parameter „Zahl der Fahrradstellplätze“, „Nutzungstage pro Jahr“, „durchschnittliche Wegelänge“ und „Anzahl hinzugewonnener Wege mit Fahrrad pro Nutzungstag“. Rechnerisch ergibt sich daraus eine CO2-Vermeidung von 419,3 t über die angenommene Lebensdauer der Radabstellanlage von 25 Jahren.
Beteiligte Planer und ausführende Firmen
Planung und Bauüberwachung Cordes Architektur, Erkelenz
Baugrundgutachten ibl Laermann und Freidhof, M´gladbach
Vermessungsarbeiten Alfred Botz Vermessungsbüro, Wegberg
Tiefbau- und Außenanlagenarbeiten Straßenbau Nießen GmbH, Hückelhoven
Metallbau Fahrradabstellanlage BIK-TEC GmbH, Hückelhoven
Elektroinstallationsarbeiten Elektrotechnik Dohmen, Heinsberg
Elektroarbeiten Mastleuchten NEW AG, M´gladbach
Fördergeber
Laut Nebenbestimmungen des Zuwendungsbescheides ist bei Veröffentlichungen eine Information zur Nationalen Klimaschutzinitiative aufzunehmen. Daher die folgenden Erläuterungen:
Nationale Klimaschutzinitiative
„Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzinitiativen ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.“

Finanz. Auswirkung
Kosten und Finanzierung
Die Kosten der Maßnahme sind Mitte 2022 (für den 2. Förderantrag) mit 420.570,- € ermittelt worden (s. Vorlage im WBVL vom 23.08.2022, TOP 1.4, VO 0145/22). Zum jetzigen Zeitpunkt sind zwar noch nicht alle Planungs- und Bauleistungen komplett abgerechnet, jedoch können die Gesamtbaukosten der Fahrradabstellanlage mit rund 446.000,- € festgestellt werden.
Grund für die Mehrkosten ist insbesondere die zu einem relativ späten Zeitpunkt festgestellte Erfordernis zur Veränderung der Fundamentierung der Anlage. Anstelle der beauftragten (preisgünstigen) System-Einzelfertigfundamente war aufgrund der Einordnung in die Erdbebenzone, ausweislich des vom Systemhersteller zu liefernden statischen Nachweises, ein bautechnisch aufwändiges Gerüst aus Streifenfundamenten erforderlich. Dies führte inklusive der damit einhergehenden Mehraufwendungen bei der Außenentwässerung zu Mehrkosten von insgesamt rund 78.000,- €.
Die finanziellen Mittel für die Fahrradabstellanlage wurden in den Haushalten der Jahre 2022 – 2024 unter der Investitionsmaßnahme 011304 H560 – Fahrradabstellanlage im Schul- und Sportzentrum zur Verfügung gestellt.
Finanzielle Förderung
Über die Rückgabe der ersten Zuwendung aus dem Jahr 2020 (219.637,- €), das Stellen eines zweiten Förderantrags mit höherer Förderquote (90% der zuwendungsfähigen Kosten), und über den erneuten Zuwendungsbescheid mit der deutlich höheren Zuwendung von 356.053,- € hatte die Verwaltung dem Ausschuss in der Vorlage vom 23.08.22 bereits berichtet.
Bei der Förderung handelt es sich um Mittel der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz. Projektträger ist die ZUG Zukunft-Umwelt-Gesellschaft gGmbH (vormals ptj Jülich).
Mit der Zuwendung in Höhe von 356.053,- € verbleibt bei der Stadt Wegberg damit ein finanzieller Eigenanteil von rund 90.000,- €.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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251 kB
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